30. Oktober 2019 / 15:44 Uhr

München-Topscorer Voakes: Einen wie ihn haben die Grizzlys schon lange nicht mehr

München-Topscorer Voakes: Einen wie ihn haben die Grizzlys schon lange nicht mehr

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Kehrt mit München nach Wolfsburg zurück: Mark Voakes.
Kehrt mit München nach Wolfsburg zurück: Mark Voakes.
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Der dreifache Meister, amtierende Vizemeister und aktuelle Überflieger der Liga kommt: Die Grizzlys Wolfsburg erwarten am Donnerstag (14 Uhr) den EHC München in der Eis-Arena. Es wird eine ganz harte Nuss für das Team von Trainer Pat Cortina.

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2018 verließ Voakes Wolfsburg

Mark Voakes - dieser Stürmer ist der Topscorer des EHC München. Und mit seinem Namen verbinden sich auch die Probleme der Grizzlys Wolfsburg. Denn: Einen wie ihn hat Wolfsburg schon lange nicht mehr. Und genau das ist die die Krux. Das Problem ist nicht, dass Mark Voakes 2018 ging. Dass er nicht um jeden Preis gehalten wurde, vielleicht nicht einmal zu halten gewesen wäre, das war nachvollziehbar. Aber: Voakes war neben Tyler Haskins, der unfreiwillig seine Karriere beenden musste, der letzte Spieler der Sorte, die die Grizzlys einfach nicht mehr finden.

Imports oder Rohdiamanten, die stark sind und lange bleiben, egal, ob sie sich wie Voakes oder vor ihm Jason Ulmer schon in der Liga hervorgetan hatten. Oder neu waren: wie Haskins, wie Robbie Bina, Norm Milley oder John Laliberte. Oder noch vor ihnen Kai Hospelt, Ken Magowan oder Justin Papineau, die Wolfsburg weggelockt wurden. In den vergangenen fünf Jahren hat sich kein Wolfsburger mehr zu einem Leitwolf aufgeschwungen, der nicht schon dagewesen wäre.

Bislang kein Grizzlys-Sieg gegen ein Top-Sechs-Team

Mittelstürmer Mathis Olimb wäre diese Rolle zuzutrauen gewesen, er zeigt Ansätze, vielleicht befreit ihn sein erster Saisontreffer, der ihm am Sonntag in Schwenningen gelang. Letztlich muss es immer das Kollektiv richten, aber Spieler mit einem gewissen Extra würden helfen. München hat alles: Zauberer wie Voakes, Top-Nationalspieler wie Yannic Seidenberg, Yasin Ehliz oder Patrick Hger, junge Wilde wie Konrad Abeltshauser oder Maxi Kastner samt Shootingstars wie JJ Peterka (17 Jahre alt, schon drei Tore und drei Vorlagen) und obendrein Top-Ausländer wie Chris Bourque (fünf Tore, acht Vorlagen).

Beim dreifachen Meister (2016 bis 2018) passt momentan alles, die Münchner legten einen Punkte- und Siege-Startrekord fürs Oberhaus hin. Dann verloren sie ein am zwölften Spieltag mal, seitdem gewinnen sie wieder alles. Das wird eine harte Nuss für die Grizzlys. Coach Pat Cortina, der weiterhin auf seine Spieler Ryan Button, Mike Sislo und Marius Möchel verzichten muss, weiß: "Bei München ist es ein Gesamtpaket aus Tiefe, individueller Klasse und mentaler Stärke. Wir müssen uns auf unser Spiel konzentrieren." Ob die Gäste vielleicht mal nachlassen, weil sie in der Liga so klar führen, weil sie vielleicht mal schwächer sind, weil ihnen einige Asse fehlen - kein Thema für Cortina, "denn das können wir nicht beeinflussen. Nur unsere Leistung."

Beim 2:4 gegen Nürnberg sei man nicht gut gewesen, auf das 4:0 in Schwenningen müsse man aufbauen. Da sei es eine geschlossenen und über weite Strecken konstante Leistung gewesen. "Und wir haben das Richtige getan, um Tore zu schießen." Das könnte gegen die mit Abstand führende Mannschaft schwerer werden als beim Schlusslicht. Bislang konnten die Grizzlys kein Team aus den Top-Sechs besiegen. Vielleicht gibt es ja mal eine Überraschung. Und ansonsten ist es fast immer schön, Magic Mark Voakes zuzuschauen.

Schick: Mit dem auf den Spitznamen von Ex-Kapitän Tyler Haskins Swifty getauften Bus gehen die Grizzlys künftig auf Reisen. Zur Galerie
Schick: Mit dem auf den Spitznamen von Ex-Kapitän Tyler Haskins "Swifty" getauften Bus gehen die Grizzlys künftig auf Reisen. ©
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