27. Juli 2021 / 14:59 Uhr

Muskelverletzung: Wolfsburgs Roussillon fürs Pokal-Spiel fraglich

Muskelverletzung: Wolfsburgs Roussillon fürs Pokal-Spiel fraglich

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Bitter: Der VfLer Jerome Roussillon könnte das Pokalspiel in Münster wegen einer Oberschenkelverletzung verpassen.
Bitter: Der VfLer Jerome Roussillon könnte das Pokalspiel in Münster wegen einer Oberschenkelverletzung verpassen. © Roland Hermstein
Anzeige

Mit Oberschenkelproblemen musste Jerome Roussillon beim Test gegen die AS Monaco ausgewechselt werden. Nun droht der Linksverteidiger des VfL Wolfsburg sogar für das Pokal-Spiel in knapp zwei Wochen bei Preußen Münster auszufallen.

Die Zeit rennt, in knapp zwei Wochen steht für den VfL Wolfsburg der Pflichtspiel-Start der neuen Saison an. Am 8. August (15.30 Uhr) muss der Fußball-Bundesligist in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Regionalligist Preußen Münster antreten - allerdings kann es sein, dass Trainer Mark van Bommel dort ohne Jerome Roussillon auskommen muss. Der Linksverteidiger hat sich im Test bei der AS Monaco (1:2) eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen und könnte die Partie verpassen.

Anzeige

Ein Einsatz von Roussillon in Münster ist fraglich. "Es ist davon abhängig, wie die Verletzung verläuft", sagt van Bommel, der die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat: "Wenn er gute Fortschritte macht, kann es schnell gehen." An Training ist für den pfeilschnellen Abwehrspieler in diesen Tagen aber nicht zu denken - ein besonders unglücklicher Zeitpunkt für eine Verletzung, da es in dieser Phase der Saisonvorbereitung um den Feinschliff für die neue Saison geht. "Jetzt geht‘s in die Details. Leider ist Jerome nicht dabei, aber man kann es nicht ändern. Genauso ist es bei Aster."

Mehr zum VfL Wolfsburg

Neuzugang Aster Vranckx hatte sich früh in der Vorbereitung eine Wadenverletzung zugezogen. Im Trainingslager in Bad Waltersdorf konnte er keine Einheit mit der Mannschaft absolvieren, der Belgier übte immer gesondert. Doch es geht langsam bergauf: "Er macht Fortschritte, unsere medizinische Abteilung macht das sehr gut. Sie sind jeden Tag mit den Jungs lange beschäftigt", hatte van Bommel jüngst gesagt. Wann genau der Mittelfeldspieler wieder mit dem Team üben kann, ist aber noch offen. "Bei einer Muskelverletzung muss man immer aufpassen. Es kann schnell gut werden, aber auch schnell einen Rückschlag geben", so der VfL-Coach.

Anzeige

Ebenfalls noch nicht mit auf dem Platz war am Dienstag Felix Nmecha. Der Neuzugang und jüngere Bruder von Lukas Nmecha wird noch einige Tage Zeit brauchen, bis er zur Mannschaft stößt. "Wir versuchen, Felix in einen Zustand zu bringen, dass er jeden Tag trainieren kann. Bei ihm ist es nichts Schlimmes, wir wollen ihn nur gut vorbereiten", gibt van Bommel allerdings Entwarnung. "Es ist besser, zwei, drei Tage länger zu warten als einen Tag zu früh einzusteigen."

Einen kurzen Schreckmoment gab's am Dienstag bei Maxence Lacroix. Wolfsburgs Nummer 4 musste am linken Knie behandelt werden, konnte dann aber weitermachen. Er habe "etwas gespürt, aber es ist alles gut", sagt van Bommel über den Innenverteidiger, den RB Leipzig gern verpflichtet hätte. Auf eine Ablöse konnten sich die Vereine jedoch nicht einigen, sodass VfL-Manager Jörg Schmadtke den Poker im Trainingslager beendete: "Wir haben alles abgelehnt – und das Thema ist jetzt auch beendet. Maxence bleibt." Der Spieler, RB und der VfL, alle "wissen nun Bescheid – und das ist das Wichtigste".

Aber akzeptiert RB die Entscheidung auch? Die Hoffnung haben die Sachsen offenbar noch nicht aufgegeben. "Ich kenne Maxence Lacroix, er ist ein richtig guter Spieler", sagte RB-Coach Jesse Marsch am Montag im Sky-Interview. "Wir haben über ihn gesprochen. Er könnte uns hier in Leipzig sicher helfen, er versteht die Art, wie wir Fußball spielen wollen. Aber lasst uns schauen, was passiert." Passieren wird da wohl nichts mehr, denn Schmadtke ist dafür bekannt, dass er zu seinem Wort steht - und da hat er sich im Fall Lacroix deutlich positioniert.