10. September 2019 / 09:53 Uhr

Muss der VfL Wolfsburg ohne John Anthony Brooks in den Marathon starten?

Muss der VfL Wolfsburg ohne John Anthony Brooks in den Marathon starten?

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
John Anthony Brooks (2.v.l.) zusammen mit seinen Teamkollegen Felix Klaus, Admir Mehmedi und Yannick Gerhardt (von links).
John Anthony Brooks (2.v.l.) zusammen mit seinen Teamkollegen Felix Klaus, Admir Mehmedi und Yannick Gerhardt (von links). © imago images / Christian Schroedter
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Sechs Spiele in drei Wochen: Vor dem VfL Wolfsburg liegt ein fußballerischer Marathon, in den er wohl ohne Innenverteidiger John Anthony Brooks starten muss. Während Brooks es noch rechtzeitig wieder ins Team schaffen könnte, muss Trainer Oliver Glasner im Mittelfeld definitiv umbauen.

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Drei Tage lang durften die Nicht-Nationalspieler des VfL Wolfsburg ausspannen, am Montagmorgen begann dann die Vorbereitung für die Marathon-Wochen, die am Freitagabend (20.30 Uhr) mit dem Spiel in der Fußball-Bundesliga bei Fortuna Düsseldorf beginnen. Es ist das erste von sechs Spielen in drei Wochen. Und in dem droht Abwehrkante John Anthony Brooks auszufallen. Der US-Boy ist angeschlagen von der Nationalmannschaft zurückgekehrt.

Der Innenverteidiger hat muskuläre Probleme im Oberschenkel, man müsse von Tag zu Tag schauen, ob es für Brooks am Freitag reicht, hieß es auf Nachfrage. Ein Ausfall von Brooks wäre bitter, zumal der 26-Jährige „der einzige Linksfuß in der Abwehr“ ist, so Josuha Guilavogui. Gleichwohl fügte er hinzu: „Wir haben einen großen Kader, wir haben Top-Spieler, die zuletzt nicht immer im Kader waren.“

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4. Spieltag: Fortuna Düsseldorf - VfL Wolfsburg / 13. September (20.30 Uhr) ©
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Tisserand und Bruma stehen bereit

Der Abwehrchef dachte an Jeffrey Bruma und Marcel Tisserand, mit denen er beim Test am vergangenen Donnerstag gegen den Hamburger SV die Abwehr-Dreierkette gebildet hatten. „Klar ist es immer traurig, wenn ein Spieler zur Nationalelf fährt und nicht spielen kann. Jay ist ein sehr wichtiger Spieler, aber wir haben weitere gute Spieler für die Abwehr, das hat man beim Test gegen den HSV gesehen – Tiss und Jeff haben das richtig gut gemacht. Wenn die Chance kommt, muss man sie nutzen.“

In der Abwehr muss Trainer Oliver Glasner vielleicht umstellen, im Mittelfeld wiederum ist das schon sicher. Da fehlt Top-Neuzugang Xaver Schlager, der sich gegen Paderborn einen Knöchelbruch zugezogen hatte. Heißt: Glasner muss sich entscheiden, wen er neben Maximilian Arnold in der Mittelfeldzentrale aufbietet. Kandidaten sind Yannick Gerhardt, Elvis Rexhbecaj – und Guilavogui selbst. Der Kapitän glaubt jedoch nicht, dass er wie in der vergangenen Spielzeit den Part neben Arnold spielt, er glaubt eher an „Yannick oder Elvis. Sie haben das im vergangenen Jahr richtig gut gemacht. Sie haben Qualität.“

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„Wenn wir eine geile Saison spielen wollen, muss man zuerst an die Mannschaft denken.“

Möglicherweise stellt Glasner auch auf dem rechten Flügel um und bringt Admir Mehmedi, der sowohl beim 3:0 bei Hertha als auch beim 1:1 gegen Paderborn Argumente für mehr Spielzeit geliefert hatte. Guilavogui: „In Berlin hat er zusammen mit Josip Brekalo das Spiel gedreht. Egal, ob Admir von Anfang an spielt oder reinkommt – er kann immer den Unterschied ausmachen.“

Gibt‘s zum Start des Drei-Wochen-Marathons mit Bundesliga und Europa League gleich drei Startelf-Änderungen? Nicht ausgeschlossen! Guilavogui spricht von einem „Luxusproblem“ für den Trainer und wünscht sich, dass jeder Einzelne in den nun bevorstehenden Wochen sein Ego zurückstellt, denn: „Wenn wir eine geile Saison spielen wollen, muss man zuerst an die Mannschaft denken.“

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