20. April 2021 / 21:20 Uhr

"Müssen uns an die eigene Nase fassen": Stimmen zum 1:2 von RB Leipzig in Köln

"Müssen uns an die eigene Nase fassen": Stimmen zum 1:2 von RB Leipzig in Köln

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
Deprimierter Abgang: Hee-chan Hwang, Justin Kluivert und Kevin Kampl (v.l.) verlassen den Platz in Köln.
Deprimierter Abgang: Hee-chan Hwang, Justin Kluivert und Kevin Kampl (v.l.) verlassen den Platz in Köln. © Picture Point
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Das hatten sie sich ganz anders vorgestellt. 1:2 (0:0) verliert RB Leipzig beim 1. FC Köln und muss sich allmählich fragen, was los ist. Denn seit der Niederlage gegen den FC Bayern holten die Sachsen nur noch vier Punkte. Wir haben nach dem Abpfiff erste Stimmen von Trainern und Spielern gesammelt.

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Köln. Das Bundesliga-Titelrennen ist endgültig entschieden. RB Leipzig patzte beim Vorletzten Köln, verlor unerwartet 1:2 (0:0). Jonas Hector sorgte für die Tore des Effzeh, Amadou Haidara traf für die Sachsen. Die von Julian Nagelsmann gegenüber dem 0:0 am Freitag gegen Hoffenheim gleich auf fünf Positionen veränderten Gäste überfielen den FC zu Beginn regelrecht und ließen dem Abstiegskandidaten kaum Luft zum Atmen. Nach sieben Minuten waren schon 5:0 Torschüsse für die Gäste notiert. Das erhoffte frühe Tor wollte aber nicht gelingen.

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Nach etwa zehn Minuten berappelte sich der zunächst komplett überrumpelte FC und agierte nun geordneter. Dennoch war Leipzig dominant und betrieb wahren Chancenwucher. 13:3 Torschüsse wies die Statistik zur Pause aus, aber keinen Treffer. Die besten Gelegenheiten vergaben Haidara (3.) und Nordi Mukiele, die freistehend verzogen (36.), und Alexander Sörloth, dessen Kopfball Timo Horn parierte (41.).

DURCHKLICKEN: Das sagen Spieler und Trainer

Emil Forsberg (RB Leipzig): Wir haben verloren, weil wir nur ein Tor gemacht haben und der Gegner eben zwei. Wir haben eigentlich gut angefangen, haben viel Druck gemacht, waren scharf. Aber wir haben kein Tor gemacht und haben uns selbst das Spiel erschwert. Heute hat unsere Leistung nicht gereicht. Chancen hatten wir, und wir hätten sie auch reinmachen müssen. Aber leider klappt das aktuell nicht. Wir sind sehr enttäuscht. Das war nicht, was wir wollten. Wir sind hergekommen, um zu gewinnen und das ist uns nicht gelungen. Köln hat gekämpft, Leidenschaft gezeigt. Zur Galerie
Emil Forsberg (RB Leipzig): "Wir haben verloren, weil wir nur ein Tor gemacht haben und der Gegner eben zwei. Wir haben eigentlich gut angefangen, haben viel Druck gemacht, waren scharf. Aber wir haben kein Tor gemacht und haben uns selbst das Spiel erschwert. Heute hat unsere Leistung nicht gereicht. Chancen hatten wir, und wir hätten sie auch reinmachen müssen. Aber leider klappt das aktuell nicht. Wir sind sehr enttäuscht. Das war nicht, was wir wollten. Wir sind hergekommen, um zu gewinnen und das ist uns nicht gelungen. Köln hat gekämpft, Leidenschaft gezeigt." ©

Und nach der Pause bekam RB dann prompt die Quittung. 56 Sekunden waren gespielt, als Hector eine Flanke von Jannes Horn zur Führung einköpfte. Selbst Funkel schien so überrascht, dass er kaum jubelte. Nagelsmann zog sich zornig auf die Bank zurück. Leipzig wurde nun energischer. Doch nach dem Ausgleich von Haidara kippte das Spiel nicht etwas sofort. Im Gegenteil, die Kölner schlugen erneut durch Hector fast umgehend zurück. Diesmal jubelte auch Funkel, so energisch, dass ihm ein Zettel aus der Hand fiel. Sein 34 Jahre jüngerer Kollege Nagelsmann wurde dagegen immer wütender und legte sich mit dem Schiedsrichter an. Auch Funkel war in der spannenden Schlussphase kaum zu bändigen. Dafür gab es die Gelbe Karte.