22. Oktober 2021 / 21:26 Uhr

Mutlos bei der alten Liebe: Lok Leipzig gelingt in Babelsberg nur Remis

Mutlos bei der alten Liebe: Lok Leipzig gelingt in Babelsberg nur Remis

Leon Heyde
Leipziger Volkszeitung
Sport Männer Fußball Fussball Saison 2021/ 22 Punktspiel 01.09.2021  Bluechiparena Regionalliga
ZFC Meuselwitz - Lok Leipzig
Almedin Civa Trainer   Lok 
Foto: Mario Jahn
Seine Rückkehr nach Babelsberg als Lok-Trainer wollte Almedin Civa eigentlich mit drei Punkten krönen. © Mario Jahn
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Lok Leipzig hat es bei der Rückkehr von Trainer Almedin Civa nach Babelsberg verpasst, näher an den Berliner AK aufzurücken. Durch das Remis bleiben die Leipziger dennoch weiterhin ungeschlagen.

Babelsberg. Ein Treffen mit der alten Liebe kann schmerzhaft enden. Knapp zwei Jahrzehnte in Babelsberg haben bei Almedin Civa eine tiefe emotionale Verbindung hinterlassen, dementsprechend setzte der Trainer von Lokomotive Leipzig im strömenden Regen vor der Partie am Abend auf Verdrängung. In den bevorstehenden 90 Minuten denke er nur an die drei Punkte: „Nach dem Spiel sind wir wieder Familie, wieder Freunde.“

Mit Mike Eglseder, Farid Aberrahmane und Bogdan Rangelov starteten drei weitere Akteure mit Babelsberger Vergangenheit im gelben Trikot. Lok verpasste es im gesamten Spiel, an die starken Leistungen der letzten Spiele anzuknüpfen und den Abstand auf Tabellenführer Berliner AK auf zwei Punkte zu verkürzen. Nachdem Rückkehrer Eglseder kurz vor der Pause auf Daniel Frahns 1:0 antwortete, hielt Jan-Ole Sievers sein Team gegen anrennende Babelsberger in Halbzeit zwei im Spiel. Kleiner Trost: Durch das 1:1 bleibt die Loksche auch im neunten Spiel in Folge ungeschlagen.

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Babelsberg und Lok Leipzig trennen sich mit einem 1:1-Unentschieden von einander. Zur Galerie
Babelsberg und Lok Leipzig trennen sich mit einem 1:1-Unentschieden von einander. ©

In der Anfangsphase brennt es nur auf den Rängen. Aus dem Leipziger Block ziehen Pyrotechnik-Rauchschwaden aufs Feld, nachdem einige Anhänger bereits vor Anpfiff gerade noch vom Platzsturm abgehalten werden konnten. Aus dem Spiel heraus tun sich beide Teams auf dem tiefen Rasen des Karl-Liebknecht-Stadions schwer. Zwar ist das Tempo hoch, zu viele Ungenauigkeiten im letzten Drittel verhindern zwingende Torchancen. Nach 22 Minuten geht der für Robert Berger ins Team gerückte Damir Mehmedov im Strafraum ungeschickt gegen Robin Müller in den Zweikampf, Schiedsrichter Max Burda bleibt nur der Pfiff. Dass Daniel Frahn als RB Leipzig Legende bereits kaum Sympathien beim Blau-Gelben Anhang besitzt, ändert sich auch im Babelsberger Fluchtlicht nicht: Per Panenka trifft der Toptorjäger der Regionalliga Nordost vom Punkt zum 1:0.

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Initialzündung bleibt aus

Der besten Offensive der Liga fehlen weiter die Antworten auf die kompakte SV-Defensive. Also müssen unkonventionelle Mittel für Überraschungen sorgen. Der aufgerückte Eglseder, hauptberuflich Abräumer in der Defensivzentrale, steht nach Ablage von Jamal Ziane plötzlich frei vor Jannick Theißen und überwindet den Babelsberger Torhüter im Nachschuss zum Ausgleich (45.).

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<b> Almedin Civa: </b> Ich denke, dass die erste Halbzeit insgesamt ausgeglichen war. Zweite Halbzeit haben wir aber der 60. Minute bis zur 80. eingeladen. Da haben wir die Bälle nicht gut rausgespielt, da haben sie uns unter Druck gesetzt. Da hätte Babelsberg das Tor machen müssen. Zur Galerie
Almedin Civa: "Ich denke, dass die erste Halbzeit insgesamt ausgeglichen war. Zweite Halbzeit haben wir aber der 60. Minute bis zur 80. eingeladen. Da haben wir die Bälle nicht gut rausgespielt, da haben sie uns unter Druck gesetzt. Da hätte Babelsberg das Tor machen müssen." ©

Eine Initialzündung löst der Treffer bei der Civa-Elf jedoch nicht aus, auch in Halbzeit zwei wirken die Messestädter in vielen Situationen weiter lethargisch und haben nach einer Stunde Glück: Frank Zille lässt die Querlatte zittern. Ziane köpft die einzige Leipziger Chance auf den Lucky Punch freistehend am Tor vorbei (81.).