16. Januar 2022 / 14:59 Uhr

Mutmacher Millerntor: Erzgebirge Aue setzt zu seiner „intensiven Aufholjagd“ an

Mutmacher Millerntor: Erzgebirge Aue setzt zu seiner „intensiven Aufholjagd“ an

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Erzgebirge Aue kämpft um den Klassenerhalt.
Erzgebirge Aue kämpft um den Klassenerhalt. © dpa
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Ein Unentschieden beim Spitzenreiter FC St. Pauli hatte dem FC Erzgebirge Aue kaum jemand zugetraut. Und es war sogar mehr möglich. In jedem Fall war der Auftritt ein starkes Lebenszeichen der Veilchen im Kampf um den Klassenverbleib.

Aue. Der Start zu einer „intensiven Aufholjagd“ ist geglückt, erreicht hat der FC Erzgebirge Aue aber noch nichts. Das 2:2 (1:1) beim Start ins neue Jahr beim FC St. Pauli ließ aufhorchen und sollte zum Maßstab für den weiteren, nun entscheidenden Saisonverlauf werden. Als erste Mannschaft in dieser Spielzeit am Millerntor einen Punkt entführt zu haben, machte die Auer zwar stolz, am Ende aber waren sie auch traurig. Denn es hätten drei sein können - wenn nicht gar müssen.

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„Arbeiten, arbeiten, kämpfen, kämpfen, kämpfen“

„Es war nun schon das dritte Spiel, in dem wir in der Nachspielzeit ein Gegentor bekommen und damit wichtige Punkte verlieren. Regensburg, HSV und jetzt St. Pauli - das waren insgesamt sechs Punkte“, sagte der Sportliche Leiter, Pavel Dotchev, der sich wie fast alle Auer in einem Zwiespalt der Gefühle befand. „Es ist eine gefühlte Niederlage“, betonte Dotchev angesichts des Ausgleichs in der dritten Minute der Nachspielzeit.

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So sah es auch Teamchef Marc Hensel, der aber in erster Linie das Positive herausgestellt haben wollte. „Die Mannschaft lebt, das hat man heute gesehen. Auch, dass die Mannschaft taktisch hervorragend und diszipliniert agieren kann“, sagte Hensel. Er gab auch gleich die Devise für die kommenden Wochen vor: „Arbeiten, arbeiten, kämpfen, kämpfen, kämpfen - eine andere Chance haben wir nicht.“ Es sind die Auer Tugenden und deshalb war St. Pauli ein Mutmacher.

„Noch 15 Endspiele, 15 Pokalspiele“

Auffällig auf St. Pauli war, dass die Mannschaft mit den Neuzugängen und den Rückkehrern neue Alternativen hat und sie auch nutzt. Prince Owusu, der am Donnerstag erst vom SC Paderborn verpflichtet worden war, war im Angriff ein Unruheherd, der allerdings auch zwei klare Chancen vergab. Clemens Fandrich erfüllte nach seiner Sieben-Spiele-Sperre die Aufgaben als Abräumer schon wieder sehr gut und Malcolm Cacutalua war ein Turm in der Abwehrschlacht, wenngleich man dem 27-Jährigen in ein paar Situationen anmerkte, dass er 15 Monate wegen einer langwierigen Verletzung nicht gespielt hatte.

Die nächste Aufgabe der Auer ist keineswegs leichter. Am Samstagabend kommt der FC Schalke 04 ins Lößnitztal. „Auch wenn wir gegen St. Pauli gewonnen hätten und vielleicht gegen Schalke gewinnen würden, ändert das nichts. Es sind noch 15 Endspiele, 15 Pokalspiele. Es geht nur um den Klassenerhalt“, sagte Sören Gonther. Man müsse versuchen, jede Woche zu punkten.