29. März 2021 / 18:06 Uhr

MV: Krisenstab rät zu vorzeitigem Fußball-Saisonende – Abbruch steht bevor

MV: Krisenstab rät zu vorzeitigem Fußball-Saisonende – Abbruch steht bevor

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Symbolbild
Seit Anfang November wurde im MV-Amateurfußball kein Spiel mehr ausgetragen. © imago images/Eibner
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Im Amateurfußball von Mecklenburg-Vorpommern sieht nun doch alles nach einem vorzeitigen Ende der laufenden Spielzeit aus. Der Krisenstab des Landesfußballverband hat dazu seine Empfehlung abgegeben. Der Landespokal der Herren und Frauen soll davon nicht betroffen sein.

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Im MV-Amateurfußball stehen die Zeichen auf Saison-Abbruch. Der Landesfußballverband (LFV) informierte am Montag, dass der Krisenstab der LFV-Führung „die vorzeitige Beendigung der Saison 2020/2021 mit dem weiterhin aktuellen Stand vom 1. November 2020" empfehlen wird. Die Landespokalwettbewerbe im Nachwuchs sind von dem Aus auch betroffen, während die Pokale der Herren und Frauen noch weitergeführt werden sollen.

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Wie die Wertung der Ligen in allen Altersklassen erfolgen wird, ist noch offen. Der Verband will sich darüber sowie zu den Auf- und Abstiegsregelungen mit den spielleitenden Stellen und Ausschüssen zeitnah beraten. Eine endgültige Entscheidung soll rund um Ostern fallen.

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Hier bietet sich Maik Peters (l.) doch noch zum Ende eine Chance, Warins Marcel Manns unterläuft den Ball. Zur Galerie
Hier bietet sich Maik Peters (l.) doch noch zum Ende eine Chance, Warins Marcel Manns unterläuft den Ball. ©

Noch vor knapp zwei Wochen hatte LFV-Präsident Joachim Masuch in einem Interview bekräftigt, die Saison sportlich zu Ende bringen zu wollen. Der LFV hatte zu dem Zeitpunkt - mit Rückblick auf politische Entscheidungen mit der Perspektive von möglichen Öffnungsschritten - noch die Hoffnung, im Mai und Juni den Spielbetrieb mit einer vierwöchigen Vorbereitungszeit fortzusetzen. Seitdem sind Corona-Fallzahlen im Land jedoch stark gestiegen. „Aktuell haben wir eine besorgniserregende Entwicklung, auf die wir reagieren müssen", betont Masuch.

Er gehört dem sechsköpfigen Krisenstab an, der vor einem Jahr zum Anfang der Pandemie gegründet wurde. Das Gremium wird sich nach 2020 somit mit dem zweiten vorzeitigen Saisonende in Folge befassen müssen.