16. März 2021 / 18:02 Uhr

MV-Landespokal über den 30. Juni hinaus? Das sagt LFV-Präsident Masuch

MV-Landespokal über den 30. Juni hinaus? Das sagt LFV-Präsident Masuch

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Präsident des Landesfußballverband MV: Joachim Masuch.
Präsident des Landesfußballverband MV: Joachim Masuch. © Landesfußballverband
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In einem Interview auf der Internetseite des Landesfußballverbandes äußert Joachim Masuch zu aktuellen Situation im Amateurfußball. An den aktuellen Plänen, die Saison sportlich zu Ende zu bringen, hält der LFV-Vorsitzende (noch) fest.

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Wird der laufende Fußball-Landespokal der Herren wieder über das geplante Saisonende (30. Juni) ausgespielt? Diese Option hält Joachim Masuch, Präsident des Landesfußballverband, für möglich. Der 71-Jährige sagte am Dienstag in einem Interview auf der Internetseite des LFV, dass es "ein klar geäußerter Wunsch des Großteils der noch im Wettbewerb befindlichen Vereine" sei, den Wettbewerb sportlich zu beenden.

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Schon in der Saison 2019/20 ließ der Verband den Lübzer-Pils-Cup über den 30. Juni hinaus austragen. Späterer Sieger war der Drittligist FC Hansa Rostock mit einem 3:0-Erfolg am 22. August gegen Oberligist Torgelower FC Greif. Diesjährige Wettbewerb befindet sich aktuell noch im Achtelfinale. Der Sieger des Landespokals wäre für die erste Runde im DFB-Pokal 2021/22 qualifiziert.

So sieht die Top-20-Torjägerliste im Landespokal 2020/21 nach der 3. Runde aus (Stand: 11. Oktober):

1. Platz: Tom Müller (FSV Bentwisch) - 6 Tore Zur Galerie
1. Platz: Tom Müller (FSV Bentwisch) - 6 Tore ©

Die restlichen Pokalwettbewerbe in allen Altersklassen will der LFV weiterhin sportlich beenden - sofern der Spielbetrieb Anfang Mai wiederaufgenommen werden kann. Ansonsten dürften viele Medaillen und Trophäen wie 2019/20 ausbleiben. Vornehmlich sollen laut Masuch die Wettstreits abgeschlossen werden, bei denen sich der Gewinner für einen nachfolgenden Wettbewerb (z.B. DFB-Pokal) qualifiziert.

Mit Blick auf den gesamten Spielbetrieb im Land bleibt der Verband weiter bei seiner Auffassung, die laufende Spielzeit sportlich zu Ende bringen zu wollen. Notwendig dafür ist aber, dass der Re-Start spätestens Anfang Mai - mit einer vierwöchigen Vorbereitungszeit - erfolgt. „Sofern also die reelle Chance besteht, den Spielbetrieb unter Anwendung von Hygienekonzepten und der Einhaltung von behördlichen Vorgaben wiederaufzunehmen – und diese Chance sehen wir derzeit noch –, wollen wir nicht vorschnell handeln“, sprach sich Masuch gegen einen Saisonabbruch wie beispielsweise in Hamburg und Schleswig-Holstein oder auch Sachsen-Anhalt aus.

Sollte die Wiederaufnahme des Spielbetriebs nicht bis Anfang Mai klappen, dürfte es für den LFV schwer werden, an seinem aktuellen Plänen festzuhalten. Das Meinungsbild zum Ausgang der Spielzeit ist im Land ziemlich verteilt. Masuch weiß, dass er und der Verband im schlimmsten Szenario "nicht jedem Verein recht machen" kann.