23. Dezember 2019 / 11:36 Uhr

Nabil Bentaleb deutet Schalke-Abschied an: "Bin bereit für ein neues Kapitel"

Nabil Bentaleb deutet Schalke-Abschied an: "Bin bereit für ein neues Kapitel"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Nabil Bentaleb steht vor einem Abschied von Schalke 04.
Nabil Bentaleb steht vor einem Abschied von Schalke 04. © imago images/DeFodi
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Für Nabil Bentaleb könnte die Zeit beim FC Schalke 04 im Winter zu Ende gehen. Der aktuell nur bei der U23 in der Regionalliga eingesetzte Profi deutet im Interview mit der "Bild" einen Wechsel an - und erklärt, wie es zu den Differenzen bei S04 kam.

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Als aktueller Spieler der U23 beim FC Schalke 04 ist Nabil Bentaleb weit von den Profis der Königsblauen entfernt. Seit seiner Strafversetzung in das Regionalliga-Team im Frühjahr kommt der Algerier in Gelsenkirchen nicht mehr im Fußball-Oberhaus zum Einsatz. Zuletzt griff er die S04-Bosse an, weil sie ihn nach der Suspendierung unter Ex-Coach Huub Stevens nicht wieder mit dem Bundesliga-Kader trainieren lassen. „Konkret wollen sie nicht, dass ich mit dem Team trainiere. Wenn ich sie sage, spreche ich über das Management und nicht über den Trainer“, sagte der 25-Jährige jüngst der französischen Zeitschrift Once Mondial.

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Eine Knieverletzung hatte seine Rückkehr zudem erschwert - und außerdem im Sommer einen Transfer zu Werder Bremen verhindert. Doch ein Abschied aus Schalke scheint so gut wie sicher. Das deutete Bentaleb nun in einem Interview mit der Bild an, seine Verletzung ist demnach auch komplett auskuriert. "Ich habe in den letzten Monaten mit der U23 trainiert und zwei Spiele gemacht. Ich bin bereit für ein neues Kapitel!“, sagte er.

Rückkehr zu Schalke-Profis? "Kein direkter oder indirekter Kontakt"

Ein Comeback bei den Schalke-Profis schließt der Offensivakteur aus. "Mir wurde mitgeteilt, dass ich nicht am Training der 1. Mannschaft teilnehmen darf und dass ich mich vom Team-Gebäude fernhalten soll. Kein direkter oder indirekter Kontakt", betonte Bentaleb. Zudem bekräftigte er seine Kritik an den Verantwortlichen um Sportvorstand Jochen Schneider. Die Gründe für seinen fortwährenden Ausschluss vom Bundesliga-Kader habe er trotz mehrere Gespräche "noch immer nicht verstanden. Das Management hat mir gesagt, wie großartig es meine Fähigkeiten auf dem Feld findet. Aber ich durfte es dem Trainer nie zeigen. Ich hatte nie eine Chance, mit ihm zu reden.“

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Bentaleb erklärte im Interview auch seine Sicht auf die Gründe für seine Suspendierung. Beim Heimspiel gegen Leipzig im März sollte das gesamte Team inklusive der verletzten Spieler in der Arena erscheinen - doch der Mittelfeldspieler blieb der Partie fern. Bentaleb: "In dieser Zeit lag meine Frau drei Monate im Krankenhaus. Sie war schwanger mit unseren Zwillingen." Am Tag des Spiels gegen RB "kamen neue medizinische Probleme auf, und ich bin schnell ins Krankenhaus gefahren. Leider habe ich vergessen, dem Trainer eine Nachricht zu schicken oder ihn anzurufen." Er habe sich mehrfach entschuldigen wollen, doch der damalige Coach Stevens griff durch und schickte ihn trotzdem ins U23-Team.

Bentaleb: "Bin nicht der Bad Boy"

Sein Image kann Bentaleb überdies nicht nachvollziehen. Er wehrt sich dagegen und sagt: "Ich wollte dem Team oder unseren Anstrengungen niemals schaden. Ich glaube wirklich, dass die Menschen ein falsches Bild von mir haben. Nicht alles, was öffentlich besprochen wurde, ist wahr. Ich bin nicht der „Bad Boy“, für den mich viele Leute halten.“

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