23. Oktober 2020 / 21:19 Uhr

Nach 0:0 zur Pause: Babelsberg 03 verliert deutlich bei Spitzenreiter Viktoria Berlin

Nach 0:0 zur Pause: Babelsberg 03 verliert deutlich bei Spitzenreiter Viktoria Berlin

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Die beste Babelsberger Offensivaktion: Der Pass von Tobias Dombrowa (Nummer 34) kommt aber nicht bei Bogdan Rangelov (r.) an.
Die beste Babelsberger Offensivaktion: Der Pass von Tobias Dombrowa (Nummer 34) kommt aber nicht bei Bogdan Rangelov (r.) an. © Michael Hundt
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Regionalliga Nordost: Am elften Spieltag gastierten die Babelsberger vor 650 Zuschauern im Stadion Lichterfelde und kassierten eine am Ende auch in der Höhe verdiente 0:3-Auswärtsniederlage.

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Wie zuvor bereits zehn anderen Mannschaften gelang es auch dem SV Babelsberg 03 am Freitagabend nicht, dem FC Viktoria Berlin die ersten Punkte in der Regionalliga-Nordost-Saison 2020/21 abzuknöpfen. Vor 650 Zuschauern kassierten die Nulldreier im Stadion Lichterfelde beim weiter verlustpunktfreien Spitzenreiter eine in der Höhe verdiente 0:3 (0:0)-Niederlage. Für die Berliner war es der elfte Sieg im elften Spiel. „Der Gegner war uns in allen Belangen überlegen“, gab SVB-Innenverteidiger Marcus Hoffmann nach der Partie bei seinem Ex-Verein unumwunden zu. „Wir konnten leider nicht an die ein oder andere Leistung aus der letzten Zeit anknüpfen. Wir haben uns in die Halbzeit gerettet, dann aber viel zu früh das erste Gegentor kassiert.“

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Die Babelsberger mussten neben den Langzeitverletzten (unter anderem die zentralen Mittelfeldspieler Leonard Koch und Fabrice Montcheu) auf die gesperrten Philip Saalbach (fünfte Gelbe Karte) und Dominik N’gatie (Rote Karte bei der zweiten Mannschaft) verzichten. So konnte Trainer Predrag Uzelac bei strömendem Regen nur auf einen 15-Mann-Kader setzen. Auf der anderen Seite ließ Viktoria-Coach Benedetto Muzzicato seinen Toptorjäger Kimmo Hovi (bis dato fünf Saisontreffer) zunächst auf der voll besetzten Bank. Der 34 Jahre alte Bernd Nehrig, der Anfang September von Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig zur Viktoria wechselte und 259 Einsätze in der 2. Bundesliga (FC St. Pauli, Greuther Fürth) in seiner Vita zu stehen hat, feierte sein Startelfdebüt für die Himmelblauen.

In Bildern: Viktoria Berlin besiegt den SV Babelsberg 03 mit 3:0.

Viktoria-Kicker Tobias Gunte (l.) im Laufduell mit Babelsbergs Tobias Dombrowa. Zur Galerie
Viktoria-Kicker Tobias Gunte (l.) im Laufduell mit Babelsbergs Tobias Dombrowa. © Michael Hundt

Die Gäste, bei denen gegenüber dem 3:1-Erfolg gegen Meuselwitz vor einer Woche Bogdan Rangelov und David Danko für Jake Wilton und Saalbach in die Startelf rückten, versteckten sich zunächst keineswegs und liefen den Spitzenreiter in der Anfangsphase immer wieder hoch an. Viktoria hatte auf schwer zu bespielendem Boden aber den ersten Abschluss, als Christopher Theisen aus der Drehung knapp verzog (5.). Richtig brenzlig wurde es für SVB-Keeper Justin Borchardt, der erneut den erkrankten Marvin Gladrow vertrat, nach einer Viertelstunde. Im Anschluss an eine Standardsituation tauchte Jakob Lewald vor dem 17-Jährigen auf, der stark parierte. Wenig später hatte er Glück, dass Erhan Yilmaz mit einem wuchtigen Freistoß nur die Latte traf (17.).

Auf der anderen Seite drang Tobias Dombrowa nach 22 Minuten energisch in den gegnerischen Sechzehner ein, verpasste es aber, den entscheidenden Pass an den Mitspieler zu bringen – es sollte die beste Offensivaktion der Gäste während des gesamten Spiels bleiben. Bis auf Distanzschüsse von Nehrig (33.) und Christoph Menz (35.) ließ die konzentriert zu Werke gehende Nulldrei-Abwehr im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs aber auch wenig zu. Nach der Pause bröckelte das Babelsberger Bollwerk aber schnell.

Nach einer Kopfballablage von Yannis Becker hatte Pardis Fardjad-Azad aus Nahdistanz wenig Mühe, die Berliner mit 1:0 in Führung zu bringen (48.). Dabei sah die SVB-Defensive vor allem bei der lange in der Luft gewesenen Flanke von Shinji Yamada auf Becker nicht gut aus. Die Filmstädter versuchten danach zwar etwas offensiver zu agieren, konnten sich aber weiter keine klaren Chancen erarbeiten und ließen die nötige Durchschlagskraft vermissen. Auf der anderen Seite sorgte der nur wenige Minuten zuvor eingewechselte Enes Küc mit seinem dritten Saisontor für die Vorentscheidung (66.). Paul Wegener, unter Bedrängnis unnötig von Robin Müller angespielt, hatte vorher den Ball verloren. Bei einem herrlichen Distanzschuss von Falcao hatten die Gäste noch Glück, nicht das dritte Gegentor zu kassieren (75.). Borchardt war anschließend gegen Yamada zur Stelle (80.), ehe er gegen den Abschluss von Hovi zum 0:3-Endstand machtlos war (85.).

Viktoria Berlin: Sprint – Gunte, Lewald, Kapp – Yamada, Nehrig (64. Küc), Menz, Becker (77. Sucsuz) – Yilmaz (64. Falcao), Theisen – Fardjad-Azad (72. Hovi).
SV Babelsberg 03: Borchardt – Müller, Lela, Hoffmann, L. Wilton – Reimann – Rangelov (76. J. Wilton), Wegener (70. Wolf), Danko, Dombrowa – Frahn.