09. Februar 2020 / 10:17 Uhr

Nach 0:3-Niederlage in Stuttgart: Das sind Erzgebirge Aues größte Baustellen

Nach 0:3-Niederlage in Stuttgart: Das sind Erzgebirge Aues größte Baustellen

dpa
Erzgebirge Aues Winterneuzugang Jacob Rasmussen ist nach der 0:3-Niederlage beim VfB Stuttgart sichtlich bedient. 
Erzgebirge Aues Winterneuzugang Jacob Rasmussen ist nach der 0:3-Niederlage beim VfB Stuttgart sichtlich bedient.  © dpa
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Erzgebirge Aue blieb sich seiner Auswärtsschwäche auch in Stuttgart treu. Bei der 0:3-Niederlage wurden zwei weitere Schwachstellen sichtbar. Jetzt hoffen die Sachsen gegen Kiel auf den ersten Sieg 2020.

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Stuttgart/Aue. Mit 0:3 verloren, nach der Winterpause auch im dritten Spiel sieglos und noch ohne eigenen Treffer: Die Enttäuschung bei den Fußballprofis von Erzgebirge Aue hielt sich nach der Niederlage beim VfB Stuttgart dennoch in Grenzen. „Es war ein Bonusspiel für uns. Deshalb ist die Niederlage auch kein Beinbruch“, meinte Mittelfeldspieler Clemens Fandrich. „Wir haken das ab und konzentrieren uns jetzt voll auf Holstein Kiel. Die müssen wir zu Hause auf jeden Fall packen“, sagte Offensivallrounder Dimitrij Nazarov in Hinblick auf das nächste Heimspiel am Sonntag.

Die Norddeutschen werden dann wieder ein Gegner auf Augenhöhe für die Sachsen ein. Auch wenn die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster am Samstag bemüht war, dem VfB Paroli zu bieten, hatten die Auer der individuellen Klasse der Stuttgarter kaum etwas entgegenzusetzen. Daniel Didavi (34. Minute, 42.) und Mario Gomez (90.) sorgten mit ihren Toren für einen am Ende ungefährdeten Erfolg des Aufstiegskandidaten. „Das Ergebnis passt mir nicht, mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich trotzdem einverstanden. Wir haben uns teuer verkauft und eine gute Balance gefunden zwischen Abwehrverhalten und dem Mut nach vorne zu spielen“, erklärte Trainer Dirk Schuster.

Trotz der lobenden Worte wird Schuster genau wissen, wo er in den kommenden Tagen ansetzen muss, um mit seinem Team in die Erfolgsspur zurückzukehren. Zwei Dauerbaustellen konnten nach der Winterpause noch nicht geschlossen werden. Eine davon ist die chronische Auswärtsschwäche. In fremden Stadien holten die Auer bislang nur sechs Punkte, der einzige Auswärtssieg gelang am ersten Spieltag in Fürth.

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Auch das Verteidigen von gegnerischen Standards entpuppte sich in Stuttgart erneut als Schwachstelle bei den Erzgebirgern. Dem 0:1 ging ein Eckball für den VfB voraus. Auf diese Weise kassierten die Auer in dieser Saison insgesamt schon sieben Gegentore. Außenverteidiger Dennis Kempe war im Strafraum weggerutscht, so dass Nathaniel Philipps per Kopf für Didavi servieren konnte. Aus Nahdistanz hatte der Stuttgarter keine Mühe, den Ball im Auer Tor unterzubringen. „Das war brutal bitter, denn in der ersten halben Stunde waren wir richtig gut im Spiel. Ich habe den VfB bis dahin selten so einfallslos in einem Heimspiel gesehen“, sagte Nazarov.

Didavi erhöhte kurz vor der Pause nach einem lehrbuchreifen Konter des VfB auf 2:0, in der Schlussminute machte Gomez alles klar. Dazwischen versuchten die Sachsen vergeblich den Anschlusstreffer zu erzielen. Dabei wurde eine dritte Auer Schwäche in diesem Kalenderjahr sichtbar: die Chancenverwertung. Der eingewechselte Pascal Testroet hätte die Partie in der 77. Minute noch einmal spannend machen können. Nach Vorlage von Florian Krüger brachte der Stürmer den Ball aus zentraler Position nicht im VfB-Tor unter. „Ich hätte gerne gesehen, was in den Schlussminuten hier los gewesen wäre, wenn wir da das Tor gemacht hätten“, sagte Schuster.

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