08. April 2017 / 18:37 Uhr

Nach 0:3 noch 3:3 – Verrücktes Spiel am Cottaweg

Nach 0:3 noch 3:3 – Verrücktes Spiel am Cottaweg

Stephan Wille
SPORTBUZZER-Nutzer
Die A-Junioren von RB Leipzig erkämpften gegen den Hamburger SV, trotz 0:3-Rückstand, noch ein Unentschieden. USER-BEITRAG
Die A-Junioren von RB Leipzig erkämpften gegen den Hamburger SV, trotz 0:3-Rückstand, noch ein Unentschieden. © Dirk Knofe
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In einer starken Schlussphase drehte die Mannschaft von Achim Beierlorzer ein 0:3 Rückstand und verteidigte somit Platz 3. Die RB U19 trennte sich vom Hamburger SV am Ende leistungsgerecht 3:3-Unentschieden.  

Leipzig. Topspiel am 23. Spieltag in der A-Junioren Bundesliga Nordost. Die Roten Bullen, aktuell Tabellendritter, empfingen zum vorletzten Heimspiel der laufenden Saison die formstarken Hamburger, die einen Zähler weniger aufwiesen. Der HSV ist seit fünf Spielen ohne Niederlage und gewann vor zwei Wochen bei Ligaprimus Hertha BSC Berlin mit 2:1. Die U19 wartet dagegen seit vier Spielen auf einen Sieg.

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Das Spiel ging intensiv los und beide Mannschaften schenkten sich in den Zweikämpfen nichts. Die erste gute Torchance des Spiels hatte die Mannschaft von Achim Beierlorzer. Nach toller Vorarbeit von Ermedin Demirovic verpasste Diawusie mit einem Schuss aus rund zwölf Metern die Führung. Der HSV war aber vor allem das effizientere und entschlossenere Team in der ersten Halbzeit. Die Gäste nutzten zwei individuelle Fehler der Bullen aus und lagen bereits nach 30. Minuten mit 2:0 vorn.

A-Junioren Bundesliga RB Leipzig - Hamburger SV (3-3) (Dirk Knofe) (2) Zur Galerie
A-Junioren Bundesliga RB Leipzig - Hamburger SV (3-3) (Dirk Knofe) (2) © Dirk Knofe

In der 25. Minute bekommt RB Torwart Valentino Jovic einen langen Ball nach einer Standardsituation nicht unter Kontrolle, der beim Fangen vom eigenen Mitspieler gestört wurde, und Stephan Kofi Ambrosius nutzte die Gelegenheit und schob zur Führung ein. Nur vier Minuten später leistete sich Lukas Schelenz einen Black-out. Die RB Defensive spielte sich den Ball mehrmals unnötig quer und plötzlich landete der Pass vor den Füßen von Julian Ulbricht, der sich bedankte und allein vor Jovic sicher verwandelte. Die U19 war nach dem Rückstand wie gelähmt und der HSV hätte bis zur Pause durchaus höher führen können. Direkt nach der Pause (53. Min.) der nächste Nackenschlag für die Roten Bullen. Die RB-Defensive bekommt den Ball aus der Gefahrenzone nicht geklärt, Aaron Opoku flankt von der linken Seite flach in den Strafraum und Jann-Fiete Arp verwandelt ungestört zum 0:3.

Ab der 60. Minute war ein Aufbäumen bei RB deutlich erkennbar. Mit einer Doppelchance verpasst zunächst Przemyslaw Placheta mit seinem Schuss aus circa 20 Metern den Anschlusstreffer, auch konnte Agyemang Diawusie den Nachschuss aus rund acht Metern nicht unterbringen. Der Sohn von HSV-Legende Richard Golz zeigte dabei tolle Paraden. In der 71. Spielminute sollte aber bei der U19 der Knoten platzen. Demirovic setzte sich im Strafraum im 1:1 gut durch und sein Drehschuss aus circa zehn Metern ließ Golz keine Chance. Das Spiel ging von dem Zeitpunkt nur in eine Richtung, nämlich auf das Tor des Hamburger SV.

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In der 78. Minute wurde der starke Diawusie im Strafraum gelegt und Schiedsrichter Tobias Hagemann entschied folgerichtig auf Strafstoß. Kapitän Demirovic schnappte sich den Ball, drosch aber die Kugel über das Tor. RB steckte trotz des verschossenen Elfmeters nicht auf und belohnte sich in der 83. Minute mit dem Anschlusstreffer zum 2:3. Nach einer Freistoßflanke von der rechten Seite stieg Lukas Schelenz am höchsten, wuchtete den Ball per Kopf direkt unter die Latte des HSV-Gehäuses und machte das Spiel noch mal richtig spannend. Quasi mit dem Schlusspfiff belohnte sich der Nachwuchs der Bullen für eine tolle Moral mit dem Ausgleich. Wieder war es Diawusie, der bis zur Grundlinie durchdrang und dessen Rückpass Innenverteidiger Julian Chabot fand, der wiederum mit einem wuchtigen Linkschuss den 3:3-Endstand markierte.

RB-Trainer Achim Beierlorzer nach dem Spiel: „Das war heute eines unserer schlechtesten Spiele. Das Spiel hat uns mit zwei individuellen Fehlern brutal aus dem Konzept gebracht. Die Reaktion hat mir darauf überhaupt nicht gefallen und wir haben in der Halbzeit deutliche Worte gefunden. Mit der Meisterschaft dürfen wir mit so einer Leistung nichts zu tun haben. Aber man sieht auch, wenn die Einstellung stimmt, dass am Ende auch noch so ein Ergebnis herauskommen kann.“

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