09. Mai 2021 / 17:10 Uhr

Nach 1:0-Führung: Luckenwalde unterliegt mit 1:3 bei Union Fürstenwalde

Nach 1:0-Führung: Luckenwalde unterliegt mit 1:3 bei Union Fürstenwalde

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Christian Flath (r.) erzielt das 1:0 für den FSV 63 Luckenwalde im Pokal-Halbfinale bei Union Fürstenwalde.
Christian Flath (r.) erzielt das 1:0 für den FSV 63 Luckenwalde im Pokal-Halbfinale bei Union Fürstenwalde. © Oliver Schwandt
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AOK-Landespokal: Der FSV 63 Luckenwalde scheitert erneut an Union Fürstenwalde und verpasst den Schritt ins Finale im eigenen Stadion.

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Die Regionalligafußballer des FSV 63 Luckenwalde sind auch in diesem Jahr nur Zuschauer beim Endspiel um den AOK-Landespokal im heimischen Seeleninder-Stadion. Am Sonntagnachmittag scheiterten sie erneut in der Vorschlussrunde des Wettbewerbs. Sie verloren ihre Halbfinalpartie bei Union Fürstenwalde mit 3:1 (0:1). Entsprechend groß ist die Enttäuschung in den Luckenwalder Reihen, denn eine dritte Niederlage in zehn Monaten gegen die Elf des scheidenden Union-Trainers Matthias Mauksch war von den TF-Kreisstädtern nicht eingeplant.

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"Wir sind selber dafür verantwortlich", so FSV-Coach Steve Müller in einer ersten Analyse, "weil wir nicht das umgesetzt haben, was wir eigentlich wollten. Das hat sicherlich viele Gründe. Fürstenwalde ist aus meiner Sicht am Ende der etwas leicht verdiente Sieger. Dennoch, unsere Jungs haben alles rausgehauen. Wir werden im nächsten Jahr einen neuen Anlauf nehmen." Wie es nach dem so nicht unbedingt erwarteten Pokalaus bis zum Start in die neue Saison für die Luckenwalder Regionalligafußballer weiter gehen wird, soll in dieser Woche entschieden werden.

In Bildern: Der FSV 63 Luckenwalde verliert mit 1:3 bei Union Fürstenwalde.

Der FSV 63 Luckenwalde verliert nach 1:0-Pausenführung noch mit 1:3 bei Union Fürstenwalde. Zur Galerie
Der FSV 63 Luckenwalde verliert nach 1:0-Pausenführung noch mit 1:3 bei Union Fürstenwalde. © Oliver Schwandt

Die Hausherren fanden am Sonntag besser in die Partie. Luckenwalde agierte zunächst behäbig. Einen ersten Aufreger gab es nach sieben Minute, als Christian Flath einen Fürstenwalder Angreifer im letzten Moment nur auf Kosten einer Gelben Karte bremste. Der Freistoß aus 17 Metern landete in der Luckenwalder Mauer, der Nachschuss ging über das Tor. Ein Versuch aus 20 Meter von Joshua Putze flog nur wenig später über das Luckenwalder Gehäuse. Mateusz Ciapa setzte einen gefährlichen Kopfball in der 25. Minute. Nach unglücklicher Abwehr in der Luckenwalder Hintermannschaft kam Putze erneut zum Abschluss.



Mit fortschreitender Spielzeit fanden jedoch auch die Gäste besser in die Partie. Eine Doppelecke für den FSV 63 in der 27 Minute brachte noch nichts ein. Drei Minuten später ist das anders. Clemens Koplin wird in der Fürstenwalder Hälfte gefoult, Der Freistoß wurde von Daniel Becker flach an der Mauer vorbei in den Strafraum gespieltt. Der Ball kommt genau in die Beine von Christian Flath. Nach zwei, drei Schritten trifft der Luckenwalder zur zu diesem Zeitpunkt überraschenden Gästeführung (31.).

Danach sind die Luckenwalder besser im Spiel. Es ist der Beginn ihrer besten Phase in dieser Landespokal-Halbfinale. Die Gäste haben einige Möglichkeiten, um ihre Führung auszubauen. Bis zur Pause bleibt es jedoch beim knappen Vorsprung der Luckenwalder. In der Kabine schwören die Luckenwalder Trainer Steve Müller und Severin Mihm ihre Schützlinge darauf ein, besonders auf die Standards der Hausherren zu achten.

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Mit dem gehörigen Willen, den Ausgleich zu erzielen, kommen die Platzherren aus der Kabine. Union Fürstenwalde macht Druck und erarbeitete sich zu Beginn der zweiten Halbzeit große Chancen. Arlind Shoshi setzte sich erst gut durch und traf den Pfosten des Luckenwalder Tores. Nur wenig später erzielte der Union-Torjäger den 1:1-Ausgleich (57.). Vorausgegangen war ein Standard. Nach Freistoß und Kopfballablage hat Shoshi im Gästestrafraum zu viel Raum. André Thoms im Luckenwalder Tor hat keine Abwehrchance.

In der 72. Minute drehten die Hausherren die Partie. Geschichte wiederholt sich eben doch und das Unheil für die Luckenwalder nahm wieder seinen Lauf. Daniel Becker kann die Flanke nach einem Freistoß auf der rechten Außenbahn der Fürstenwalder nicht verhindern. Den gut getimten Ball köpfte Louis Böcker zum 2:1 für Fürstenwalde ein. Johann Martinez (79.) erhöhte wenig später nach Zuspiel von Putze auf 3:1. Es war die Vorentscheidung der Partie.

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In der Schlussphase scheiterte der eingewechselte Frank Rohde an der Strafraumgrenze freistehend mit einem Schuss an Union-Schlussmann David Richter, der den Ball noch um den Pfosten lenken konnte. Martinez hatte in der Nachspielzeit sogar noch das 4:1 auf dem Fuß. Es wäre das gleiche Ergebnis zwischen beiden Teams wie im Landespokal-Halbfinale des Vorjahres gewesen.

FSV Union Fürstenwalde: Richter - Wunderlich, Böcker, Weiß, Michel, Kanther (80. McLemore), Putze, Ciapa (57. Martynets), Geurts, Stagge, Shoshi (88. Rode).

FSV 63 Luckenwalde: Thoms - Hadel, Koplin, Francisco, Rankic, Becker, Borowski, Gottschick (79. Misch), Flath, Vierling, Rothenstein (72. Rohde).