16. April 2017 / 15:29 Uhr

Glückliches Remis für Dynamo Dresden gegen Fortuna Düsseldorf

Glückliches Remis für Dynamo Dresden gegen Fortuna Düsseldorf

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Dynamos Stefan Kutschke scheitert mit seinem Schuss an Düsseldorfs Torwart Michael Rensing und Julian Schauerte. Später erzielte er doch noch seinen 16. Saisontreffer.
Dynamos Stefan Kutschke scheitert mit seinem Schuss an Düsseldorfs Torwart Michael Rensing und Julian Schauerte. Später erzielte er doch noch seinen 16. Saisontreffer. © dpa
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Trainer Uwe Neuhaus spricht vom bislang schwächsten Saisonspiel der SGD

Dresden. Die Luft ist raus bei Dynamo Dresden. Am Ostersonntag hat sich das erstmals so richtig bemerkbar gemacht. Nach einer insgesamt schwachen Leistung haben die Schwarz-Gelben in ihrer Zweitliga-Heimpartie gegen Fortuna Düsseldorf beim 1:1 (0:1) einen sehr glücklichen Punkt ergattert. Vor 29297 Zuschauern im Dresdner DDV-Stadion brachte Gartner die Gäste verdient in Führung (17.), Stefan Kutschke gelang der Ausgleich zum schmeichelhaften Endstand (77.).

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Sechs Tage nach der 0:1-Niederlage in Braunschweig konnte Trainer Uwe Neuhaus auf mehr Spieler zurückgreifen als zunächst befürchtet. Immerhin standen mit dem Ex-Düsseldorfer Andreas „Lumpi“ Lambertz und Florian Ballas zwei Spieler in der Startelf, deren Einsatz noch am Karfreitag aufgrund eines in der Mannschaft grassierenden Virusinfekts sehr fraglich erschienen hatte. Auch Erich Berko, Marcos Alvarez und Patrick Wiegers meldeten sich wieder zurück und nahmen auf der Bank Platz. Die Vorzeichen waren klar: Dynamo hat als Tabellenfünfter mit acht Punkten Rückstand auf den Relegationsrang drei nur noch eine minimale theoretische Chance, ins Aufstiegsrennen einzugreifen. Düsseldorf muss dagegen noch ein paar Punkte sammeln, will man nicht noch unten reinrutschen.

Düsseldorf ist das bessere Team

Den Vorzeichen entsprechend lief auch das Spiel. Das erste deutliche Achtungszeichen setzte die Fortuna, als Kapitän Oliver Fink Dynamos Jannik Müller an der Strafraumgrenze den Ball abnahm. SGD-Torwart Marvin Schwäbe parierte stark gegen Rouwen Hennings (8.), der zuletzt ebenfalls von einem Infekt geschwächt war. Auch vier Minuten später bei Ihlas Bebous Abschluss war Schwäbe auf dem Posten. Doch mit ihrem dritten Versuch schlug die Elf von Trainer Friedhelm Funkel zu. Jannik Müller setzte sich auf den Hosenboden. Der Nutznießer war Christian Gartner, der frei vorm Dresdner Tor sich die Ecke aussuchen konnte. Florian Ballas lenkt den Ball mit seiner Grätsche an den Innenpfosten, doch von dort springt er ins Tor zum 0:1 (17.). Wenig später wäre Ayhan per Kopf nach einem Freistoß von Hennings fast das zweite Tor gelungen, doch Schwäbe riss die Arme nach oben und klärte.

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SG Dynamo Dresden - Fortuna Düsseldorf (1-1) (Dennis Hetzschold) (28) Zur Galerie
SG Dynamo Dresden - Fortuna Düsseldorf (1-1) (Dennis Hetzschold) (28) © Dennis Hetzschold

Die einzige echte Dresdner Chance in Durchgang eins ergab sich rein zufällig, als Schauerte einen Pass von Akaki Gogia unfreiwillig auf Stefan Kutschke weiterleitete, doch der Dresdner Torschütze vom Dienst ließ sich zu viel Zeit bei seinem Abschluss, Rensing klärte stark zur Ecke. Die Düsseldorfer ließen Dynamo nur wenig Raum. In der 41. Minute hatte Dynamo dann Riesenglück, als Fink bei einer üblen Schlafeinlage der Dresdner Defensive frei vor Marvin Schwäbe in Rücklage kam, den Ball nicht richtig traf und deshalb aus vier Metern Entfernung an die Latte schoss. So konnten die Schwarz-Gelben glücklich sein, zur Pause nur mit einem Tor hinten zu liegen. Denn nach vorn ging fast nichts und hinten rettete ein gut aufgelegter Marvin Schwäbe mehrfach in höchster Not.

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Glücklicher Ausgleich durch Kutschke

Im zweiten Durchgang änderte sich das Bild nicht. Nach einer reichlichen Stunde Spielzeit hatte Uwe Neuhaus genug und brachte mit Marcos Alvarez und Erich Berko frischen Wind in die Dresdner Offensive. Friedhelm Funkel tat es ihm gleich und wechselte für Rouwen Hennings Marcel Sobottka ein, der gleich in seiner ersten Szene die halbe Dresdner Defensive abhängte, seinen Abschluss aber rechts über das Tor setzte. In der 70. Minute hallte schon der Torschrei durchs Stadion, doch der Schuss von Dynamo-Abwehrchef Florian Ballas ging knapp links vorbei und prallte von der Bande gegen das Tornetz. Erneut Ballas setzte nur zwei Minuten später bei einer hohen Freistoßflanke Düsseldorfs Torwart Michael Rensing unter Druck, der den Ball auch prompt fallen ließ. Doch der blitzschnelle Abschluss von Ballas per Hacke landete nur am linken Außennetz.
Dynamo wurde nun endlich etwas stärker und belohnte sich. Kutschke legte nach weitem Pass von Niklas Kreuzer aus der eigenen Hälfte den Turbo ein, André Hoffmann konnte seinen Abschluss von halbrechts nicht verhindern. Der Ball kam scharf in die Torwartecke, Michael Rensing war an dem durchaus haltbaren Geschoss noch dran, dennoch schlug es zum 1:1 ein.

Danach probierte es Dynamo weiter nach vorn, allerdings ohne jegliche Durchschlagskraft. Gefährlich wurde es vor allem vorm eigenen Kasten. Bei einem direkten Freistoß von Ayhan hatte Schwäbe auf der Linie die Kugel erst im Nachfassen (85.), in der 87. Minute spielte Ayhan die Dresdner Defensive schwindlig, sein Torschuss jedoch war harmlos. Und in der 92. Minute hätte Bebou den Dresdnern fast den Todesstoß versetzt, doch er rutschte freistehend etwas zu spät rein.

„Das war das schwächste Saisonspiel von uns“, ärgerte sich Uwe Neuhaus. Nun werde die Mannschaft versuchen, sich noch mal zu sammeln, um die verbliebenen Partien ordentlich über die Bühne zu bringen.

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