05. Februar 2020 / 10:10 Uhr

Nach 2500 Spielen: Schiedsrichter Thomas Giesch hängt die Pfeife an den Nagel

Nach 2500 Spielen: Schiedsrichter Thomas Giesch hängt die Pfeife an den Nagel

Marcus Alert
Märkische Allgemeine Zeitung
Thomas Giesch pfeift nicht mehr.
Thomas Giesch pfeift nicht mehr. © Marcus Alert
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Kreis Havelland: Der Unparteiische vom SV Kloster Lehnin hatte seit 1976 als Referee agiert – zuletzt war er noch Chefordner, Schiedsrichterbetreuer und Fairplay-Beauftragter des SV Kloster Lehnin.

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Mit Thomas Giesch hat ein Schiedsrichter-Urgestein des Fußballkreises Havelland jetzt seine Pfeife an den berühmten Nagel gehängt. Der 57-Jährige hatte bereits Mitte Dezember 2019 seinen Rücktritt als Unparteiischer erklärt. "Es sind gesundheitliche Probleme", so der Lehniner. Wegen seiner Knie könne er einfach nicht mehr lange stehen.

In 43 Jahren pfiff Thomas Giesch annähernd 2500 Fußball-Spiele. Und das immer für einen Verein, den SV Kloster Lehnin. Mit 14 Jahren pfiff er am 14. September 1976 in Schenkenberg erstmals ein Nachwuchsspiel. Auch seinen Abschied gab er im Nachwuchs. Am 1. Dezember 2019 leitete er das D-Jugend-Pokalspiel zwischen der SG Bornim und dem FSV Basdorf. Als Schiedsrichter war er immer auf Kreisebene aktiv, als Linienrichter wurde er auch auf Landesebene angesetzt.

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Für den gelernten Obstbauer und Maler war es nicht immer leicht zu denn Spielorten zu gelangen. In den 1980er und 1990er Jahren nutzte er meist Bus oder Bahn. Danach organisierte er sich Mitfahrgelegenheiten. Meist pfiff er zwei Spiele pro Woche. Auch zwei Kreispokal-Endspiele waren darunter. Parallel fungierte Giesch bis 2010 als Nachwuchstrainer und coachte von 1995 bis 2001 die Lehniner Frauenmannschaft.

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"Ich bleibe natürlich Mitglied beim SV Kloster Lehnin", betont Thomas Giesch, der seit 2013 Invalidenrentner ist. Und er wolle ehrenamtlich weiterhin aktiv sein. Allerdings könne er eben nur noch sitzende Tätigkeiten ausführen. Zuletzt war er noch Chefordner, Schiedsrichterbetreuer und Fairplay-Beauftragter des SV Kloster Lehnin.