03. Februar 2021 / 20:19 Uhr

Nach 4:0 gegen Bochum im Viertelfinale: RB Leipzig löst Pflichtaufgabe souverän

Nach 4:0 gegen Bochum im Viertelfinale: RB Leipzig löst Pflichtaufgabe souverän

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Yussuf Poulsen freut sich mit seinen Team-Kollegen über den Treffer zum 4:0.
Yussuf Poulsen freut sich mit seinen Team-Kollegen über den Treffer zum 4:0. © Getty Images
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RB Leipzig steht im Viertelfinale des DFB-Pokals. Der Bundesliga-Zweite gibt sich gegen den VfL Bochum keine Blöße, gewinnt am Ende mehr als deutlich 4:0 (2:0). Yussuf Poulsen sorgt in der zweiten Hälfte mit einem Doppelpack für die Entscheidung.

Leipzig. Die Bayern, Bayer und diverse andere Ambitionierte sind raus, das Feld der Großen hat sich im DFB-Pokal früh ausgedünnt. Das sind gute Nachrichten für die Roten Bullen, die ihrerseits nix anbrennen lassen, den VfL Bochum aus dem Cup werfen und weiter vom Cup-Finale in Berlin träumen dürfen. Das 4:0 (2:0) ist nie gefährdet, Amadou Haidara (10.), Marcel Sabitzer (45 + 1) und Yussuf Poulsen (66./75.) besorgen die Tore des Bundesliga-Zweiten gegen den Zweitliga-Zweiten.

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Das Viertelfinale wird am Sonntag, 18.30 Uhr, in der ARD-Sportschau ausgelost. Die Spiele finden am 2. und 3. März statt. In der Liga geht es für die Roten Bullen am Sonnabend, 15.30 Uhr, auf Schalke weiter. Die haben freundlicherweise just ein neues Grün entrollt.

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum klaren 4:0-Sieg der Roten Bullen

Klarer und ungefährdeter Erfolg von RB Leipzig. Die Nagelsmann-Elf steht nach einem deutlichen 4:0-Erfolg gegen den VfL Bochum im Viertelfinale des DFB-Pokals. Zur Galerie
Klarer und ungefährdeter Erfolg von RB Leipzig. Die Nagelsmann-Elf steht nach einem deutlichen 4:0-Erfolg gegen den VfL Bochum im Viertelfinale des DFB-Pokals. ©

Die Bochumer, Herzensclub von Herbert Grönemeyer, nehmen in der ewigen Bundesliga-Tabelle den dreizehnten Platz ein. Seit 2010 steckt der VfL in der zweiten Liga fest, aus den Unabsteigbaren wurde die Unaufsteigbaren. Soll sich im Mai ändern. DFB-Pokal-Final-Erfahrung haben sie in Bochum. 1988 verloren sie das Endspiel gegen Frankfurt 0:1, ein Freistoßtor von Lajos Detari entschied die Partie. RB gewann alle bisherigen vier Zweitliga-Spiele gegen Bochum.

Rein in die Red-Bull-Arena. RB mit fünf Veränderungen gegenüber dem 1:0 gegen Leverkusen. Willi Orban, Marcel Halstenberg, Amadou Haidara, Lazar Samardzic und Yussuf Poulsen rotieren rein, Dayot Upamecano, Nordi Mukiele, Kevin Kampl, Dani Olmo und Alexander Sörloth raus. Die von Julian Nagelsmann belobigten Bochumer Robert Zulj („außergewöhnliche Fähigkeiten“) und Simon Zoller („D-Zug“) erleben den Anpfiff auf der Bank. Gilt auch für Maxim Leitsch, der mit 35,3 km/h der schnellste Spieler im Unterhaus ist.

Gerne genommen bei K.o.-Spielen gegen Außenseiter, die ihre Außenseiter-Chance wittern und möglichst lang ein Nullnull zu halten gedenken: ein frühes, wegweisendes Törchen. Das wird RB in der zehnten Minute zuteil. Marcel Sabitzer fängt einen Bochumer Pass ab, hebt den Kopf, wartet einen Moment und flankt den Ball in den Lauf von Amadou Haidara. Flugkopfball, 1:0, beruhigendes. RB lässt Ball und Gegner laufen, verliebt sich ins eigene Tun, wird fahrig und kassiert in der 24. Minute um eine Fußspitze das 1:1. Die fehlt Milos Pantovic nach Flanke von Ganvoula Mboussy zum Ausgleich der Blauen bei den Roten. Die Überlegenheit der Gastgeber wird von frecher werdenden Gästen und böigen Winden verweht. RB hat keinen Tiefgang mehr und Probleme mit der Präzision im torgefährlichen Bereich. Als alles auf ein einigermaßen schales 1:0 zur Pause hinweist, raffen sich die Nagelsmänner zur zweiten unwiderstehlichen Szene auf. Samardzic schickt Christopher Nkunku, der von Keeper Patrick Drewes gelegt wird. Kapitän Sabitzer verwandelt den unverhandelbaren Elfmeter zum 2:0 (45 + 1). Halbzeit, RB glänzt nicht, führt aber 2:0.

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Wiederbeginn. Mit Hee Chan Hwang für Samardzic. Der Südkoreaner hat auch gleich das 3:0 auf dem Fuß, umkurvt Torhüter Drewes und verfehlt knapp. Das Bochumer Dilemma: Wenn wir mit allem, was wir haben angreifen, schaffen wir entweder den Anschluss oder bekommen die Hütte voll. Sie entscheiden sich für ein Mittelding, greifen etwas früher an, ohne die Deckung vollends zu entblößen. Die RB-Profis schauen sich das Ganze an, begnügen sich zunächst mit Besitzstandswahrung und schlagen dann zu. Hwang erobert den ball, der eingewechselte Dani Olmo setzt Poulsen ein, 3:0 (66.). Käse gerollt und gegessen. Poulsen 4:0 nach Angelino-Freistoß bindet ein Schleifchen um den Mittwoch Abend. Von einem Pokalfight war diese Nummer weit entfernt. Übrigens: Die Werktätigen des VfL Bochum kamen und gingen mit dem Bus. Fliegen war nicht. Zu teuer.