09. September 2019 / 21:11 Uhr

Nach Abbrüchen in Neindorf und Tülau: Jetzt sind die Sportgerichte dran

Nach Abbrüchen in Neindorf und Tülau: Jetzt sind die Sportgerichte dran

Jürgen Braun und Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
WEG_4773
Abbruch nach Verletzung: In der Vorsaison erwischte es die Partie zwischen Knesebeck und Triangel in der Kreisliga Gifhorn. © Cagla Canidar
Anzeige

Gleich zwei Spielabbrüche gab es   am Wochenende in den Fußball-Kreisen Wolfsburg und Gifhorn. Jeweils entsprangen die Gründe dem Spiel, jeweils waren sie unschön, wenn auch auf unterschiedliche Art.

Anzeige
Anzeige

In der Kreisliga Wolfsburg wurde die Partie zwischen der FSG Neindorf/Almke und dem TV Jahn Wolfsburg nicht bis zum Ende, sondern nur bis zur 89. Minute ausgetragen. Dann brach der Schiedsrichter die Partie ab. Er fühlte sich bedroht. Gianni Sciaraffia, der knapp 20 Minuten zuvor des Feldes verwiesen worden war und sich wieder zu den Zuschauern gesellt haben soll, sowie „zwei, drei andere“ aus dem Publikum sollen beteiligt gewesen sein. Das zumindest war die Information, die Bernd Hartwig, Spielausschussvorsitzende des NFV-Kreises Wolfsburg, nach einem Gespräch mit dem Unparteiischen, der ihn informiert hatte, bekommen hatte.

Gingen die Gründe für den Spielabbruch eindeutig von Jahn-Seite aus, würde eine Spielwertung für die FSG erfolgen – so die Regularien. Allerdings: Erst muss der Bericht des Schiedsrichters bei Hartwig eintreffen. Der leitet ihn weiter. Danach entscheide das Sportgericht über den Fall. Das werde einige Wochen dauern.

Der TSV Wolfsburg (blaue Trikots) bezwang die FSG Neindorf/Almke mit 6:1.

Der TSV Wolfsburg (blaue Trikots) bezwang die FSG Neindorf/Almke mit 6:1. Zur Galerie
Der TSV Wolfsburg (blaue Trikots) bezwang die FSG Neindorf/Almke mit 6:1. © Tim Schulze
Anzeige

Jahn-Coach Christian Gebert sagte, er habe von Beleidigungen oder Bedrohungen nichts mitbekommen. Auch FSG-Coach Marcel Schoolmann konnte nichts Genaues sagen. Die Trainerbänke stehen auf der gegenüberliegenden Seite der Zuschauer.

 Auch im Kreis Gifhorn wurde am Sonntag eine Partie abgebrochen – allerdings aus einem anderen Grund: In der 1. Kreisklasse 1 stand es beim Duell des SV Tülau/Voitze mit dem TuS Ehra-Lessien 1:1, als Ehras Nils Berg kurz nach der Pause nach einem Zweikampf liegenblieb und sich offensichtlich schwer verletzt hatte: Notarzt und Krankenwagen wurden gerufen, der Verdacht auf Schien- und Wadenbeinbruch bestätigte sich noch auf dem Platz. „Die Unterbrechung war zu lang, um wieder anzupfeifen, außerdem war die Situation viel zu emotional“, erklärt Ehras Spartenleiter Thomas Feibig.

Mehr zum Fußball in Wolfsburg und Gifhorn

Berg wurde nach Wolfsburg ins Krankenhaus gebracht. „Er wurde noch am Sonntagabend operiert“, so Feibig. „Er wird einige Monate ausfallen.“ Was das Spiel angeht, „warten wir ab, was entschieden wird“, sagt Feibig. „Ich denke, es wird wiederholt.“

So war es bereits in der vergangenen Saison bei zwei Partien im Oktober 2018 passiert: Das Kreisliga-Spiel des VfL Knesebeck gegen den SV Triangel wurde wegen eines Beinbruchs bei VfL-Keeper Felix Garms abgebrochen. Tülau hatte damals den TSV Grußendorf zu Gast, nachdem sich Grußendorfs Sören Gentemann und Jan-Christoph Müller jeweils Platzwunden zugezogen hatten, wurde ebenfalls nicht zu Ende gespielt. In beiden Fällen wurden die Partien jeweils neu angesetzt.

ANZEIGE: 50% auf dein Spieler-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Wolfsburg/Gifhorn
Sport aus aller Welt