11. Mai 2021 / 11:59 Uhr

Nach Absage im vergangenen Jahr: Thüringen-Rundfahrt 2021 auf Spenden angewiesen

Nach Absage im vergangenen Jahr: Thüringen-Rundfahrt 2021 auf Spenden angewiesen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Damit in diesem Jahr die Internationale LOTTO Thüringen Ladies Tour stattfinden kann, müssen einige Zusatzkosten gedeckelt werden.
Damit in diesem Jahr die Internationale LOTTO Thüringen Ladies Tour stattfinden kann, müssen einige Zusatzkosten gedeckelt werden. © Mario Jahn
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Corona-Tests, separate Übernachtungen, Absperrungen und vieles mehr: Die Mehrkosten für die Internationale LOTTO Thüringen Ladies Tour sollen mit Hilfe einer Crowdfunding-Aktion abgefangen werden.

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Schmölln. Mit einer weitgefächerten Crowdfunding-Aktion wirbt Veranstalterin und Organisatorin Vera Hohlfeld um Unterstützung für die diesjährige Internationale LOTTO Thüringen Ladies Tour. Die Tour musste im vergangenen Jahr kurzfristig abgesagt werden und soll in diesem Jahr unter coronakonformen Maßgaben stattfinden, die allerdings zusätzlich finanziert werden müssen. Beginn der Tour ist am 25. Mai 2021 in Schmölln, die letzte Etappe steigt am 30. Mai in Gotha.

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Die Tour ist nicht nur ein traditionelles Aushängeschild für den Freistaat Thüringen, sondern inzwischen deutschland- und weltweit. Das Rennen ist für die Weltelite des Frauenradsports einer der wichtigsten Eckpfeiler vor den Olympischen Spielen und das erste lange Etappenrennen in diesem Jahr. Es ist gleichzeitig das weltweit größte Damen-Etappenrennen im Mai und zählt zu den drei längsten Rundfahrten überhaupt. Jahr für Jahr sind Weltklasseathletinnen sowie Sportfans bei dabei. Ein Fokus der gesamten Sportwelt und wird auf dieses Event gerichtet sein – besonders wegen seiner Signalwirkung in diesen Zeiten.

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Die Absage der Tour im Jahr 2020 traf alle wie ein Schlag. „Wir wollen in wirklich schweren Zeiten, in denen große Sport-Events kaum möglich sind, ein Zeichen setzen und ein positives Signal an die ganze Welt senden und bitten als große ‚Rundfahrt-Familie‘ um Unterstützung. Die Tour soll auf jeden Fall stattfinden“, zeigt sich Vera Hohlfeld fest überzeugt. Sie setzt dabei auf akribische Planung und ein großes Team ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer sowie die zugesagte Absicherung durch die Polizei. Die Tour selbst kann jedoch nur dann stattfinden, wenn die pandemiebedingten Vorgaben, wie Corona-Tests, separate Übernachtungen, Absperrungen, das Hygienekonzept und das Personal zu dessen Umsetzung gewährleistet und finanziert werden können. Kosten: rund 35.000 Euro.

„Wir glauben, Sport ist gerade jetzt wichtig. Deshalb wollen wir Botschafter für Thüringen in der Welt sein und dieses besondere Signal senden, dass es mit der richtigen Planung und gegenseitiger Hilfe weitergeht. Das betrifft nicht nur den Radsport“, betont Hohlfeld abschließend.