07. Oktober 2019 / 21:07 Uhr

Nach Alptraum-Start: MSV Pampow biegt 0:2-Rückstand in Sieg um

Nach Alptraum-Start: MSV Pampow biegt 0:2-Rückstand in Sieg um

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Kommen derzeit nicht aus dem Jubeln heraus: Die Kicker des MSV Pampow, die hier Doppeltorschütze Fabio Manuel Dias (4.v.l.) feiern.
Kommen derzeit nicht aus dem Jubeln heraus: Die Kicker des MSV Pampow, die hier Doppeltorschütze Fabio Manuel Dias (4.v.l.) feiern. © Danilo Thienelt
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Der Oberliga-Aufsteiger verliert in der Anfangsphase Torhüter Ronny Losereit mit der Roten Karte und muss zwei Gegentreffer hinnehmen. Dank großer Moral setzen sich die Pampower noch mit 3:2 gegen den Brandenburger SC Süd durch.

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Einen schlechteren Start in ein Spiel als ihn am Sonnabend der MSV Pampow erlebt hat, könnte es im Fußball kaum geben. Der Aufsteiger lag im Heimspiel gegen den Brandenburger SC Süd (14. Platz/5 Punkte) nach der Anfangsviertelstunde bereits mit 0:2 hinten und musste eine Rote Karte gegen Torhüter Ronny Losreit.hinnehmen. Trotz Rückstand und einem Mann weniger drehten die Westmecklenburger noch die Begegnung in der NOFV-Oberliga Nord und siegten mit 3:2 (2:2). Ein Wahnsinn, den auch MSV-Coach Ronny Stamer mächtig mitgerissen hatte. „Nach diesem denkbar ungünstigen Auftakt in die Partie denkst du eigentlich schon, das Ding ist durch. Aber die Mannschaft hat eine tolle Moral gezeigt und sich aufgrund einer geschlossenen Auftritts den Erfolg verdient."

MSV ohne Kapitän und Torjäger

Dass der MSV Pampow über große Comebackqualitäten verfügt, bewies er schon vor einer Woche beim 1:1 gegen den SC Staaken. Ebenfalls in Unterzahl (Mathias Reis sah Rot) retteten die grünen Piraten durch den späten Ausgleich von Johannes Ernst einen Punkt.

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Mit Torjäger Ernst (5. Gelbe Karte) und Kapitän Reis (Rotsperre) fehlten zwei gestandene Kräfte gegen den BSC Süd. Dafür kam Youngster Justin Liam Hoffmann zu seinem Startelfdebüt in der Abwehr. Der Einstieg in die Partie verlief für das MSV-Eigengewächs denkbar schlecht mit dem früheren 0:1 von Brandenburgs Ricky Djan-Okai (4.). Zehn Minuten später rutschte Pampows Keeper Ronny Losereit bei einem Rettungsversuch im eigenen Strafraum weg und traf danach unglücklich Djan-Okai. Es gab Elfmeter und die Rote Karte für den Schlussmann. Ersaztorhüter Christian Maaske für Offensivmann Il-Kwon Park in die Partie. Danach verwandelte Ugurcan Yilmaz den Strafstoß zum 2:0 für die Gäste.

Dias mit Doppelpack vor der Pause

Mit einer Jetzt-erst-recht-Einstellung wollten die Pampower 75 Minuten in Unterzahl das Spiel noch umbiegen. Mit der ersten gefährlichen Angriffsaktion verkürzte der MSV in der 27. Minute durch Fabio Manuel Dias auf 1:2. Der Neuzugang, der vom VfB Homburg (Regionalliga West) gekommen war, legte kurz vor dem Kabinengang sogar das 2:2 nach.

Im zweiten Durchgang zogen sich die Hausherren etwas zurück und lauerten auf Fehler der Brandenburger. In der 54. Minute tat der BSC dem MSV auch den Gefallen. Marvin Runge brachte das Spielgerät nach einem langen Pass zum 3:2 im Tor unter. Die Pampower mussten daraufhin noch einige brenzlige Situationen überstehen. Allerdings brannte nicht mehr viel an, erst recht nicht, nachdem sich die BSC-Kicker durch die Gelb-Rote Karte gegen Lukas Kohlmann (85.) selbst schwächten.

Pampows Coach Stamer freut sich über viele Alternativen

„Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie auch enorm wichtige Spieler wie Mathias Reis und Johannes Ernst ersetzen kann. Wir haben im Kader sehr viele Alternativen, was mich als Trainer sehr froh macht", äußerte sich Ronny Stamer nach dem fünften ungeschlagenen Spiel (vier Siege, ein Remis) in Folge.

Durch den Erfolg festigten die Pampower (jetzt 13 Punkte) den sechsten Tabellenrang. Den Abstand zum ersten Abstiegsplatz vergrößerte sich auf acht Zähler. Am kommenden Wochenende hat der MSV spielfrei. Weiter geht's am 19. Oktober um 13 Uhr mit dem Auswärtsspiel bei Blau-Weiß Berlin.

MSV Pampow: Losereit – Drews, Looks, Hoffmann – Labrenz, Dudiev – Runge, Park (14. Maaske), Pataman – Cruz (76. Schnabl), Dias (87. Müller).
Tore: 0:1 Djan Okai (4.), 0:2 Yilmaz (15./Foulelfmeter); 1:2, 2:2 Dias (27.,42.); 3:2 Runge (54.).
Schiedsrichter: Denis Waegert.
Zuschauer: 244.

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