07. Juli 2018 / 20:30 Uhr

Nach Ausraster: Zverev in Wimbledon ausgeschieden – Kerber weiter

Nach Ausraster: Zverev in Wimbledon ausgeschieden – Kerber weiter

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Alexander Zverev ist in Wimbledon schon raus – anders als Angelique Kerber, die sich souverän gegen Naomi Osaka durchsetzte.
Alexander Zverev ist in Wimbledon schon raus – anders als Angelique Kerber, die sich souverän gegen Naomi Osaka durchsetzte. © epa/Shutterstock
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Ist das bitter: Tennis-Hoffnung Alexander Zverev ist in Wimbledon bereits in der dritten Runde ausgeschieden. Während des Matches griff er einen Linienrichter verbal an. Angelique Kerber hat es dagegen wie Julia Görges ins Achtelfinale geschafft.

Alexander Zverev hat überraschend das Achtelfinale von Wimbledon verpasst. Der 21-jährige Hamburger unterlag am Samstag dem Letten Ernests Gulbis 6:7 (2:7), 6:4, 7:5, 3:6, 0:6 und musste damit rund einen Monat nach dem Erreichen des Viertelfinales bei den French Open eine Enttäuschung hinnehmen. Zverev blieb damit beim Rasen-Tennisturnier in London hinter seiner Leistung aus dem Vorjahr zurück, als er das Achtelfinale erreicht hatte.

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Zverev rastet aus

Im dritten Satz sorgte Zverev für einen Eklat. Er griff einen Linienrichter auf dem Court Nummer eins, dem zweitgrößten auf der Anlage in London, verbal an: „Seit wann kann ein Linienrichter eine Verwarnung aussprechen? Der will sich hier auf einem großen Court in Wimbledon nur wichtig machen. Ich werde mir sein Gesicht merken“, schimpfte er in Richtung des Stuhlschiedsrichters Carlos Ramos.

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Zuvor hatte er sich immer wieder mit dem Mann an der Grundlinie beharkt. Immer wieder musste der Deutsche den Videobeweis, eine sogenannte Challenge, bemühen, um einen Fehler des Linienrichters zu korrigieren. Für seine Reaktion bekam Zverev von Sky-Kommentator Marcel Meinert allerdings einen ordentlichen Rüffel: „Bei allem Respekt für Alexander Zverev: Das ist unter aller Kanone.“

Kerber souverän – und mit großen Chancen

In einer Wimbledon-Auflage voller Überraschungen hat Angelique Kerber dagegen ihre dritte Aufgabe ohne Zittern gelöst und spielt um den Einzug ins Viertelfinale. Mit ihrer besten Turnierleistung ließ die Finalistin von 2016 der Japanerin Naomi Osaka am Samstag keine Chance. Nach einem überzeugenden 6:2, 6:4 in nur 63 Minuten stand die 30-jährige Kielerin als zweite deutsche Achtelfinalistin neben Julia Görges fest.

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Alexander Zverev erlebte schon eine ereignisreiche Karriere. Der SPORTBUZZER zeichnet seine bisherige Laufbahn in Bildern nach. ©

Lachend schickte Kerber ihre gewohnten Kusshändchen ans Publikum und schrieb anschließend noch fleißig Autogramme. „Ich habe es genossen, auf dem Centre-Court zu spielen. Es ist immer magisch hier“, sagte sie. „Ich habe versucht, aggressiv zu spielen. Ich versuche, mich nur auf mich zu konzentrieren und immer besser und besser zu spielen.“

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Mit all den unerwarteten Ergebnissen scheint in diesem Jahr in Wimbledon bei den Damen vieles möglich. Die Nummer eins der Welt und French-Open-Gewinnerin, Simona Halep, schied in der dritten Runde aus. Titelverteidigerin Garbiñe Muguruza verschwand gar nach dem zweiten Spiel aus dem Tableau. Nur die Tschechin Karolina Pliskova taucht von den ersten zehn der Setzliste im Achtelfinale auf. Kerber ist auf einmal die nach der Rangliste zweitbeste im Feld verbliebene Spielerin. „Natürlich kriegt man das mit“, sagte Kerber. „Aber ich gehe meinen Weg, ich versuche nicht so links oder rechts zu schauen.“