02. März 2018 / 12:22 Uhr

Aussprache mit der Mannschaft: Fans des VfL Wolfsburg planen keine Protest-Aktionen mehr

Aussprache mit der Mannschaft: Fans des VfL Wolfsburg planen keine Protest-Aktionen mehr

Pascal Mäkelburg
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Die Verhinderung eines Abstieges hat höchste Priorität: Die VfL-Fans wollen ihre Truppe uneingeschränkt unterstützen.
"Die Verhinderung eines Abstieges hat höchste Priorität": Die VfL-Fans wollen ihre Truppe uneingeschränkt unterstützen.
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Vor dem vergangenen Heimspiel gegen den FC Bayern boykottierten Teile der VfL-Fans noch 19:45 Minuten den Support der Mannschaft. Ein Protest gegen die anhaltend schwachen und blutleeren Auftritte des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten. Das Profi-Team und die Anhänger näherten sich nun aber wieder an. Am Donnerstag gab es eine Aussprache zwischen Fans und Mannschaftsrat. Auf geplante Aktionen, wie den Boykott gegen Bayern, wollen die Anhänger vorerst verzichten - das geht aus einem Aufruf der Supporters Wolfsburg hervor.

In dem Schreiben des Fan-Dachverbandes heißt es, dass "eine Trennung von der sportlichen Situation und unserer strukturellen Kritik wichtig ist. Die
 Verhinderung eines Abstieges hat dabei höchste Priorität." Allerdings dürfe die "strukturelle Kritik dabei nicht hintenangestellt oder vernachlässigt werden", schrieben die Supporters. Außerdem geht aus dem Aufruf hervor, dass diese Kritik hauptsächlich dem Aufsichtsrat gilt, "welcher unserer Ansicht nach seine Aufsichtspflicht versäumt hat und daher die maßgebliche Verantwortung für die Versäumnisse der letzten Jahre trägt". Die Führungsetage des Vereins um Sportdirektor Olaf Rebbe ist "daher nur zweiter Adressat dieser Kritik".

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Die Spieler des VfL Wolfsburg gegen Mainz 05 in der Einzelkritik:

Koen Casteels: Der Torhüter war der erneut sichere Rückhalt beim VfL. In der ersten Halbzeit parierte er zunächst stark mit dem Fuß gegen Quaison. Beim Ausgleichstreffer kurz vor der Pause war der Belgier machtlos. - Note: 3 Zur Galerie
Koen Casteels: Der Torhüter war der erneut sichere Rückhalt beim VfL. In der ersten Halbzeit parierte er zunächst stark mit dem Fuß gegen Quaison. Beim Ausgleichstreffer kurz vor der Pause war der Belgier machtlos. - Note: 3 ©

Doch die Interessenvertretung der Fans appelliert zu uneingeschränkter Unterstützung im Abstiegskampf. Geplante Aktionen, wie den Boykott, soll es vorerst nicht mehr geben: "In der Anhängerschaft herrsche der Wunsch danach, keine vorausgeplante Fahrweise bis zum Saisonende einzuschlagen, sondern  mehr Spiel- und Leistungsabhängig zu reagieren."

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Für VfL-Coach Bruno Labbadia ist es "natürlich schöner, wenn man ins eigene Stadion kommt und es herrscht gute Stimmung." Aber: "Wir sind zurzeit nicht in der Situation, Dinge zu fordern. Aber wir können Dinge beeinflussen. Und wir können die Fans mit einer ansprechenden Leistung überzeugen. Das ist unsere Aufgabe."