02. September 2021 / 08:45 Uhr

Nach bösem Foul an Rücker: Mutiger FC Eilenburg verliert gegen BAK

Nach bösem Foul an Rücker: Mutiger FC Eilenburg verliert gegen BAK

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Fussball Regionalliga Nordost; FC Eilenburg - Berliner Athletik Klub 07
FC Eilenburgs Anton Rücker musste in der 23. Minute mit einer klaffenden Wunde am Schienbein vom Feld getragen werden. © Alexander Prautzsch
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Schon nach sieben Minuten geriet der FC Eilenburg in Rückstand. Dann musste Anton Rücker nach einem üblen Foul von Internet-Star Nader El-Jindaoui unter starken Schmerzen vom Feld getragen werden. In der zweiten Halbzeit hielt Torwart Andreas Naumann das Spiel spannend und die Knaubel-Truppe wurde mutiger. Doch am Ende blieb es beim 0:1 gegen den Berliner AK.

Eilenburg. Turbulente Tage beim FC Eilenburg: Der Regionalliga-Aufsteiger bleibt auch im neunten Spiel in der vierten Liga ohne Sieg. Top-Aufstiegskandidat Berliner AK feierte im Ilburg-Stadion einen dreckigen Sieg. „Ich hätte euch den Punkt gegönnt. Sorry“, sagte BAK-Cheftrainer André Meyer nach dem Spiel fast entschuldigend. Mal wieder Blumen für den FC Eilenburg, „aber dafür können wir uns nichts kaufen“, ärgerte sich Linksverteidiger Philipp Sauer. Mal wieder keine Punkte, weiter Vorletzter – und das nach einer erneut aufopferungsvollen Leistung.

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Dabei begann alles gruselig. Die Berliner Profis, die sich an der Kiesgrube auf das Spiel eingestimmt hatten, zündeten sofort den Turbo und nutzten den zweiten guten Angriff zur Führung in der achten Minute. Eilenburg wirkte unsortiert, bekam kaum Zugriff und sah vor allem alt aus, wenn es über die Flügel ging. „Wir müssen das zweite Tor nachlegen, dann kommt der Gegner nicht zurück“, war sich Meyer sicher. BAK traf nicht und Eilenburg konterte. Dennis Kummer setzte Branden Stelmak herrlich in Szene, doch der konnte die glänzende Chance nicht nutzen und scheiterte mit einem schwachen Abschluss. Noch immer wartet der Stürmer auf sein erstes Tor in dieser Saison.

DURCHKLICKEN: FC Eilenburgs Niederlage gegen BAK

Die Eilenburger (rot) konnten den frühen Rückstand durch Abu Bakarr Kargbo – trotz einer couragierten Leistung – nicht wettmachen und verloren schließlich mit 0:1 denkbar knapp. Zur Galerie
Die Eilenburger (rot) konnten den frühen Rückstand durch Abu Bakarr Kargbo – trotz einer couragierten Leistung – nicht wettmachen und verloren schließlich mit 0:1 denkbar knapp. ©

Nach der Pause stand Teufelskerl Andreas Naumann im Brennpunkt. Vor seinem Kasten brannte es lichterloh, innerhalb weniger Sekunden retteten Pfosten und seine schier unendlich langen Arme. „Ich habe mich ein bisschen wie eine Schildkröte gefühlt“, schildert der 28-Jährige danach die Szene. Er streckte alles, was er hatte und sorgte dafür, dass das Spiel spannend blieb und seine Vorderleute immer mutiger. „Wir haben gemerkt, dass etwas geht. Das wir de, Gegner weh tun können“, so Knaubel. Weh tat es den Berliner Theatralikern des Öftern.

MRT soll Aufschluss bringen

So lautstark wurde zuletzt im Ilburg-Stadion selten geschrien. Auch das gehört zum Profigeschäft. Genauso wie die Tatsache, dass Toni Majetschak nicht pünktlich zum Spiel kam. Der Zahnchirug musste arbeiten und kam erst 30 Minuten vor dem Spiel an. Für die Startelf reichte es nicht, doch der Innenverteidiger musste nach 23 Minuten bereits auf das Feld, weil sich Anton Rücker nach einem bösen Foul von Nader El-Jindaoui früh verletzte. Mit einer klaffenden Wunde am Schienbein und starken Schmerzen wurde er vom Feld getragen.

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Ein MRT soll Aufschluss bringen. „Wir hoffen, es ist nichts Ernstes“, so Knaubel, der 30 Minuten vor Schluss Younster Lennert Möbius ins Rennen warf. Das Eigengewächs – Sohn von Vorständlerin Sandra Möbius – hätte zum Matchwinner werden können. Nach dem schönsten Spielzug des gesamten Spiels scheiterte der 18-Jährige mit einem Volleyschuss an Keeper Pascal Kühn. „Das wäre für uns so ein Schlüsselerlebnis gewesen, was wir brauchen“, trauerte Knaubel der Chance nach.

Neuer Spieler

Dennoch war seine Laune deutlich besser als zuletzt. Endlich steht er nicht mehr allein da. Als neue Co-Trainer konnte der FCE Ex-Kapitän Sebastian Heidel und Marcus Urban gewinnen. „Es tut unheimlich gut und ist eine riesengroße Entlastung“, so Knaubel, der zuletzt vom Hütchenaufbau bis zur Taktikbesprechung alles in Eigenregie lösen musste.

Einen neuen Spieler bekommt er obendrauf. Am letzten Tag der Wechselperiode verpflichtete der FCE einen weiteren blutjungen hungrigen Spieler: Ricardo Michael wechselte vom FC Schalke 04 II zurück nach Sachsen. Der Innenverteidiger wurde bei Dynamo Dresden ausgebildet, wechselte aber nach der U17 nach Gelsenkirchen. In seinem ersten Herrenjahr waren die Chancen auf viel Spielpraxis nicht die Besten, so entschied er sich für einen Wechsel, erklärte Teamchef Stephan Hofmann. Im Pokal am Samstag in Neugersdorf könnte er das erste Mal zum Einsatz kommen.

FCE: Naumann - Sauer (78. Meseberg), Dos Santos, Vogel (60. Kim), Nathe (60. Dimespyra) Rücker (23. Majetschak), Wadewitz - Kummer, Baumann, Moutsa - Stelmak (60. Möbius)

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