09. Januar 2020 / 18:04 Uhr

Nach Brand in Wittingen: Unterstützung für die Familie von FSV-Platzwart Schulz

Nach Brand in Wittingen: Unterstützung für die Familie von FSV-Platzwart Schulz

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Organisiert Hilfe nach dem Hausbrand: Der FSV Vorhop/Schönewörde.
Organisiert Hilfe nach dem Hausbrand: Der FSV Vorhop/Schönewörde. © Lea Rebuschat
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Das Jahr 2020 begann für Edward Schulz, den Platzwart des FSV Vorhop/Schönewörde, mit einer ganz schlechten Nachricht: In der Nacht zum 5. Januar war ein Haus in Wittingen ausgebrannt. Es war das Haus der 80-jährigen Mutter. Die stand plötzlich samt Schulz’ Bruder sowie dessen Familie ohne Dach über dem Kopf und ohne Hab und Gut da. Aber: Hilfe kam schnell und von mehreren Seiten – inklusive des FSV.

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„Es ist schon ein Hammer, was da kommt“, sagt Schulz. „Ich kenne jede Menge Leute, vom Fußball und auch durch die Arbeit. Mein Chef hat als Erster gespendet, und es wurde schnell eine Spendenseite bei Facebook eingerichtet – darüber hinaus haben wir sogar ein Paket mit Kleinigkeiten aus Schleswig-Holstein bekommen, ohne Absender. Da weiß man gar nicht, wie man sich bedanken soll.“

Klar, dass auch der FSV seinem Platzwart, den sich um die Anlage in Vorhop kümmert, unter die Arme greifen will. „Am Sonntag habe ich dem Verein gesagt: ’Nehmt es mir nicht übel, wenn ich mich die nächste Zeit nicht so sehr kümmern kann.’ Noch am selben Tag kamen die ersten Spenden aus dem Verein“, so Schulz. FSV-Vorsitzender Nicky Urbanitsch hatte in den FSV-Whatsapp-Gruppen gefragt, wer sich beteiligen will. „Wir haben überlegt: Wie können wir helfen? Also habe ich mir die Kontonummer besorgt und rumgefragt, wer spenden will“, erklärt Urbanitsch.

Damit nicht genug: Es wurde eine Email-Adresse eingerichtet, unter der man sich für Sachspenden melden kann. „Innerhalb von zwei Tagen sind 138 Mails gekommen“, freut sich Schulz. Der Einsatz seines Vereins freut den Platzwart sehr: „Ich finde es total toll vom FSV, eine Hand wäscht die andere. Möbel und Kleidung haben wir schon viel bekommen, es geht noch um Kleinigkeiten.“ Schließlich haben Schulz’ Mutter sowie die übrigen Bewohner des Hauses „nichts mehr, nicht mal einen Küchentisch“, so Urbanitsch.

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Aber: Die größten Sorgen sind überstanden. „Die Kripo hat bestätigt, dass ein technischer Defekt der Auslöser des Brandes war“, so Schulz. „Ich hatte erst befürchtet, dass eine Nachlässigkeit Schuld gewesen sein könnte.“ So aber zahlt die Versicherung, „daher bin ich tiefenentspannt“, so Schulz.

Noch besser: Nach dem Brand „hat sich ein Bekannter meiner Mutter gemeldet. Er hatte nur gehört, dass es in der Spörkenstraße gebrannt hat, wusste aber nicht, dass es ihr Haus war“, erzählt Schulz. „Er hat ab dem 15. Januar ein Haus frei, in dem meine Mutter, mein Bruder und seine Familie wohnen können.“

Der FSV lädt am 19. Januar zu seiner verspäteten Weihnachtsfeier mit Fans ein. Dabei soll es eine Tombola geben, bei der FSV-Fanartikel im Preis-Topf landen. „Der Erlös geht an Eddys Familie“, so Urbanitsch. Wer der Familie helfen will, kann Urbanitsch unter 0176/32527752 für die Kontonummer kontaktieren, die Email-Adresse für Sachspenden lautet wohnungsbrandwittingen@gmx.de.