21. Mai 2021 / 11:53 Uhr

Nach Brandrede von DHfK-Manager: Magdeburg und Hamburg erlauben Fans – Hoffnung in Leipzig

Nach Brandrede von DHfK-Manager: Magdeburg und Hamburg erlauben Fans – Hoffnung in Leipzig

Matthias Roth
Leipziger Volkszeitung
Arena Leipzig
Vielleicht ist auch bald wieder die Arena Leipzig gefüllt. © PICTURE POINT
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Der Appell von SC DHfK Leipzigs Manager Karsten Günther schlägt weiter Wellen. Der SC Magdeburg und der HSV Hamburg dürfen künftig wieder vor Fans spielen. In der Messestadt muss man sich aber noch etwas gedulden und hofft auf Zuschauer gegen Kiel.

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Leipzig. Die Brandrede von DHfK-Manager Karsten Günther am vergangenen Dienstag zeigt Wirkung. Allerdings zunächst außerhalb von Sachsen. Dort legen nun andere Handball-Bundesligisten vor und kündigen Spiele vor Publikum an.

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Der SC Magdeburg kann in den letzten drei Heimspielen der Saison wieder auf die Unterstützung der Fans bauen. Das Innenministerium von Sachsen-Anhalt genehmigte einen Antrag auf Zuschauerzulassung im Rahmen eines Modellprojekts. Das teilte der SCM am Freitag mit. Demnach dürfen bis zu 1500 Fans in die Getec-Arena. Voraussetzung ist, dass alle Personen negativ getestet werden und die Sieben-Tage-Inzidenz fünf Tage vor dem jeweiligen Spiel unter 100 liegt.

„Wir haben bereits im Oktober letzten Jahres mit einem überzeugenden Hygienekonzept drei Heimspiele durchführen dürfen. Diese Erfahrungen und die vorgetragenen Ergänzungen um eine Teststrategie und einer digitalen Nachverfolgbarkeit haben die Behörden bei stetig fallenden Inzidenzzahlen zu dieser Entscheidung bewegen können“, sagte Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt. Der SCM spielt noch gegen Kiel, Ludwigshafen und Wetzlar.

2000 Fans denkbar

Auch Zweitligist HSV Hamburg darf im Aufstiegskampf wieder Fans in die Halle lassen. Zunächst sind im Spiel gegen Eisenach 1000 Besucher erlaubt. Wenn alles glatt geht, werden im darauffolgenden Heimspiel gegen den ASV Hamm/Westfalen 2.000 Besucherinnen und Besucher zugelassen. Je nach Inzidenzwert und Verlauf der Veranstaltung behält sich die Gesundheitsbehörde allerdings auch vor, das Modellprojekt abzubrechen.

Günther hatte auch eine Lösung für den SC DHfK gefordert. Am Donnerstag mussten die Leipziger noch ohne Fans gegen Erlangen spielen. Neue Hoffnung besteht nun für die Partie gegen den THW Kiel am kommenden Donnerstag. Die Grün-Weißen fahren dabei zweigleisig. Sollte ihr eingereichtes Modellprojekt greifen, könnten 1000 Zuschauer die Partie gegen den Meisterkandidaten miterleben. Sogar 2000 Fans sind denkbar, wenn Sportveranstaltungen und Kulturveranstaltungen in Sachsen gleichgestellt werden. Das Sozialministerium kündigte gegenüber der LVZ ein Update der Corona-Schutzverordnung. Es soll ab Sonnabend gelten und noch im Laufe des Freitags veröffentlicht werden. Mit der neuen Regelung könnten dann möglicherweise auch in Sachsen Spiele vor Zuschauer erlaubt werden.