11. August 2021 / 15:52 Uhr

Nach Corona-Fällen im Team: So geht Fallersleben den Pokal-Auftakt in Wendschott an

Nach Corona-Fällen im Team: So geht Fallersleben den Pokal-Auftakt in Wendschott an

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Pflichtspiel-Auftakt: Für den VfB Fallersleben um Rouven Krebs (am Ball) geht es in der ersten Runde des Bezirkspokals zum WSV Wendschott. 
Pflichtspiel-Auftakt: Für den VfB Fallersleben um Rouven Krebs (am Ball) geht es in der ersten Runde des Bezirkspokals zum WSV Wendschott.  © Britta Schulze
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Für den VfB Fallersleben verlief die Saison-Vorbereitung aufgrund von mehreren Corona-Fällen innerhalb der Mannschaft alles andere als optimal. Dennoch möchten Trainer Lars Ebeling und seine Mannschaft das Duell im Bezirkspokal beim WSV Wendschott am Donnerstag (19 Uhr) nicht herschenken. Dazu präsentierte der VfB zwei Neuzugänge.

Corona-Fälle in der eigenen Mannschaft, nur ein Testspiel und Training mit einem dezimierten Kader. Die Pflichtspiel-Premiere des VfB Fallersleben im Bezirkspokal beim WSV Wendschott am Donnerstag (19 Uhr) steht unter keinem guten Stern. Dennoch werden Trainer Lars Ebeling und seine 17 zur Verfügung stehenden Spieler die Partie nicht herschenken - auch, wenn die Rollen im Vorfeld klar verteilt sind. „Beide Mannschaften gehen unter komplett unterschiedlichen Voraussetzungen ins Spiel, da ist es klar, dass man nicht von gleichen Bedingungen sprechen kann. Wendschott ist der klare Favorit, aber es wird für uns ein guter Gradmesser“, so Ebeling.

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Bei fünf VfB-Spielern hatte es vor rund zweieinhalb Wochen positive Corona-Befunde gegeben, eine Woche wurde komplett mit dem Training ausgesetzt, danach ging's mit nur sechs Feldspielern und zwei Torhütern aufs Feld. Dienstag standen erstmals wieder 18 Akteure zur Verfügung. Vor drei Wochen konnten die Fallersleber ihr einziges Spiel in der Vorbereitung absolvieren, beim TSV Brechtorf (1. Kreisklasse Gifhorn) gewann der VfB mit 4:2. Die geplanten Duelle mit dem MTV Isenbüttel, der U19 von Lupo/Martini Wolfsburg und Wendschott wurden allesamt abgesagt.

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Wendschott wird Fallersleben nicht unterschätzen

Ebeling wird am Donnerstag aber eine „passable Truppe“ gegen den WSV auf den Platz schicken können, zumindest auf den ersten Blick. Der Leistungsstand des Kaders lässt sich durch die Corona-Erkrankungen und den Trainingsrückstand auch für den VfB-Trainer nicht ganz einschätzen. „Im Training sah es schon wieder gut aus, aber bei dem einen oder anderen wird man vielleicht sehen, dass er eher an seine Grenzen kommt, als es vorher der Fall war.“ Aber: „Wir wollen uns nicht abschießen lassen und gut dagegenhalten. Egal, wie das Spiel ausgeht, ich werde keinem meiner Spieler einen Vorwurf machen.“

Auch die Wendschotter verfolgten die Umstände rund um den VfB, wie Trainer Kenny Hülsebusch erzählt. Seine Mannschaft werde aber nicht den Fehler begehen und die Gäste unterschätzen. „Auf gar keinen Fall. Fallersleben spielt in der gleichen Klasse wie wir, und ich erwarte eine Mannschaft auf Bezirksliga-Niveau.“ Dem WSV werden urlaubsbedingt rund ein Dutzend Spieler nicht zur Verfügung stehen, Hülsebusch sieht es als Chance für die Spieler, die dabei sein werden. „Es ist ein Heimspiel bei Flutlicht, zudem im Pokal und das letzte Spiel vor dem Punktspielstart. Mehr muss man da nicht sagen, alle werden heiß sein.“

Zwei Neue für Fallersleben

Bei allen negativen Begleitumständen für Fallersleben vor der Partie, einen Vorteil könnte die unzureichende Vorbereitung sogar haben. Mit nur einem Testspiel gab es fast keine Möglichkeit, sich die Spielweise des VfB mit seinen Neuzugängen Dennis Pollack, Davide Albanese und Zied Haji (alle TSG Mörse) im Vorfeld anzusehen. Und mit Matthias Raaz und Außenbahner Ignaz Gretz gibt es zwei weitere Neue.

Mit Raaz stand Ebeling schon lange in Kontakt, jetzt gelang es ihm, den Kicker vom TSV Wolfsburg zu verpflichten. „Von ihm erhoffe ich mir, dass er uns sofort weiterhelfen kann. Er ist ein sehr torgefährlicher Mittelfeldspieler“, so Ebeling. Gretz, der im Pokal nicht dabei sein wird, hatte zuletzt für den SV Calberlah gespielt. Nach einem Jahr Pause gehe es für ihn aber erst einmal darum, die nötige Fitness zurückzubekommen. Ebeling: „Er wird noch eine Zeit lang brauchen, aber ich bin mir sicher, dass auch Ignaz uns dann weiterhelfen wird.“