25. September 2021 / 12:34 Uhr

Nach coronabedingter Pause: Re-Start für den SV Altlüdersdorf

Nach coronabedingter Pause: Re-Start für den SV Altlüdersdorf

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
oertwig
Hans Owertig und der SVA erwarten an der Gasse am Sonnabend nach der coronabedingten Pause den Werderaner FC zum Re-Start..
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Brandenburgliga: Nach fünf bestätigten Corona-Fällen im Team und zwei Wochen Pause treten die Oberhaveler am 6. Spieltag gegen den Werderaner FC Viktoria an. SVA-Coach Hans Oertwig konnte bis dato aber kein reguläres Mannschaftstraining durchführen.

Es war ruhiger als sonst auf dem Sportplatz an der Gasse in Altlüdersdorf. Coronabedingt fielen in den vergangenen zwei Wochen zahlreiche Trainingseinheiten aus. Das Meisterschafts-Heimspiel in der Fußball-Brandenburgliga gegen den SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen war davon ebenso betroffen wie das Auswärtsspiel bei Union Klosterfelde. Doch seit dieser Woche steht der SVA wieder in Kleingruppen auf dem Trainingsplatz und erwartet am heutigen Sonnabend den Werderaner FC Viktoria (Anstoß 15 Uhr/Sportplatz an der Gasse) zum Duell am 6. Spieltag. „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, wie sie die ganze Thematik angegangen ist. Wir konnten bis dato aber kein normales Teamtraining absolvieren, arbeiteten immer nur im individuellen Bereich“, sagt SVA-Trainer Hans Oertwig, der selbst in Quarantäne war und diese erst durch einen negativen PCR-Test wieder beenden durfte.

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Während ein Teil der Altlüdersdorfer Mannschaft in den vergangenen Wochen zusammen mit Co-Trainer Jeffrey Maaß trainierte, setzte der Rest aus. Das war passiert: Nach dem gewonnen Pokalspiel in Buckow/Waldsieversdorf (3:2) grassierte das Coronavirus in der Mannschaft. Insgesamt fünf Spieler wurden nach Clubangaben in der Folge positiv getestet. „Für uns als Amateurverein waren die Tage nach den Befunden sehr kompliziert“, berichtet SVA-Vereinsvorsitzender Fritz Müller. „Zahlreiche Gesundheitsämter waren für die verschiedenen Spieler zuständig. Es gab keine einheitlichen Richtlinien.“

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Daher kamen die Spieler auch nur kleckerweise zurück aus der Quarantäne. Doch bei den Altlüdersdorfern will man nun nicht viel jammern, konzentriert sich lieber auf die kommende Aufgabe in der höchsten Spielklasse Brandenburgs. „Wir wollen in kleinen Schritten in die Normalität zurückkehren“, sagt Oertwig. Dabei heißt es für die Hausherren, nun aus einer zweiwöchigen Spielpause und ohne reguläres Mannschaftstraining die Partie gegen den Tabellenfünften bestreiten zu müssen. „Das wird ein Spagat für uns und die Spieler werden“, ist sich der 68-jährige Altlüdersdorfer Coach sicher.

Bis zur coronabedingten Zwangspause galt der SVA als eines der Überraschungsteams der Liga. Nach drei Partien standen sieben Zähler zu Buche. Zudem qualifizierte sich das Team aus dem Norden von Oberhavel für das Achtelfinale im Landespokal. „Wir waren im Aufwind. Da gab es jetzt auch vielleicht für die Psyche einen Knacks“, sagt Müller, während Oertwig ergänzt: „Wir hatten eine tolle Saisonphase bis dahin, waren ungeschlagen. Das hat Kräfte in der Mannschaft freigesetzt. Jetzt stellen wir uns aber gemeinsam der Herausforderung.“

Oertwig: "Ich mache mir große Sorgen"

Und die heißt im ersten Spiel Werderaner FC mit Top-Torjäger Patrick Richter, der in der laufenden Spielzeit schon wieder acht Treffer erzielte. Da wird auch die Defensive des SVA gewarnt sein. „Auch wenn wir nicht wissen, wo wir stehen, wollen wir natürlich gewinnen“, sagt der Berliner Coach, der in den Stunden vor der Partie noch an einer entsprechenden Aufstellung tüftelt. Neben der eigenen Taktik macht sich Hans Oertwig auch Gedanken um den Amateurfußball in den kommenden Monaten. „Wir haben kein Konzept wie die Profis in den ersten drei Ligen und der Herbst und die steigenden Zahlen kommen erst noch“, so der SVA-Trainer. „Ich mache mir große Sorgen.“