25. November 2019 / 19:52 Uhr

Nach dem 1:1 in Wolfsburg: Bayern-Frauen wittern die Chance in der Liga

Nach dem 1:1 in Wolfsburg: Bayern-Frauen wittern die Chance in der Liga

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Bayern-Trainer Jens Scheuer gibt das Titelrennen nach dem 1:1 in Wolfsburg noch nicht auf
Bayern-Trainer Jens Scheuer gibt das Titelrennen nach dem 1:1 in Wolfsburg noch nicht auf © Roland Hermstein
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Das 1:1 am Samstag in der Frauenfußball-Bundesliga gegen den FC Bayern war das erste Pflichtspiel der Saison, das der VfL Wolfsburg nicht gewann. Für den Gegner war der Punkt eigentlich zu wenig - aber dennoch gibt der FCB das Liga-Rennen noch lange nicht auf.

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Eine Woche nach dem 3:1-Sieg des VfL Wolfsburg im Achtelfinale des DFB-Pokals beim FC Bayern gab es im Liga-Duell am Samstag ein 1:1. An der Liga-Spitze bleibt damit alles unverändert, Titelverteidiger Wolfsburg wahrte den Vorsprung von drei Punkten auf den Zweiten Hoffenheim (am Freitag 2:2 in Frankfurt) und sechs Punkten auf den großen Rivalen Bayern.

Die Wolfsburgerinnen zeigten sich enttäuscht, dafür war bei den Münchnerinnen die Freude groß - obwohl sechs Zähler immer noch ein fast zu gewaltiger Rückstand sind. In der FCB-Kabine wurde der Punktgewinn laut gefeiert und besungen. Und von Trainer Jens Scheuer gab es eine mutige Ansage: "Platz zwei ist das ganz große Ziel. Aber wer mich kennt, der weiß, wie ich das sehe: Warum sollen wir dann nicht mehr wollen?!" Denn: "So lange die Chance besteht, wollen wir Druck ausüben." Angesichts des großen Umbruchs im Team sei er "überrascht, wie weit wir jetzt schon sind. Man hat in den zwei Spielen gesehen, dass wir uns nichtss ermauern wollen, sondern Fußball spielen. Das stimmt mich positiv." Nach der Winterpause "werden wir noch stärker zurückkommen. Aber jetzt backen wir erst mal kleine Brötchen."

Platz zwei zu erreichen wäre wichtig - denn der bedeutet die automatische Qualifikation für die Champions League in der kommenden Saison. Verpassen die Bayern dieses Ziel, könnte die Saison angesichts des Pokal-Aus und der wohl zu hohen Hürde Olympique Lyon in der nächsten CL-Runde ein kleines Desaster werden.

Frauenfußball-Bundesliga: VfL Wolfsburg - FC Bayern München

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Frauenfußball-Bundesliga: VfL Wolfsburg - FC Bayern München © Roland Hermstein
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Oder rückt der FCB dem VfL doch auf die Pelle? Wolfsburgs Kapitänin Alexandra Popp beobachtet die Situation. "Man hat schon gesehen, dass die Bayern sich im Laufe der Saison gesteigert und entwickelt haben", so die 28-Jährige, die beim Blick auf die beiden Duelle klar sagt: "Trotzdem bin ich der Meinung, dass wir immer noch um ein gutes Stück stärker sind, wenn wir unsere hundertprozentige Leistung auf den Platz bringen." Denn "eigentlich waren wir die bessere Mannschaft und hatten die besseren Chancen. Ich glaube, wenn wir das eine oder andere Mal etwas abgezockter gewesen wären, hätte wir auch das Liga-Spiel gewonnen." Auch wenn sie den VfL weiter als stärker einschätzt, lobt die Nationalspielerin: "Die Bayern entwickeln sich Jahr für Jahr weiter, was auch gut ist."

Dass sich vor der Winterpause an der Tabellenkonstellation noch etwas ändert, ist nicht unbedingt wahrscheinlich. Wolfsburg muss am Freitag bei Bayer Leverkusen ran, dann geht's zum SC Sand und gegen den MSV Duisburg. Die Bayern-Gegner sind SGS Essen (H), SC Freiburg (H) und der 1. FFC Frankfurt (A), während Hoffenheim es mit Turbine Potsdam (H), Jena (H) und Köln (A) zu tun bekommt.

Der VfL schaut erst einmal auf die Partie bei Bayern-Schreck Leverkusen (Freitag, 19.15 Uhr, live auf Eurosport). Der Underdog hatte am dritten Spieltag die Sensation geschafft und in München mit 2:1 gesiegt. Im DFB-Pokal eliminierte Leverkusen den 1. FFC Frankfurt mit 1:0. "Man weiß von den letzten Duellen, dass sie Fußball spielen können, gerade wenn sie den Raum bekommen", weiß Popp. "Wir müssen ihnen unser Spiel aufdrücken, kompakt stehen und dürfen genau diesen Raum nicht bieten." Und wenn der VfL dann auch noch mutig nach vorn spielt, "gehe ich davon aus, dass nicht so viel passieren wird. Aber trotzdem müssen wir wieder an unsere Grenzen gehen und hundert Prozent geben. Wir haben ja bereits gesehen, dass es sonst schnell mal andersrum gehen kann..."

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