28. Januar 2022 / 08:43 Uhr

Nach dem Derby ist vor dem Derby: Dresdner Eislöwen treffen auf ausgeruhte Gegner

Nach dem Derby ist vor dem Derby: Dresdner Eislöwen treffen auf ausgeruhte Gegner

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Am Freitagabend wird es zwischen den Dresdner Eislöwen und den Lausitzer Füchsen wieder heiß hergehen.
Am Freitagabend wird es zwischen den Dresdner Eislöwen und den Lausitzer Füchsen wieder heiß hergehen. © Matthias Rietschel
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Die Dresdner Eislöwen bestreiten am Freitagabend das nächste Sachsenderby in der DEL2. Die Lausitzer Füchse werden in der JOYNEXT Arena zu Gast sein, wie auch erneut 1.000 Zuschauer.

Dresden/Weißwasser. Mit vier Siegen in Folge haben die Dresdner Eislöwen die 80-Punkte-Marke geknackt und führen weiterhin die DEL2-Tabelle an. Die letzten beiden Heimspiele gegen Selb und die Eispiraten Crimmitschau, die wieder vor Zuschauern stattfinden konnten, gewannen die Schützlinge von Andreas Brockmann sogar ohne Gegentreffer. Nun geht es gleich mit dem nächsten Sachsenderby nahtlos weiter.

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Kein Spaziergang

An diesem Freitag empfangen die Elbestädter in der heimischen Arena die Lausitzer Füchse (19.30 Uhr), die eine Pause hinter sich haben. Am Sonntag gastieren die Blau-Weißen dann bei den Kassel Huskies, die ebenfalls wegen Corona die letzten Spiele absagen mussten und eine längere Pause hinter sich haben. Ob es ein Vor- oder Nachteil ist, gegen mehr oder weniger ausgeruhte Teams zu spielen, mag Andreas Brockmann nicht beurteilen. „Das wird sich herausstellen“, meint der Eislöwen-Coach gewohnt gelassen.

Was die Gäste aus Weißwasser angeht, ist er auf jeden Fall überzeugt, dass es für seine Mannschaft kein Spaziergang wird: „Es ist ein Derby, da macht die etwas längere Pause keinen Unterschied. Wir wissen auch nicht, ob sie noch den einen oder anderen Spieler aus Berlin bekommen. Auf jeden Fall ist es eine gefährliche Mannschaft, die noch um den Einzug in die Play-offs kämpft. Da werden sie alles rausschmeißen, was geht“, ist er überzeugt. Die Eislöwen können aber auf eine positive Bilanz gegen die Lausitzer verweisen, denn nur das erste Spiel im Fuchsbau ging hauchdünn nach Verlängerung verloren. Danach feierten die Blau-Weißen zwei Siege. Und auch im vierten Derby wollen die Dresdner die Oberhand behalten.

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Für Stürmer Tomas Andres wird es auch diesmal eine besondere Partie. Zwei Jahre lang trug der Deutsch-Tscheche das Trikot der Füchse und der 25-Jährige hat auch noch Kontakte nach Weißwasser. „Vor allem an die Menschen dort habe ich viele gute Erinnerungen und auch noch zu einem der Spieler. Natürlich ist das Derby für mich noch speziell und ich würde mich schon auch über ein Tor freuen. Das Wichtigste aber ist, dass wir gewinnen“, meint der aus Usti stammende Crack, der für die Eislöwen bisher schon zwölf Tore erzielte und 20 Vorlagen gab.

Neues Spielsystem

Im Fuchsbau stellt man sich unterdessen die Frage: Viel Rost oder ab die Post? Seit zehn Tagen haben die Weißwasseraner kein Spiel mehr bestritten. Die letzten drei Matches gegen Kassel, in Heilbronn und gegen Selb wurden alle abgesagt. „Ob diese Pause ein Vor- oder Nachteil für uns ist, das weiß ich erst nach den nächsten Partien. Man muss in dieser Situation immer bereit sein, zu spielen. Wir hatten jedenfalls gute Trainingseinheiten“, sagt EHC-Trainer Petteri Väkiparta, der erstmals bei einem Derby gegen Dresden an der Bande steht.

Seine Bilanz aus den bisherigen sechs Wettkämpfen, in denen er die Füchse betreute, ist eher ausgeglichen – drei Siegen mit insgesamt sieben Zählern stehen drei Niederlagen in regulärer Spielzeit gegenüber. Und vor allem die Performance beim 2:5 in Crimmitschau war alles andere als überzeugend. Dennoch glaubt der Finne seine Cracks auf einem guten Weg. In den letzten Tagen ging es neben ausreichend Erholung auch darum, das neue Spielsystem, das mit mehr eigenem Scheibenbesitz einhergehen soll, zu verinnerlichen. Und in der Breite sollten die Blau-Gelben nicht mehr so übermäßig stark vom Kanada-Block abhängig sein.

Personell muss man bei den Oberlausitzern weiter auf die Verletzten Jens Baxmann, Tim Detig und Korbinian Geibel verzichten. Da die Eisbären Berlin bereits in der Olympia-Pause sind, dürften Bennet Roßmy und Paul Reiner im Lineup stehen. Und das Torhütergespann sollen Leon Hungerecker und Tobias Ancicka, also beide Eisbären-Backups, bilden.

Mit: Sebastian Matthieu

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