27. September 2020 / 09:04 Uhr

Nach dem ersten Härtetest in Leverkusen: RB Leipzigs Trainer zieht keine Schlüsse

Nach dem ersten Härtetest in Leverkusen: RB Leipzigs Trainer zieht keine Schlüsse

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
LEVERKUSEN, GERMANY - SEPTEMBER 26: Julian Nagelsmann, Head Coach of RB Leipzig speaks with Amadou Haidara of RB Leipzig during the Bundesliga match between Bayer 04 Leverkusen and RB Leipzig at BayArena on September 26, 2020 in Leverkusen, Germany. A limited number of fans have been allowed into the stadium as COVID-19 restrictions ease. (Photo by Matthias Hangst/Getty Images)
RB Leipzigs Coach Julian Nagelsmann gibt Amadou Haidara Anweisungen. In Leverkusen hieß es am Ende 1:1-Unentschieden. © 2020 Getty Images
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Julian Nagelsmanns „drei Punkte plus“-Prinzip ist im Bundesligaduell gegen Bayer Leverkusen nicht aufgegangen. Die Partie endete – wie auch die beiden Begegnungen in der vergangenen Saison – mit einem 1:1-Unentschieden. Aber der Coach ist dennoch zufrieden. Die Punkteteilung sei auf beiden Seiten verdient.

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Leverkusen/Leipzig. Zum ersten, zum zweiten, und nun zum dritten Mal in Folge trennen sich RB Leipzig und Bayer Leverkusen mit einem 1:1-Remis. Für Bullen-Coach Nagelsmann ist das dennoch ein zufriedenstellendes Ergebnis. „Heute haben wir gegen einen deutlich stärkeren Gegner gespielt, als letzte Woche. Demnach werden wir auch einen Schritt gemacht haben, weil wir über 90 Minuten eine gute Leistung gebracht haben.“

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Ziel war es „drei Punkte plus“ zu holen. Also: Das Spiel gewinnen und mit Ausstrahlung und Präsenz auf dem Platz punkten. Die Mission ist nicht ganz geglückt, die Leistung hat nicht in jeder Minute gestimmt. Aber die Punkteteilung sei fair und verdient, findet nicht nur Nagelsmann, sondern auch Leverkusen-Trainer Peter Bosz.

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Gerechtes Remis in Leverkusen: RB Leipzig kam in einer fehlerbehafteten Partie gegen die heimische Bayer-Elf nicht über ein 1:1 hinaus. Zur Galerie
Gerechtes Remis in Leverkusen: RB Leipzig kam in einer fehlerbehafteten Partie gegen die heimische Bayer-Elf nicht über ein 1:1 hinaus. ©

Eine Einschätzung des Standes seiner Mannschaft will der 33-Jährige Leipziger Cheftrainer nach dem ersten Härtetest nicht abgeben. „Das in Prozent auszudrücken ist nicht so einfach. Das machen wir von Spiel zu Spiel, von Gegner zu Gegner.“ Es gebe immer gegen den jeweiligen Gegner eine andere Idee, einen anderen Plan. Auch die kurze Vorbereitung würde sich auf diese Einschätzung auswirken. „Wenn man international spielt, wird das Training nicht deutlich mehr. Deshalb muss man die Geduld haben, kleine Entwicklungsschritte zu gehen“, so Nagelsmann.

„Jetzt hat er eine Woche Zeit zu trainieren“

Im Pokalspiel gegen den 1. FC Nürnberg verletze sich RB Leipzigs neuer Kapitän Marcel Sabitzer, trainierte zunächst nur individuell, wurde gegen Mainz zum Bundesligaauftakt nicht eingesetzt. Das Verletzungspech setzt früh bei den Roten Bullen ein. Denn nun hat dieses Schicksal vielleicht auch Yussuf Poulsen ereilt. Nach etwa 25 Minuten Spielzeit musste RBLs Nummer 9 ausgewechselt werden. „Er hat Probleme im Adduktorenbereich, bei kleineren Bewegungen, kleinen Antritten. Eine genaue Diagnose haben wir aber nicht. Er hat sich nicht gut gefühlt, sagte, dass es bei den kleinen Schritten schmerzt. Deshalb haben wir leider reagieren müssen“, erklärt der Trainer.

Schlägt nun also die Stunde von Neuzugang Alexander Sörloth? Kann er überhaupt schon den erfahrenen und eingespielten Poulsen ersetzen, sollte dieser länger ausfallen? „Er ist neu im Team, kennt die Abläufe noch nicht“, sagt Nagelsmann. Aber: „Alle Aktionen, die er mit dem Ball gemacht hat – auch in der zweiten Halbzeit – waren gut. Er hat viele gefährliche Situationen eingeleitet, hat es ordentlich gemacht“, zeigt er sich zufrieden vom neuen Stürmer. Dennoch soll es beim nächsten Spiel besser laufen. „Jetzt hat er eine Woche Zeit zu trainieren.“ Dennoch hoffe er, dass Poulsen fit ist. Weil man als Neuzugang eben immer etwas Zeit bräuchte, um reinzukommen, so der Trainer. Und wenn Poulsen nicht kann, wird Sörloth trotzdem bereit sein, davon ist Nagelsmann überzeugt.