12. Juni 2019 / 19:37 Uhr

Nach dem Final 8: Wie geht es bei Waspo 98 Hannover jetzt weiter?

Nach dem Final 8: Wie geht es bei Waspo 98 Hannover jetzt weiter?

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Er machte es möglich: Waspo-Trainer Karsten Seehafer holte das Final 8 der Champions League nach Hannover.
Er machte es möglich: Waspo-Trainer Karsten Seehafer holte das Final 8 der Champions League nach Hannover. © Florian Petrow
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Das Final 8 der Champions League in Hannover ist ein großer Erfolg gewesen, da sind sich die meisten Experten einig. Inzwischen sind die Tribünen im Stadionbad fast abgebaut, nun kehrt für längere Zeit Ruhe ein. Oder? Der SPORTBUZZER beantwortet die wichtigsten Fragen.

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Wie geht es weiter mit den Wasserballern?

Die Nationalspieler bereiten sich schon auf die nächsten Aufgaben vor, sie haben fast keine Pause. Am 12. Juli beginnt die WM in Südkorea. Die Champions-League-Vorrunde beginnt im Oktober. Die Bundesliga pausiert bis zum Spätherbst, mutmaßlich geht es erst im November wieder los.

Was hat das Final 8 insgesamt gekostet?

Etwa 600 000 Euro, vermutlich aber mehr. „Kostendeckend war es nicht“, sagt Trainer und Mäzen Karsten Seehafer. Noch sind die Einnahmen jedoch nicht addiert.

Wie kann Waspo das bezahlen?

Einen guten Teil übernehmen Sponsoren, Seehafer greift aber auch in seine Privatschatulle. Die Hanomag Lohnhärterei (Teil der Seehafer Unternehmensgruppe) hat wenig Geld in das Final 8 gesteckt, sagt der Trainer. Er ist Geschäftsführer und Gesellschafter.

Warum tut sich Seehafer diesen Aufwand an?

„Wir wollten zeigen, dass wir es können. Dass es auch ohne Geld von den Verbänden geht“, sagt der Trainer. Zwar habe beispielsweise das Sport- und Bäderamt nach Kräften geholfen. „Aber das ist dann eben in erster Linie Manpower.“ Viel Hilfe kam vom beruflichen Gymnasium am Waterlooplatz – mehr als 50 Schüler waren als Freiwillige im Einsatz. „Das hat mich außerordentlich gefreut und macht Mut, diese Aufgabe noch einmal anzupacken“, sagt Seehafer.

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Wird Waspo 2021 auf jeden Fall das nächste Final 8 ausrichten?

So ist es vereinbart und geplant. Im nächsten Jahr ist wieder Pro Recco dran, dann Waspo. Es gibt nicht viele Vereine, die sich die Champions League leisten können. Ab 2022 werden die Turniere dann wieder neu vergeben.

Was kann in zwei Jahren verbessert werden?

Insgesamt hat es sehr gut geklappt. Interne Abläufe dürften beim nächsten Mal schneller gehen. „Vor allem bei Fragen der Sicherheit haben wir viel gelernt“, sagt Seehafer. In zwei Wochen will sich ein Planungsteam zusammensetzen und eine Bilanz ziehen.

Sollte das marode Stadionbad in zwei Jahren nicht genutzt werden können – was ist die Alternative?

Waspo 98 wird dann ins Lister Bad ausweichen. „Damit haben wir uns damals auch schon beworben“, sagt Seehafer. Das Problem dieses Freibades ist, dass es über wenige technische Möglichkeiten verfügt. „In Sachen Medien würde das schwierig“, meint Seehafer. Dafür gibt es zwei große Becken, von dem eins von den Spielern zum Aufwärmen genutzt werden könnte.

Bilder vom Champions-League-Spiel Waspo 98 gegen AN Brecia

Darko Brguljan setzt zum Torwurf an.  Zur Galerie
Darko Brguljan setzt zum Torwurf an.  ©
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Bleibt das Trainerteam zusammen?

Karsten Seehafer macht auf jeden Fall als Coach weiter, ebenso sein Co Karl-Heinz Windt. Manager und Betreuer sind jeweils Bernd Eckert und Wolfgang Heuer. Bernd Seidensticker bleibt Waspo-Vorsitzender.

Hat Waspo schon neue Spieler?

Mit Petar Muslim von AN Brescia kommt ein absoluter Star. Der Kroate (31) könnte sofort in einer Weltauswahl spielen. Waspo dürfte aber noch einen namhaften Akteur verpflichten, immerhin sind fünf Akteure gegangen.

Welche jungen Talente kommen nach?

Fynn Schütze, Jan Rotermund und Niclas Schipper haben bereits im Nationalteam der Männer debütiert. Auch Philipp Kubisch und Felix Benke (als dritter Torhüter) sollen in der nächsten Saison mehr Verantwortung übernehmen. Alle fünf hatten zuletzt das Erststartrecht bei den White Sharks, das wird geändert. „Wir melden sie international. Sie sollen lernen und spielen“, sagt Seehafer.

Wer wird neuer Kapitän, da Predrag Jokic zu den White Sharks gegangen ist?

Aleksandar Radovic (31) übernimmt das Amt. Der Montenegriner wird seine Karriere vermutlich in Hannover beenden. Der Vertrag des Bundesliga-Torschützenkönigs (50 Treffer in 14 Spielen) läuft bis 2023.

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