29. Oktober 2019 / 18:56 Uhr

Nach dem Kieferbruch: Ryan Button von den Grizzlys Wolfsburg kann wieder lächeln

Nach dem Kieferbruch: Ryan Button von den Grizzlys Wolfsburg kann wieder lächeln

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Verletzter Grizzly: Ryan Button.
Er kann wieder lächeln: Ryan Button von den Grizzlys Wolfsburg hatte Ende September gegen Augsburg einen doppelten Kieferbruch erlitten. © Jürgen Braun (1) / Imago Images Jan Huebner (1)
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Zweites Saisonspiel gegen seinen Ex-Klub, wieder muss Ryan Button zuschauen. Das passt ihm gar nicht. Doch trotzdem kann der Eishockey-Profi der Grizzlys Wolfsburg lächeln. Und das ist eine ziemlich gute Nachricht für den Klub aus der DEL.

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Ryan Button kann vor dem Spiel der Grizzlys Wolfsburg am Donnerstag (14 Uhr) gegen seinen Ex-Klub EHC München wieder lächeln. Und wenn er die schützende Kunststoffschiene aus dem Mund genommen hat, was er fürs Foto tat, dann lächelt er so freundlich und offen wie vor einigen Wochen - praktisch nichts mehr zu sehen von einer ziemlich üblen Verletzung. "Hier und hier gebrochen", sagt Button und zeigt auf den Unter- und den Oberkiefer. "Seit einer Woche kann ich nun wieder halbwegs feste Nahrung zu mir nehmen." Denn erst einmal muss alles wieder verheilen und zusammenwachsen. Nach einer Schockverletzung. Am 29. September hatte ihn Augsburgs Jaroslav Hafenrichter förmlich niedergestreckt. Button hatte ihn erst im letzten Moment kommen sehen. "Und dann weiß ich noch, dass ich am Boden war, meinen Mund nicht mehr bewegen konnte, es blutete", berichtet er. "Zum Glück habe ich nicht das Bewusstsein verloren." Er marschierte schnurstracks in die Kabine, kurz danach war er schon in Braunschweig in einer Fachklinik. Die Kiefer wurden gerichtet, dann wurde alles verdrahtet. Meine Frau ist Zahnarzthelferin, ihre Schwester auch, sogar in der Kieferorthopädie, das war eine große Hilfe", so Button. Von ihnen gab es Tipps, etwa zur Ernährung. Mit einer großen Spritze und langer strohhalmartiger Kanüle flößte er sich flüssige Nahrung ein.

"Das Schlimmste ist, zuschauen zu müssen"

Nichts zu beißen - besonders hart für einen Profi, der es gewohnt ist, viele Kalorien und entsprechende Mengen zu verputzen. "Ich dachte, ich verhungere", sagt Button mit einem Augenzwinkern. Er kann wieder lächeln. Und schaute inzwischen auch schon bei Spielen zu. "Das ist furchtbar, das Schlimmste, unten zu stehen, nichts machen zu können." Seinem Team fehlen seine Impulse. Mit sechs Punkten aus sechs Spielen ist der technisch starke Verteidiger immer noch einer der besten Wolfsburger Scorer.

Am Mittwoch will er erstmals wieder Schritte auf dem Eis wagen, nach der Spielpause hofft er, mit Helmgitter, wieder spielen zu dürfen. Grünes Licht für Vollkontakt gibt es erst, wenn die Knochen entsprechend zusammengewachsen sind. Momentan ist alles im Plan. Das macht Button froh. Hafenrichter blieb damals ungestraft, was Wolfsburgs Manager Charly Fliegauf ärgerte. Der Augsburger hat sich nie bei Button gemeldet. Wütend, so sagt er, sei er nicht auf ihn, "Shit happens, Mist passiert, es ist Eishockey. Aber mit doppeltem Kieferbruch ist man natürlich auch nicht fröhlich."

Button kennt die Münchner gut

Wolfsburgs kommenden Gegner München kennt Button gut, er wurde mit RB Meister und Vizemeister. "Wir haben im Spiel dort gut ausgesehen. Wir müssen sie beschäftigen. In der eigenen Zone sind sie nicht gern, wir dürfen keine Fehler machen, müssen unsere Chancen nutzen", so Button. Beim 2:3 am zehnten Spieltag in München wäre mit etwas Glück ein Punkt drin gewesen für Wolfsburg. Der Vizemeister ist der Liga enteilt, er hat nur einmal in 15 Spielen keine drei Punkte geholt, dabei in Straubing verloren.

Die Grizzlys luden in ihrer Kabine zur Saisoneröffnungs-Pressekonferenz. Zur Galerie
Die Grizzlys luden in ihrer Kabine zur Saisoneröffnungs-Pressekonferenz. ©
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Bittner wohl fit, Olimb pausierte, Youngster-Torhüter dabei

Bei Wolfsburg trainierte am Mittwoch Verteidiger Dominik Bittner wieder mit. Er hatte sich am Freitag verletzt, war am Sonntag in Schwenningen nicht im Einsatz, ist zuversichtlich, dass es für München reicht. Mathis Olimb brach das Training ab, hatte Nackenbeschwerden. Coach Pat Cortina hofft, dass es nichts längerwieriges ist. Torwart Chet Pickard, der am Sonntag schon erkältet war, pausierte, die Nachwuchskeeper Leon Grothe und Lars Finke aus der U20 durften deshalb neben Stammkeeper Felix Brückmann im Training in den Kasten.

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