23. Oktober 2021 / 19:51 Uhr

Nach den Prügel-Strafen: Iserlohn sauer auf Fliegauf und die DEL

Nach den Prügel-Strafen: Iserlohn sauer auf Fliegauf und die DEL

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
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Auf dem Eis gab es Prügel, danach Strafen und Sperre, vor allem für Iserlohn. Nun sind die Roosters sauer auf Wolfsburg und die Liga. © Thomas Schäfer
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Nach Ansicht der Grizzlys Wolfsburg hatten die Iserlohn Roosters die wilde Rauferei beim Handshake im Anschluss an das Erstliga-Eishockeyspiel angefangen. Dieser Ansicht schloss sich die Liga an, verpasste zwei Spielern der Iserlohn Roosters insgesamt sieben spiele Sperre. Die sind sauer - auch auf Wolfsburgs Manager.

Nach der wilden Rauferei im Anschluss an das Eishockey-Erstligaspiel zwischen den Iserlohn Roosters und den Grizzlys Wolfsburg, das 5:2 für die Sauerländer endete, hat der Disziplinarausschuss der DEL am Samstag drei Spielersperren verhängt. Zwei Roosters-Akteure wurden dabei zu insgesamt sieben Spielen Sperre verurteilt, der Wolfsburger Spencer Machacek zu einem. Den Vorgang hatte Wolfsburg bemängelt, Manager Charly Fliegauf hatte Iserlohn als Auslöser ausgemacht und den Verdacht geäußert, dass es "von irgendwo her" eine Anweisung gegeben hätte, etwas anzuzetteln.

Das ärgert die Iserlohner. Genau wie das Strafmaß. Auf der Homepage des Klubs gibt es eine Stellungnahme, in der Iserlohns Sportlicher Leiter Christian Hommel weitere Schritte in Bezug auf die Sanktionen gegen die Iserlohner Spieler ankündigt und Fliegauf kritisiert. Hommel ist ein Ex-Profi, absolvierte in der DEL 637 Spiele mit 81 Scorerpunkten. Mit über 1000 Strafminuten belegt er Platz 13 der ewigen DEL-Sünder-Tabelle.

Das Statement der Roosters:

Die Iserlohn Roosters müssen in den kommenden Partien auf ihre Verteidiger Maxim Rausch und Sena Acolatse verzichten. Die beiden Spieler wurden nach den Vorkommnissen nach dem Heimspiel gegen Wolfsburg am vergangenen Donnerstag vom Disziplinarausschuss der PENNY DEL für vier (Rausch) bzw. drei (Acolatse) Spiele gesperrt.

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Darüber hinaus wurde gegen den Wolfsburger Spencer Machacek eine Sperre von einem Spiel verhängt. Christian Hommel, sportlicher Leiter der Iserlohn Roosters nimmt die Sperren gegen seine Spieler zur Kenntnis: „Was da passiert ist, ist sicherlich grenzwertig und unsere beiden Spieler wurden dementsprechend sanktioniert. Dies allerdings hätte ich mir auch für die andere Seite gewünscht!“

Denn was ihm sauer aufstößt, ist die Verhältnismäßigkeit der Strafen, die für beide Teams ausgesprochen wurden. „Nochmal, wir akzeptieren die Tatsache, dass Strafen gegen unsere Spieler ausgesprochen wurden. Aber dass die Grizzlys insgesamt mit nur einem einzigen Spiel Sperre aus dieser Sache herausgehen, entzieht sich meinem Verständnis. Das ist äußerst fragwürdig und steht in keinem Verhältnis. So ist es auch in dem entsprechenden Videomaterial zu sehen“, sagt Hommel.

Darüber hinaus bemängelt er auch den Umgang seines Kollegen Charly Fliegauf, der sich am gestrigen Freitag in der Lokalpresse in Bezug auf die Beurteilung der Situation despektierlich und suggestiv gegenüber den Sauerländern äußerte.


„Wir halten es für nicht hinnehmbar, dass nicht nur zwei unserer Spieler wortwörtlich herabgewürdigt werden, sondern dass er auch behauptet, die Aktion wäre bereits im Vorfeld von unserer Seite angezettelt worden. Diese Unterstellung entbehrt jeder faktischen Grundlage und ist daher schlichtweg falsch. Wir weisen derartige Vorwürfe mit Nachdruck von uns“, merkt Hommel an.

Die Roosters prüfen derzeit weitere Schritte in Bezug auf diese Sanktionen.

Hommel bezog sich dabei auf diesen Artikel im SPORTBUZZER.