18. Mai 2021 / 15:13 Uhr

Nach der Einzelquarantäne: Grizzlys-Verteidiger Bittner brennt auf seine WM-Premiere

Nach der Einzelquarantäne: Grizzlys-Verteidiger Bittner brennt auf seine WM-Premiere

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft: Grizzlys-Verteidiger Dominik Bittner befindet sich mit der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft im lettischen Riga. 
Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft: Grizzlys-Verteidiger Dominik Bittner befindet sich mit der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft im lettischen Riga.  © City-Press GmbH
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Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bereitet sich im lettischen Riga auf die Weltmeisterschaft vor. Bevor das Team von Nationaltrainer Toni Söderholm aufs Eis durfte, war erstmal Einzelquarantäne für alle angesagt. Mittendrin: Grizzlys-Verteidiger Dominik Bittner. 

Die Einzelquarantäne nach der Anreise ist vorbei, seit Dienstag bereitet sich die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft auf ihre Partien bei der Weltmeisterschaft in Riga vor. Mittendrin: Verteidiger Dominik Bittner von den Grizzlys Wolfsburg, der auf seine erste WM brennt.

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Tür auf, ein Lächeln, ein Gruß über den Flur zur anderen Seite: "Hallo, Felix!" "Guten Tag, Dominik!" Tablett aufnehmen. Tür zu! So ungefähr sahen die ersten drei Tage im Trainingsguartier in Riga für Eishockey-Nationalspieler Dominik Bittner von den Grizzlys Wolfsburg und seine Teamkameraden aus. Alle Mann im Einzelzimmer, erst einmal Quarantäne.

Was Wolfsburgs Nationalverteidiger Bittner aber schön fand: "Dass Felix, den ich ja schon ewig kenne, genau gegenüber sein Zimmer hatte, so haben wir uns manchmal gesehen, wenn wir das Essen, dass uns vor die Tür gestellt wurde, reingeholt haben."

Ansonsten hatte er zu seinem einstigen Jungadler-Teamkollegen in Mannheim und späterem Grizzlys-Gefährten auch so noch Facetime-Kontakt. Brückmann und Bittner, Eishockey-Buddies. Einen allerdings vermisste Bittner ein wenig. Seine Teamkollegen Janik Möser, mit dem er bei den Grizzlys ein Abwehrpärchen bildet. "Dass hat mir Leid getan, dass er noch beim letzten Cut gestrichen wurde", so Bittner.

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Am Dienstag konnte das Team die erste gemeinsame Trainingseinheit in Riga bestreiten. Bittner ist heiß, erstmals ist er im finalen WM-Kader zu sein, sagt: "Ich will so viel wie möglich aufsaugen, mitnehmen, freue mich riesig, wenn ich die Chance bekomme, zu spielen - andere Spielsysteme, schnelleres Eishockey auf internationalem Parkett zu erleben.

Auch in den Einzelzimmern wurde hart gearbeitet. Mit dem Fitnesscoach per Videoanleitung. Und auch "mental fordernd", so Bittner. Einzelgespräche per Zoom mit Cheftrainer Toni Söderholm und den anderen Coaches, Gruppenmeetings. - "viel Input." Es gab Videostudium der eigenen Systeme, auch in Über- und Unterzahl. Bittner zählte zu den Akteuren, die in Unterzahl geschult wurden. Seine Einsatzchancen schätzt er defensiv ein. "Ich bin ja mit den Berlinern zuletzt dazu gestoßen, die anderen sind teils schon vier Wochen zusammen."


Ziel: WM-Viertelfinale

Am Freitag soll Deutschland gegen Italien ins Turnier starten, der Gegner wurde jüngst massiv von positiven Corona-Tests gebeutelt, mit welchem Aufgebot die Azzurri spielen können - offen. Das DEB-Team wird es nehmen, wie es kommt. Nach dem WM-Ausfall 2020 wegen Corona wird auch diese WM ein Sonderfall, es wird keine Absteiger geben. Aber sportliche Ziele gibt es. Bittner: "Wir als Team haben uns vorgenommen, erstmal das Viertelfinale zu erreichen." Dass das Team jedes Spiel gewinnen will, versteht sich von selbst.