30. November 2019 / 18:08 Uhr

Nach der Heimpleite gegen Kiel: War’s das für Dresdens Trainer Cristian Fiel?

Nach der Heimpleite gegen Kiel: War’s das für Dresdens Trainer Cristian Fiel?

DNN
Dresdner Neueste Nachrichten
Dresdens Cheftrainer Cristian Fiel am Spielfeldrand;
SG Dynamo Dresden - Holstein Kiel; Fußball; 2. Liga; Saison 2019/2020; 15. Spieltag; Rudolf-Harbig-Stadion; Dresden; 30. November 2019; Foto Dennis Hetzschold
Dynamo Dresdens Trainer Cristian Fiel steht regungslos an der Seitenlinie, ist tief enttäuscht von der Leistung seines Teams. © Dennis Hetzschold
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Dynamo Dresden ist nach dem 1:2 gegen Holstein Kiel und einem spielerischen Offenbarungseid auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Trainer Cristian Fiel steht heftig in der Kritik, seine sportliche Bilanz ist mit neun Niederlagen aus fünfzehn Saisonspielen ernüchternd. Hat er noch eine Zukunft bei den Schwarz-Gelben ?

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Dresden. Die gezeigte Leistung von Dynamo Dresden bei der 1:2-Heimniederlage gegen Holstein Kiel war absolut ernüchternd. Und am Spielfeldrand musste Cheftrainer Cristian Fiel mal verärgert, mal fassungslos zuschauen, wie sich seine Schützlinge phasenweise ihrem Schicksal ergaben und verdientermaßen ans Tabellenende der 2. Fußball-Bundesliga zurückfielen. Viele Beobachter im Stadion, ob Fans oder Fußballexperten, sind sich einig: So kann es nicht weitergehen. Es war bereits die neunte Niederlage im 15. Punktspiel für die Schwarz-Gelben, die nur drei ihrer Partien gewinnen konnten – mit dieser Ausbeute ist man nicht mal ansatzweise auf Kurs im Unternehmen Klassenerhalt.

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Holstein Kiel bleibt der Angstgegner der SG Dynamo Dresden. Die Gäste von der Förde entschieden durch den 2:1-Erfolg auch die fünfte Zweitliga-Begegnung gegen die Sachsen für sich. Zur Galerie
Holstein Kiel bleibt der Angstgegner der SG Dynamo Dresden. Die Gäste von der Förde entschieden durch den 2:1-Erfolg auch die fünfte Zweitliga-Begegnung gegen die Sachsen für sich. ©
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Nach der Begegnung, in der die Kieler keineswegs eine Glanzleistung abgerufen hatten, die SGD aber dennoch mit vergleichsweise wenig Aufwand schlagen konnten, zeigte sich auch Cristian Fiel fassungslos: „Man kann Spiele verlieren, darum geht es nicht. Aber in der Situation in so einer Art und Weise – dafür habe ich keine Erklärung und auch keine Worte. Das heute war einfach schlecht und – was das Allerschlimmste ist – da geht es um ein Heimspiel, da geht es um Leidenschaft, um Liebe zu deinem Beruf. Da kannst du nicht so eine Leistung abrufen. Das geht nicht.“ Gut möglich, dass nun die berüchtigten „Mechanismen des Geschäfts“ greifen.

Der 39-jährige Trainernovize, der Ende Februar 2019 unmittelbar nach Beendigung seiner Ausbildung zum Fußball-Lehrer ins kalte Wasser geworfen wurde und Maik Walpurgis nach dessen Beurlaubung als Dynamo-Coach beerbte, dürfte nun selbst zur Disposition stehen. Und er hat dahingehend wohl auch eine böse Vorahnung, als er Journalisten gegenüber sagte: „Das muss ich erst mal sacken lassen. Wenn du mich vor dem Spiel gefragt hättest, ob sowas möglich ist, hätte ich zu tausend Prozent gesagt: Im Leben nicht. Deshalb müsst ihr mir mal den Abend geben, um darüber nachzudenken, was da heute passiert ist. Was ansonsten passiert, wisst ihr selber. Das muss man abwarten“, so der Spanier.

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Letztlich ist es wohl er, der für die gezeigten Leistungen – Kiel ist nur der Tiefpunkt einer bislang schwachen Saison – zuerst den Kopf hinhalten muss. Von seiner Mannschaft fühle er sich aber dennoch nicht im Stich gelassen, obgleich er sich nach der Partie bei den Zuschauern entschuldigte – auch wenn er zuvor davon sprach, das Gezeigte sei „unentschuldbar“ gewesen: „Dass du einen Zitterfuß hast und den Pass nicht dahin bringst, wo du ihn hinhaben willst, ist das Eine. Sowas kann ich akzeptieren. Aber dass die Leute nach Hause gehen und nicht das Gefühl haben, dass wir unser Leben da draußen gelassen haben, ist nicht in Ordnung.“

Nun ist die sportliche Leitung der SGD gefragt – allen voran Sport-Geschäftsführer Ralf Minge, der seinen Protegé „Fielo“ nicht nur ins Amt hob, sondern sich bislang immer schützend vor ihn stellte. Derzeit taumeln die Dresdner geradewegs dem Abstieg in die 3. Liga entgegen. Unabhängig von der Frage, ob Publikumsliebling Fiel die Hauptschuld an der bisherigen Ausbeute zuzuschreiben ist: Ein schneller Trainerwechsel als Impuls für die Mannschaft wäre eine mögliche Option – eine Gnadenfrist für Fiel bis zur Winterpause eine andere. So oder so: Im letzten Hinrunden-Heimspiel am nächsten Wochenende gegen den SV Sandhausen ist Dynamo zum Siegen verdammt.

Caroline Grossmann/Stefan Schramm

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