29. September 2019 / 20:17 Uhr

Nach der Pause von der Rolle: VfL Potsdam unterliegt den Stieren (mit Galerie)

Nach der Pause von der Rolle: VfL Potsdam unterliegt den Stieren (mit Galerie)

Detlef Braune
Märkische Allgemeine Zeitung
Mit Haken und Ösen - für Gabriel Gegerfelt gab es nur selten ein Durchkommen.
Mit Haken und Ösen - für Gabriel Gegerfelt gab es nur selten ein Durchkommen. © Julius Frick
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3. Handball-Liga Nord: Die Adler um Trainer Daniel Deutsch kassieren gegen Schwerin die dritte Niederlage in Folge.

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Den Bock endlich umstoßen wollten die Handballer des VfL Potsdam in der 3. Liga. Stattdessen wurden sie von den Mecklenburger Stieren Schwerin am Sonntag auf die Hörner genommen. Vor 780 Zuschauern in der MBS-Arena unterlag der VfL mit 20:23 (14:11), bezog die dritte Niederlage in Folge und bekleidet mit 3:9 Punkten weiterhin einen Rang im Tabellenkeller.

Nach nervösem Beginn, als der siebenfache Torschütze beim bisher einzigen Sieg gegen HSV Hannover (30:29) Levi Schwark gleich dreimal verwarf, fingen sich die Gastgeber. Das Bällchen wurde schnell von Hand zu Hand weitergereicht und beim Torwurf genau Maß genommen. Nach 25 Minuten führte Potsdam mit vier Toren (12:8). Grundlage für den starken Auftritt war die fest zupackende Abwehr mit dem herausragenden Torwart Fabian Pellegrini. „Das war mein bisher bestes Spiel in dieser Saison“, bestätigte der Schweizer. Die Abwehr wurde zur Wand

In Bildern: Der 1. VfL Potsdam unterliegt den Mecklenburger Stieren aus Schwerin.

Der Negativlauf der Potsdamer Drittliga-Handballer hält an: Trotz einer 14:11-Pausenführung müssen sich die Adler den Gästen aus Schwerin mit 20:23 geschlagen geben. Zur Galerie
Der Negativlauf der Potsdamer Drittliga-Handballer hält an: Trotz einer 14:11-Pausenführung müssen sich die Adler den Gästen aus Schwerin mit 20:23 geschlagen geben. © Julius Frick
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Trotzdem reichte es für den Gastgeber nicht. Nach der Pause schlichen sich Ungenauigkeiten ein, wobei sich einer vom anderen anstecken ließ. Yannik Münchberger leistete sich ungewohnte Fehlanspiele, Gabriel Gegerfelt – vor der Pause sicher im Abschluss – warf die Bälle weit über den Kasten, Levi Schwark ließ sich die Kugel aus der Hand spielen, und Caspar Jacques scheiterte mit einem Siebenmeter. Jacques und Matti Spengler verhedderten sich bei einem Konter. Zuviel schwache Momente in wenigen Minuten. Beim 18:18 (48.) waren die Gäste ran.

Beim 20:20 in der Schlussphase verlieh Pellegrini den Nebenleuten mit zwei Paraden noch Rückendeckung, doch vorn traf keiner mehr die gegnerische Kiste. Oder der tschechische Torwart Jan Kominek bei den Gästen bedankte sich für die dürftigen Würfe der VfL-Akteure. Es blieb bei sechs Toren im zweiten Abschnitt für die Havelstädter. Den Aktiven verschlug es nach Abpfiff minutenlang die Sprache. VfL-Trainer Daniel Deutsch erklärte die Niederlage mit der leichtfertigen Chancenvergabe. „Du bekommst ein ungutes Gefühl als Spieler, wenn du die Gelegenheiten nicht nutzt“, sagte er. Für die Unsicherheit im Spiel im zweiten Abschnitt fand er keine Worte. „Wenn ich das wüsste, woher die zittrigen Hände kommen.“ Ein klares Zeichen dafür, dass die Truppe noch längst nicht so gefestigt ist, wie erhofft.

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Normen Flödl suchte ebenfalls nach den Ursachen. Der Kreisläufer war im Sommer vom Zweitligisten HC Elbflorenz an die Havel gekommen. „Die Leichtigkeit ist bei uns flöten gegangen“, meinte er. „Wenn du einige Spiele nicht gewinnst, fehlt die Sicherheit“, so der 30-jährige Industriekaufmann. Acht Jahre hatte er von Dresden eine Fernbeziehung zu seiner Freundin nach Berlin geführt. Nun zog er zu ihr. Beim VfL steht das Erfolgserlebnis noch aus. „Wir haben das notwendige Potenzial.“ Er ist vom künftigen Erfolgsweg trotz der Rückschläge zuletzt überzeugt. Von Torwart Pellegrini bekam der Kreisläufer, der in der Abwehr den Innenblock dirigiert, viel Lob. Die Angriffsleistung des Teams wollte der Keeper nicht kommentieren. „Was vorn passiert, sehe ich nicht in den Einzelheiten. Ich muss für meine Aufgaben einen kühlen Kopf behalten.“

Viel zum Grübeln hatte der wieder einsatzstarke Matti Spengler. „Bisher haben wir immer eine gute erste Halbzeit gespielt. Nach der Pause trafen wir einfach nicht mehr die Kiste. Irgendwann geht der Kopf an. Keiner will Fehler machen, aber die Unsicherheit greift um sich. Wir hatten auch im zweiten Abschnitt gute Spielzüge, trafen aber nicht.“ Seine Einsatzstärke bringt er nicht nur auf dem Parkett ein. „Ich werde in den nächsten Tagen noch untereinander laut werden.“

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