06. Oktober 2019 / 18:44 Uhr

Nach Derby-Niederlage bei Chemie: Fans trösten Spieler von Lok Leipzig

Nach Derby-Niederlage bei Chemie: Fans trösten Spieler von Lok Leipzig

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
Die Fans trösten die Lok-Kicker nach der Rückkehr nach Probstheida.
Die Fans trösten die Lok-Kicker nach der Rückkehr nach Probstheida. © Anton Kämpf
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Das 0:2 (0:0) im 103. Leipzig Derby war schmerzhaft für den 1. FC Lok. Die Fans, die die Partie beim Public Viewing verfolgten, erwarteten das Verlierer-Team im heimischen Probstheida und zeigten sich verständnisvoll.

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Leipzig. Viele sind nicht mehr geblieben, als die Spieler des 1. FC Lokomotive Leipzigs nach der Derby-Niederlage gegen die BSG Chemie am Sonntagnachmittag nach Probstheida ins Bruno-Plache-Stadion zurückkommen. Doch die letzten 50 Anhänger der Blau-Gelben sind nicht enttäuscht oder frustriert, sondern versuchen ihre Idole, von denen sich nur einige wenige auf den Weg zu den Fans machen, aufzubauen und finden aufmunternde Worte für die geknickten Profis, auch für Keeper Lukas Wenzel. Dieser rettete gleich dreimal überragend und verhinderte dadurch eine noch höhere Klatsche gegen den Rivalen aus Leutzsch. „Im Endeffekt bringt es nichts. Als Leipziger, als Blau-Gelber, muss man das Derby gewinnen“, sagt der 20-jährige Vertreter des Langzeitverletzten Benjamin Kirsten. Doch Wenzel bleibt guter Dinge: „Es ist alles gut. Wir sind sehr gut in die Saison gestartet und werden weiter jeden Tag hart arbeiten. Wir müssen nach vorne schauen!“

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Am 6. Oktober 2019 standen sich die BSG Chemie Leipzig und der 1. FC Lok Leipzig zum 103. Mal gegenüber. Zur Galerie
Am 6. Oktober 2019 standen sich die BSG Chemie Leipzig und der 1. FC Lok Leipzig zum 103. Mal gegenüber. ©
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Derby-Geburtstagskind Rainer Lisiewicz schlägt ähnliche Töne an. „Wir werden nicht einknicken, das wird nicht passieren. Unsere ersten zehn Spiele waren sensationell, irgendwann verlierst du auch eins“, so der am Sonntag 70 Jahre alt gewordene Lok-Cheftrainer, der trotzdem zugibt: „Am Ende war es ein verdienter Sieg für Chemie. Uns haben der Biss und die Bereitschaft gefehlt.“

"Ergebnis stellt bisherige Saison nicht in den Schatten"

Zwei Stunden vor ihrer Rückkehr nach Probstheida zitterten und litten noch um die 800 Lok-Anhänger beim Public-Viewing im Bruno-Plache-Stadion, wo wie beim letzten Derby eine große Leinwand auf den Rasen aufgebaut worden ist. Unter den Anwesenden befand sich auch Präsident Thomas Löwe, der bei seiner solidarischen Aussage: „Wenn die Fans nicht ins Stadion dürfen, dann gehe ich auch nicht!“, lautstark gefeiert wurde.

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Daniel Heinze (BSG Chemie): Wie soll man das erklären - noch fehlen mir die Worte. Irgendwann waren wir mal dran. Die Voraussetzungen waren gut, denn Lok war klarer Favorit. Wir standen sehr kompakt, so richtig ist Lok nichts eingefallen, ein Quäntchen Glück war für uns sicher auch dabei. Ich hatte meinen Vater ein Tor versprochen - das war für dich, Papa. Zur Galerie
Daniel Heinze (BSG Chemie): "Wie soll man das erklären - noch fehlen mir die Worte. Irgendwann waren wir mal dran. Die Voraussetzungen waren gut, denn Lok war klarer Favorit. Wir standen sehr kompakt, so richtig ist Lok nichts eingefallen, ein Quäntchen Glück war für uns sicher auch dabei. Ich hatte meinen Vater ein Tor versprochen - das war für dich, Papa." ©

„Eine absolut verdiente Niederlage“, konstatiert Löwe enttäuscht nach der Partie, er blickt jedoch ähnlich wie in der Halbzeitpause, als er noch optimistisch auf ein 2:1 seiner Mannschaft tippte, positiv in die Zukunft. „Wir gewinnen gemeinsam und wir verlieren gemeinsam. Das Ergebnis stellt unsere bisherige Saison nicht in den Schatten. Wir müssen jetzt weitermachen und wieder punkten.“

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Das nächste Derby findet nächstes Jahr im April statt, dann im Bruno-Plache-Stadion auf dem Rasen und nicht auf der Leinwand – und mit maximal 250 Gästefans. Löwe erklärt: „Wir erwarten die Fünf-Prozent-Regelung auch für Chemie. Dann liegt es in ihrem Ermessen, was sie damit machen.“

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