18. Juli 2021 / 18:23 Uhr

Nach dreimaligem Rückstand: SV Todesfelde zieht mit Sieg bei Phoenix Kisdorf ins Kreispokal-Finale ein

Nach dreimaligem Rückstand: SV Todesfelde zieht mit Sieg bei Phoenix Kisdorf ins Kreispokal-Finale ein

Daniel Politowski
Lübecker Nachrichten
Til Martin Weidemann sorgte mit seinem Treffer zum 4:3 für den Finaleinzug des SV Todesfelde im Kreispokal Segeberg.
Til Martin Weidemann sorgte mit seinem Treffer zum 4:3 für den Finaleinzug des SV Todesfelde im Kreispokal Segeberg. © Agentur 54°
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Das Team von Trainer Sven Tramm steht nach einem Kraftakt im Kreispokal-Finale gegen - doch die Verletzung eines Spielers trübt die gute Stimmung.

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Im Duell zwischen dem "Meister" der abgebrochenen Oberliga-Saison und dem Landesligisten hatte der klassenhöhere Favorit am Ende die Nase vorn - doch Kisdorf bot Todesfelde mutig Paroli und konnte beim 4:3-Erfolg des SVT nach Verlängerung sogar dreimal in Führung gehen.

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Liebert mit dem Ausgleich, Sorgen um Todesfeldes Klüver

Die erste Halbzeit sorgte zunächst nach knapp 20 gespielten Minuten für eine Überraschung. Nach einem Freistoß aus halblinker Position vollendete Kisdorfs Marc Jürgensen zum 1:0 für die Hausherren (17.). Anschließend blieb Phoenix zwar noch kurzzeitig am Drücker, doch knapp 15 Minuten nach dem 1:0 war es SVT-Torjäger Morten Liebert, der nach starker Vorarbeit von Hendrik Sirmais den 1:1-Ausgleich für "Tofe" besorgte (29.). Vorlagengeber Sirmais verletzte sich bei dieser Aktion, konnte jedoch nach kurzer Verletzungspause weitermachen. Nicht ganz so glimpflich davon kam sein Teamkamerad Mats Klüver, der kurz vor der Pause verletzt ausgewechselt werden musste und von Gelbrecht ersetzt wurde (43.).

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Todesfelde zu fahrlässig vor dem Tor

Auch in der zweiten Halbzeit der Partie war es zunächst Kisdorf, das den besseren Start erwischte und sich die ersten guten Chancen erspielte. Nach einer ca. zehnminütigen Findungsphase war es dann aber der Oberligist, der die Kontrolle mehr und mehr übernahm. Knapp über 60 Minuten waren gespielt, als Todesfelde gleich dreimal hintereinander die Chance auf das 2:1 hatte, der Ball jedoch zweimal direkt von der Linie gekratzt wurde. Doch die Todesfelder Überlegenheit nach der Führung wurde 20 Minuten nach Wiederanpfiff jäh zunichte gemacht, als Leon Schult zur erneuten Führung für Kisdorf traf (68.). Sieben Minuten nach dem erneuten Rückstand hatte der kurz zuvor eingewechselte Marco Pajonk die Riesenchance, den erneuten Ausgleich zu erzielen, scheiterte aus sechs Metern Entfernung jedoch am Kisdorfer Schlussmann Schramm.

Holst rettet Todesfelde in die Verlängerung und verpasst den Siegtreffer

Als den Gelb-Blauen die Zeit mit immer größer werdenden Schritten davon lief, war es nach einem Freistoß aus 25 Metern Entfernung der ebenfalls eingewechselte Holst, der den späten Ausgleich für die Gäste markierte (86.). In den letzten Sekunden der vierminütigen Nachspielzeit war es Torschütze Holst, der das 3:2 auf dem Kopf hatte, das Tor jedoch um zehn Zentimeter verfehlte, sodass es in die Verlängerung ging.

Tramms Torjäger Liebert mit Doppelpack

In dieser scheiterte Todesfelde dann gleich mehrfach an sich selbst, als Pajonk, Bento und Liebert gleich zwei Doppelchancen ungenutzt ließen (95., 97.). Kurz darauf bewahrheitete sich die alte Fußballweisheit zu ausgelassenen Torchancen und Todesfeldes Nachlässigkeit sollte sich rächen. Nach einem Strafstoß-Pfiff von Schiedsrichter Tobias Fischer im Gegenzug gelang SSC das 3:2 (98.) In der Schlussminute der regulären Spielzeit der ersten Verlängerung durfte Todesfelde dann aber doch nochmal jubeln und aufatmen, nachdem Morten Liebert der Ausgleich zum 3:3 gelang (105.).

Ex-Lübecker Weidemann erlöst Todesfelde

Die zweite Hälfte der Verlängerung war drei Minuten alt, als Ex-VfBer Til Martin Weidemann mit dem 4:3 die erstmalige Führung für den SVT erzielte (108.). Kurz vor Schluss kam es dann doppelt bitter für Kisdorf, als der eingewechselte Marcel-Patrick Boldt mit roter Karte vom Platz verwiesen wurde (115.). Kurz vor Ende der Partie traf Holst nochmal das Außennetz, danach war der Finaleinzug für "Tofe" perfekt. Im Finale am 24.07.2021 trifft Todesfelde auf SV Henstedt-Ulzburg, das seine Halbfinal-Partie mit 2:1 gegen TuS Garbek gewann.

Tramm zollt Kisdorf großen Respekt und gibt ein Update zum verletzten Mats Klüver

Todesfeldes Trainer, Sven Tramm, sagte zum Spiel gegenüber dem LN-Sportbuzzer: "Es war kein gutes Spiel von uns, trotzdem hat meine Mannschaft Moral bewiesen, ist immer wieder zurückgekommen - das ist auch eine ganz, ganz große Stärke. Trotzdem müssen wir der Leistung des Gegners Respekt zollen, die waren wirklich gut. Vielleicht hätten sie es sogar verdient gehabt, zu gewinnen. Manchmal ist das so, dass Qualität von gewissen Spielern einfach den Ausschlag geben in solchen engen Spielen - von daher sind wir da vielleicht die glücklichere Mannschaft."

Auch zur Verletzung von Mats Klüver, der noch vor der Halbzeitpause ausgewechselt werden musste, gab Tramm ein Update: "Er hatte sich schon gegen Kaltenkirchen den Knöchel verstaucht und jetzt hat er wieder einen drauf gekriegt. Jetzt müssen wir mal gucken, ob wir ihn zu Samstag dann fit kriegen."

SVT: Landvoigt - Rave, Schulz, Jaacks (Holst 72.) - Weidemann, Sixtus, Klüver (Gelbrecht 40.), Bento - Studt (Pajonk 66.), Liebert, Sirmais.