11. Februar 2022 / 08:25 Uhr

Nach Eklat beim Eislöwen-Spiel: Dresdens Trainer Brockmann spielt Prügelei herunter

Nach Eklat beim Eislöwen-Spiel: Dresdens Trainer Brockmann spielt Prügelei herunter

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Freiburgs Trainer Robert Hoffmann (vorn links) attackierte am Mittwoch Eislöwen-Coach Andreas Brockmann (vorn Zweiter von links).
Freiburgs Trainer Robert Hoffmann (vorn links) attackierte am Mittwoch Eislöwen-Coach Andreas Brockmann (vorn Zweiter von links). © Steffen Manig
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Es war der Aufreger des Spiels, als Wölfe-Coach Robert Hoffmann handgreiflich wurde und seinen Kollegen Andreas Brockmann angriff. Erst der Sicherheitsdienst konnte die Rauferei beenden. Der Trainer der Dresdner Eislöwen lehnt aber eine Sanktion ab. 

Dresden. Die Szenen am Ende des Eishockey-Spiels zwischen den Dresdner Eislöwen und den Freiburger Wölfen haben hohe Wellen geschlagen. Dass die Elbestädter nach acht Siegen in Folge gegen die Freiburger eine knappe 6:7-Niederlage kassierten, war eigentlich nur noch ein Randthema. Allerdings geht’s für die Blau-Weißen schon an diesem Freitag zum erneuten Duell gegen die Wölfe in den Breisgau. Doch was war geschehen?

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Nachdem Wölfe-Spieler Scott Allen mehrfach Dresdner Cracks böse gefoult hatte (u.a. Johan Porsberger, Janik Schwendener), regte sich Eislöwen-Coach Andreas Brockmann lautstark auf. Doch plötzlich rückte Wölfe-Coach Robert Hoffmann, der in Dresden als explosiver Spieler noch gut in Erinnerung ist, in Richtung Eislöwen-Bank vor und packte Brockmann am Kragen. Es entwickelte sich eine Rauferei, die erst der Sicherheitsdienst beenden konnte.

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Der kanadische Übeltäter Allen bekam zwar eine Matchstrafe, aber sehr spät. Da hatten sich die Gemüter schon auf beiden Seiten hochgeschaukelt. „Trash Talk ist ja normal. Ich bin seit 20 Jahren Trainer, doch so etwas habe ich noch nie gehabt“, erklärte Brockmann am Tag danach. Er habe sich nur über die Spielweise des Gegners beschwert. „Scott Allen kenne ich schon länger, aber so habe ich den auch noch nie gesehen“, rätselte der 54-Jährige. Allerdings will der Ex-Nationalspieler die ganze Sache auch nicht zu hoch hängen: „Es war bissl hitzig, aber nichts Großartiges, es hat sich ja keiner verletzt“, wiegelte er ab. Auf die Frage nach Sanktionen für Hoffmann, kommt seine Antwort schnell: „Nein, von meiner Seite aus nicht. Jeder macht mal Fehler. Das muss man nicht gleich bestrafen.“

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Vorgeschmack auf Playoffs

Ob das die DEL-2-Verantwortlichen auch so einschätzen, wird man sehen. Brockmann versucht sogar, die Gründe bei seinem Kollegen zu verstehen: „In Freiburg geht es ja auch um seinen Job. Die Wölfe haben noch die Chance auf Platz sechs und da pusht und motiviert er seine Jungs eben extrem.“

Das Spiel sei schon ein Vorgeschmack auf die Play-offs gewesen. „Jetzt können wir die Emotionen mitnehmen und diesmal müssen wir gegen ihre Spielweise besser dagegenhalten. Wir werden alles probieren, das Spiel zu gewinnen.“ Er betont aber nochmals: „Das wird ein ganz normales Spiel. Und es ehrt uns ja, wenn Mannschaften gegen uns so aggressiv auftreten, weil sie keine andere Möglichkeit sehen, uns zu stoppen.“ Während Timo Walther wohl ins Aufgebot zurückkehrt, wird neben den bekannten Ausfällen auch noch Mike Schmitz fehlen. Am Sonntag steht für die Eislöwen dann die Spitzenpartie gegen die Löwen Frankfurt in heimischer Arena (17 Uhr) auf dem Plan.