05. Juni 2018 / 14:54 Uhr

Nach Erdogan-Debatte: Özil bleibt DFB-Medientag fern - Gündogan bezieht Stellung

Nach Erdogan-Debatte: Özil bleibt DFB-Medientag fern - Gündogan bezieht Stellung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die deutschen Nationalspieler Mesut Özil (l.) und Ilkay Gündogan
Die deutschen Nationalspieler Mesut Özil (l.) und Ilkay Gündogan © imago/Montage
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Weltmeister Mesut Özil fehlte am Dienstag beim Medientag des DFB im WM-Trainingslager - offenbar um unbequemen Fragen zu seinem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyin Erdogan zu entgehen.

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Mesut Özil ist dem offiziellen Medientag im DFB-Trainingslager in Eppan/Südtirol als einziger Spieler ferngeblieben - offenbar um unbequemen Fragen zu seinem höchst umstrittenen Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyin Erdogan zu entgehen. Ilkay Gündogang, der ebenfalls bei dem Termin im vergangenen Monat dabei war, nahm hingegen am Medientag teil und sollte sich im Laufe des Dienstags zumindest gegenüber einigen Pressevertretern äußern.

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Özil und Gündogan hatten bei dem gemeinsamen Auftritt mit Erdogan für gemeinsame Fotos posiert und dem 64-Jährigen Trikots mit persönlicher Widmung überreicht. Die beiden Mittelfeldspieler hatten daraufhin harte Kritik von vielen Seiten geerntet. Dies führte bis zu einer öffentlichen Debatte darüber, ob das Duo im deutschen Kader für die Weltmeisterschaft in Russland stehen dürfe. Löw nominierte das Duo, das sich zwischenzeitlich gegenüber der DFB-Spitze und bei einem Termin mit Frank-Walter Steinmeier auch gegenüber dem Bundespräsidenten erklärt hatte.

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Rückennummer 1 – Manuel Neuer (FC Bayern): Stand zum ersten Mal am 29. Mai 2009 im Kader der Nationalmannschaft. Neun Jahre später fährt er mit dem Team zu seiner dritten WM. Zur Galerie
Rückennummer 1 – Manuel Neuer (FC Bayern): Stand zum ersten Mal am 29. Mai 2009 im Kader der Nationalmannschaft. Neun Jahre später fährt er mit dem Team zu seiner dritten WM. ©

Vom Tisch scheint das Thema dennoch weiterhin nicht zu sein. Beim WM-Test am vergangenen Samstag in Österreich (1:2) waren Özil und Gündogan von den Fans zeitweise ausgepfiffen worden.