25. September 2020 / 11:35 Uhr

Nach erstem Saisonsieg: Ludwigsfelder FC will den nächsten Schritt machen

Nach erstem Saisonsieg: Ludwigsfelder FC will den nächsten Schritt machen

Lars Sittig
Märkische Allgemeine Zeitung
LFC-Trainer Aaron Müller hat die Uhr im Blick.
LFC-Coach Aaron Müller © Julius Frick
Anzeige

NOFV-Oberliga Süd: Ludwigsfelde empfängt Einheit Rudolstadt - die nächste Prüfung für das extrem junge Team von Trainer Aaron Müller.

Anzeige

Nächster Entwicklungsschritt beim Ludwigsfelder FC geplant: Nach dem ersten Saisonsieg in der NOFV-Fußball-Oberliga Süd beim FSV Martinroda (5:2) am vergangenen Wochenende soll nun am Sonnabend (14 Uhr, Waldstadion) gegen Einheit Rudolstadt der Weg in der Erfolgsspur fortgesetzt werden. „Wir waren natürlich sehr erleichtert, dass wir uns für den enormen Aufwand der vergangenen Wochen und die über weite Strecken guten Leistungen auch belohnt haben“, sagt LFC-Sportdirektor Philipp Karaschewitz. „Das war gerade für eine junge und neu zusammengestellte Mannschaft sehr wichtig. Aber den Erfolg zu bestätigen, ist nun die nächste schwere Aufgabe.“

Nach zwei knappen Niederlagen ohne Treffer und einem Remis gegen den VfL Halle (2:2) war dem LFC in Martinroda unter stetig wachsendem Druck ein Befreiungsschlag gelungen – und der nächste Entwicklungsschritt der extrem jungen Mannschaft. Das Alter der Startelf beim FSV betrug 21,7 Jahre, die Formation, die das Spiel schließlich beendete, war sogar nur 20,9 Jahre alt. „Es war eines der jüngsten Oberligateams in der Geschichte des LFC“, sagt Karaschewitz, „es ist schön, dass unser Konzept aufgegangen ist.“ Ein spannendes Projekt am Waldstadion: Viele Spieler bewegen sich an der wohl schwierigsten Schwelle im Fußball – dem Übergang vom Nachwuchs- zum Männerfußball. Dazu kommt für die gesamte Mannschaft mit der Einteilung in die Oberliga Süd sportliches Neuland im Gegensatz zur vergangenen Spielzeit. 2018/19 war Ludwigsfelde im „Süden“ gestartet, seitdem hat sich viel verändert.

Mehr zur NOFV-Oberliga Süd

Beim Konkurrenten Martinroda sorgte die Niederlage für personelle Konsequenzen: Der noch sieglose FSV und Trainer Robert Fischer gehen getrennte Wege. Nun trifft Ludwigsfelde auf einen weiteren Club aus Thüringen. Der auf Platz zwölf liegende FCR hatte am vergangenen Wochenende beim 3:1-Heimsieg gegen Blau-Weiß Zorbau ebenfalls das erste Ligaspiel in dieser Saison für sich entschieden und liegt mit fünf Punkten nach fünf Spielen einen Rang vor dem LFC (4/4).

„Rudolstadt ist eine sehr robust aufspielende Mannschaft, die mit etlichen erfahrenen Spielern gespickt ist. Bestes Beispiel dafür ist Marco Riemer, der Erfahrung in der zweiten und dritten Liga gesammelt hat. Der FC Einheit hatte nur eine sehr geringe Fluktuation im Kader“, sagt LFC-Coach Aaron Müller, „und wurde in der vergangenen Saison Dritter. Rudolstadt hatte sicher auch ähnlich wie wir Probleme beim Saisonstart, hat aber zuletzt ebenfalls gesiegt. Das Team steht sicher einen Tick unter Wert in der Tabelle da. Wir wollen den Schwung vom Spiel in Martinroda auf den Platz bringen.“