04. Oktober 2020 / 20:08 Uhr

Nach Fehlstart: Dresdner SC mit deutlichen Defiziten

Nach Fehlstart: Dresdner SC mit deutlichen Defiziten

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
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DSC-Coach Alexander Waibl muss mit seinen Volleyballerinnen weiter hart arbeiten. © dpa
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Die Dresdner Volleyballerinnen kassieren zum Bundesliga-Auftakt eine glatte 0:3-Schlappe beim SC Potsdam. Trainer Alexander Waibl überrascht dies allerdings nicht.

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Dresden. Alexander Waibl hatte es befürchtet und der Chefcoach sollte Recht behalten. Nach der 0:3-Niederlage im Supercup gegen Schwerin mussten sich die DSC-Volleyballerinnen zum Bundesliga-Auftakt auch beim ambitionierten SC Potsdam mit 0:3 (20:25, 20:25, 23:25) geschlagen geben. Es zeigte sich erneut, dass die durch die Quarantäne und die damit verbundene fehlende Wettkampfpraxis entstandenen Defizite nicht in kurzer Zeit aufzuholen sind. „Sicher ärgert mich die Niederlage, letztlich ist es aber keine Überraschung. Vieles lief ähnlich wie zuletzt gegen Schwerin“, räumte Alexander Waibl nach der glatten Niederlage ein.

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Dabei legte seine Mannschaft einen guten Start in die Partie hin, führte zur ersten technischen Auszeit mit 8:3. Während die Gastgeberinnen noch nervös agierten und keinen richtigen Spielfaden fanden, spielte der DSC sehr konzentriert. Alexander Waibl hatte im Vergleich zum Supercup eine kleine Änderung vorgenommen, setzte auf der Libero-Position Lenka Dürr und Morgan Hentz im Wechsel ein. Während sich Dürr hauptsächlich um die Annahme kümmerte, konnte Hentz ihre Stärken in der Abwehr ausspielen. Bis zum 17:12 lief es für die Gäste gut. Dann aber schlichen sich immer mehr Ungenauigkeiten und Fehler ein. So kam Potsdam nun besser ins Spiel und holte Punkt um Punkt auf. Auch zwei Auszeiten von Alexander Waibl nützten nichts, die Gastgeberinnen zogen beim 20:19 erstmals in Front. Auch die Wechsel im Zuspiel und auf Außen sorgten nicht für eine Wende.

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Nun war das Team von Trainer Guillermo Hernandez auf Betriebstemperatur, startete mit einer 8:4-Führung in Satz Nummer zwei. Alexander Waibl versuchte es mit einem Doppelwechsel – im Zuspiel kam Sarah Straube für Jenna Gray und auf Diagonal Naya Crittenden für Maja Storck. Das zeigte zumindest kurzzeitig Wirkung – der DSC kam auf 13:14 heran. Aber Potsdam zog mit starken Blockaktionen und guten Angriffen erneut auf 18:13 davon. Die eingewechselte Emma Cyris brachte zwar noch einmal frischen Schwung in die Dresdner Reihen und so konnte man noch einmal auf 18:19 verkürzen, aber am Ende zogen die Gastgeberinnen ihr Spiel durch. Erneut profitierten sie beim Satzball von einem DSC-Angriffsfehler.

Im dritten Durchgang lag Potsdam erneut mit vier Punkten in Front (16:12), aber die Waibl-Schützlinge kämpften aufopferungsvoll und bissen sich auf 18:19 heran. Doch das Hernandez-Team brachte dank der größeren Durchschlagskraft im Angriff, speziell von Laura Emonts, nach 81 Minuten den klaren Sieg sicher nach Hause. Zur MVP wurde beim DSC Camilla Weitzel gekürt, die mit zwölf Punkten auch erfolgreichste Scorerin war. „Bei uns fehlt die Effizienz im Angriff, dazu mangelt es insgesamt noch am Selbstverständnis“, meinte Alexander Waibl, der aber zumindest in der Block-Feldabwehr seinen Schützlingen schon eine Steigerung attestieren konnte.

Dass sein Team am kommenden Wochenende nun eine Spielpause hat, sieht der Coach eher mit gemischten Gefühlen: Sicher können wir aus der Niederlage wieder Erkenntnisse mitnehmen und versuchen, im Training an diesen Dingen weiter zu arbeiten. Aber uns fehlen Wettkämpfe, um in den Rhythmus zu kommen.“ Erst am 17. Oktober steht die nächste Partie in Suhl an.