15. Juli 2020 / 22:23 Uhr

Nach Frage zu Gareth Bale: Real-Trainer Zinedine Zidane wütet auf PK: "Was soll ich darauf antworten?"

Nach Frage zu Gareth Bale: Real-Trainer Zinedine Zidane wütet auf PK: "Was soll ich darauf antworten?"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ist ihre Beziehung noch zu kitten? Gareth Bale und Zinedine Zidane.
Ist ihre Beziehung noch zu kitten? Gareth Bale und Zinedine Zidane. © dpa
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Die Mätzchen von Gareth Bale als Ersatzspieler auf der Tribüne sorgen in Spanien für Kopfschütteln. Als er damit von einem Reporter konfrontiert wurde, reagierte Real-Madrid-Trainer Zinedine Zidane nun auf einer Pressekonferenz dünnhäutig. Er beschuldigte den Journalisten, einen Keil zwischen ihm und Bale zu bringen.

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Zinedine Zidane ist als Trainer nicht für seine Ausraster bekannt. Die Frage eines Journalisten auf der Pressekonferenz vor dem vorletzten Saisonspiel von Real Madrid gegen den FC Villarreal (Donnerstag, 21 Uhr) sorgte bei dem Franzosen allerdings für eine wütende Antwort. Als der Reporter anmerkte, ob es bei all dem Lärm um das Verhalten von Superstar Bale nicht besser wäre, wenn der Waliser Real Madrid verlasse, reagierte der ehemalige Weltklasse-Fußballer erbost: "Mein Gott, was für eine Frage. Was soll ich darauf antworten? Wir denken an das morgige Spiel und Gareth genauso", wütete Zidane.

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Real-Star Bale fällt immer wieder mit Provokationen auf

Bale steht bei den Madrilenen, die am Donnerstag vorzeitig den Gewinn des Meistertitels in Spanien perfekt machen können, im Abseits. Seit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs in Spanien nach der Corona-Zwangspause durfte Bale insgesamt nur für 100 Minuten auf das Feld. Bei den vergangenen fünf Begegnungen saß er die gesamte Zeit als Einwechselspieler auf der Tribüne. Dabei fällt der Nationalspieler immer wieder mit Provokationen auf. Mal tat er für Sekunden so, als würde er ein Nickerchen halten - dann benutzte er am Montagabend beim 2:1-Sieg ein Programmheft als "Fernrohr". Bale habe wieder seine „Null-Bock-Mentalität“ an den Tag gelegt, schrieb die Marca. Ein Transfer des 30-Jährigen nach der laufenden Saison sei unumgänglich, schrieben viele Medien.

So weit will Zidane noch nicht gehen. Auf der Pressekonferenz beschuldigte er den Journalisten, der die Frage nach einem Bale-Verkauf gestellt hatte, "Dinge zwischen uns zu bringen", so der Franzose. Aber das werde der Reporter nicht können. "Er ist einer von uns", stellte Zidane klar. Bereits nach dem 2:1-Sieg am Montag wollte der Coach den Bale-Aktionen nicht viel Aufmerksamkeit schenken. "Er hat sich bei mir nicht beschwert, und damit war es das. Wir denken nur an unser Ziel, den Liga-Titel zu gewinnen", so Zidane.

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Real Madrid benötigt für die Meisterschaft noch zwei Punkte

Bale war 2013 für die damalige Rekordablösesumme von 101 Millionen Euro von Tottenham Hotspur zu den "Königlichen" gewechselt. Bereits im November 2019 hatte Bale seinen Arbeitgeber provoziert, indem er nach der geschafften EM-Qualifikation gegen Ungarn mit walisischen Teamkollegen mit einer Nationalflagge posierte, auf der der Schriftzug "Wales. Golf. Madrid - in that order" (Wales. Golf. Madrid - in dieser Reihenfolge) prangte.

Zwei Runden vor Schluss benötigt Real bei vier Punkten Vorsprung vor Noch-Meister FC Barcelona einen Sieg oder zwei Remis, um den 34. Liga-Titel zu holen. Bei Punktgleichheit wäre Real wegen des besseren Abschneidens im direkten Vergleich vorne. Bei einem Sieg gegen den FC Villarreal könnte schon am Donnerstag der Titelgewinn feststehen.