06. Mai 2019 / 13:46 Uhr

Nach Handspiel-Zoff: Schiedsrichter-Boss Fröhlich kritisiert Bundesliga-Referees

Nach Handspiel-Zoff: Schiedsrichter-Boss Fröhlich kritisiert Bundesliga-Referees

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich übte Kritik an den Entscheidungen der Referees.
Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich übte Kritik an den Entscheidungen der Referees. © imago/Montage
Anzeige

Die Debatte um die Handspiel-Regelung scheint kein Ende zu nehmen. Ob in der Bundesliga oder in der Champions League - immer wieder sorgen vermeintliche Fehlentscheidungen für Aufsehen. Jetzt meldet sich Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich zu Wort. 

Anzeige
Anzeige

In der anhaltenden Handspiel-Debatte hat Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich die Bundesliga-Referees erstmals öffentlich kritisiert und akuten Handlungsbedarf eingeräumt. „Bei den letzten beiden Schiedsrichter-Seminaren haben wir das Handspiel intensiv besprochen – und zwar ohne Graubereiche. Es wurde ganz klar gesagt, was strafbar ist und was nicht. Deshalb sind wir nun irritiert und auch etwas enttäuscht über die unterschiedlichen Entscheidungen in vergleichbaren Situationen“, sagte Fröhlich in einem Interview der Welt.

Mehr zur Handspiel-Debatte

Nach zuletzt teilweise erschreckenden Fehlern der Unparteiischen bei der Bewertung von Handspielen im Strafraum fordert Fröhlich eine schnelle Besserung. „Klar ist, wir müssen mit den Schiedsrichtern noch einmal reden. Sie müssen das, was wir mit ihnen besprechen, auch auf den Platz bringen. Nicht jeder Schiedsrichter setzt es gerade konsequent um“, sagte er. Man müsse zielgerichtet vor allem mit den Referees sprechen, „die das Handspiel falsch auslegen und somit negative Referenzfälle liefern, so dass das ganze System in der Öffentlichkeit immer wieder infrage gestellt wird“.

Alle 26 Video-Schiedsrichter im Check: Wer schreitet am häufigsten ein?

Bundesliga-Schiedsrichter im Dauereinsatz: Wie oft saßen Bibiana Steinhaus, Dr. Jochen Drees und Daniel Siebert bereits als Video-Assistenten im Keller in Köln? Die Bildergalerie gibt Aufschluss darüber. Zur Galerie
Bundesliga-Schiedsrichter im Dauereinsatz: Wie oft saßen Bibiana Steinhaus, Dr. Jochen Drees und Daniel Siebert bereits als Video-Assistenten im Keller in Köln? Die Bildergalerie gibt Aufschluss darüber. ©
Anzeige

Am vergangenen Wochenende hatten gleich mehrere Entscheidungen für hitzige Debatten unter Trainern, Spielern und Experten gesorgt. Fröhlich redete auch da Klartext. So sei der Elfmeter gegen Bayern München beim 3:1 gegen Hannover 96 unberechtigt gewesen, weil kein „strafbares Handspiel“ von Jérome Boateng vorgelegen habe.

Dagegen hätte es im Spiel Hertha BSC gegen VfB Stuttgart nach einem Handspiel des Berliners Karim Rekik zwingend einen Strafstoß für die Gäste geben müssen. Video-Assistent Günter Perl habe die Szene „schlichtweg nicht wahrgenommen“, monierte Fröhlich. „Es war fahrlässig von mir“, entschuldigte sich Perl in der Bild.

ANZEIGE: 50% auf dein Winter-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus aller Welt