08. Februar 2022 / 09:27 Uhr

Nach Heidenheim-Patzern: Dabrowski redet Dehm stark – und wartet auf Muroya

Nach Heidenheim-Patzern: Dabrowski redet Dehm stark – und wartet auf Muroya

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
96-Trainer Dabrowski braucht Dehm mindestens noch am Sonntag gegen Darmstadt. Bis dahin wird Muroya nämlich nicht zurückkehren.
96-Trainer Dabrowski braucht Dehm mindestens noch am Sonntag gegen Darmstadt. Bis dahin wird Muroya nämlich nicht zurückkehren. © Florian Petrow
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Jannik Dehm machte gegen Heidenheim kein gutes Spiel. Während Trainer Christoph Dabrowski auf die Rückkehr von Sei Muroya wartet, nimmt er den Verteidiger allerdings in Schutz: Hannover 96 braucht Dehm auch über die Saison hinaus.

Wenn Jannik Dehm die Zeit zurückdrehen könnte, würde er den Juli 2021 wählen. Das war der Monat, als Dehm aus Kiel nach Hannover kam. Damals sagte der 96-Manager Marcus Mann über ihn, er sei „einer der besten Verteidiger der 2. Liga“. Das mag er vielleicht selbst nicht mehr glauben nach dem 1:3 in Heidenheim. Das erste Ge­gen­tor verursachte er mit, das zweite fast allein. 96-Trainer Christoph Da­brows­ki nahm Dehm gestern wiederholt in Schutz: „Es ist mir zu einfach, mit dem Finger auf einen zu zeigen.“

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96 bemüht sich um Muroya-Rückkehr

Aber ein Fingerzeig war es schon, wie intensiv sich 96 auch gestern wieder um die schnelle Rückkehr des anderen rechten Verteidigers bemühte. Teamarzt Hauke Mommsen überwachte die schnellen Schritte, die Sei Muroya nach der Bänderverletzung im Fuß macht. Richtungswechsel, Sprints (sogar viele), Passübungen – zu allem ist Muroya gerade drei Wochen nach seiner Verletzung schon wieder in der Lage. „Er ist ein stabiler Profi mit einem guten Körper“, weiß Da­brows­ki.

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Stabil ist Dehm körperlich auch, aber in Hannover eben nicht mit seiner Leistung. Was macht 96 nur mit Dehm? Gehört er zu den Spielern, die schwächer werden nach einem Wechsel nach Hannover?

Dabrowski braucht ihn jedenfalls noch am Sonntag gegen Darmstadt. Bis dahin wird Muroya nämlich nicht zurückkehren. Nächste Woche soll der Japaner wieder komplett ins Training einsteigen, wenn es keinen Rückschlag gibt.

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Muroya hatte auch unter Zimmermann die Nase vorn

Davon hatte Dehm in dieser Saison einige. „Dehm kommt aus einer nicht einfachen Situation“, erklärte Dabrowski. Der frühere Kieler ringe um Stabilität. Ihn scheint es aus dem Gleichgewicht zu bringen, dass das Pendel sowohl unter Jan Zimmermann als auch unter Da­brows­ki zu Muroya ausgeschlagen hat, weil der Japaner schneller ist und der Mannschaft mehr Of­fen­siv­ge­fahr bringt. Dass Dehm nun auch defensiv wackelte, kommt nicht so oft vor, war nun aber so in Heidenheim.

„Es gehört dazu“, meint sein Trainer, „dass er es den Leuten jetzt zeigt mit mentaler Stärke.“ Und zwar, bevor er dann wieder aus der Startelf weichen muss, wenn Muroya fit ist. Gegen Darmstadt be­kommt er die nächste Chance zu be­stä­ti­gen, wa­rum 96-Manager Mann zu der Einschätzung kam, er sei einer der Besten seines Fachs.

Hannover 96 braucht Dehm

Tatsächlich braucht 96 Dehm auch über die Saison hinaus. Sein Vertrag läuft ja noch bis 2023. Da­brows­ki erinnert an dessen „stabile Partie in Rostock, vor dem Heidenheim-Spiel war ich total zufrieden mit seiner Performance. Er ist ein guter Charakter und be­reit zu arbeiten. Er hat jetzt ein unglückliches Spiel gemacht.“

Dennoch wäre auch Da­brows­ki gewiss glücklicher, wenn Muroya wieder ganz gesund wäre und er ihn aufstellen könnte.

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