04. Januar 2022 / 10:10 Uhr

Nach Heimpleite für Lausitzer Füchse: Coach Straube auf ganz dünnem Eis

Nach Heimpleite für Lausitzer Füchse: Coach Straube auf ganz dünnem Eis

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lausitzer-Füchse-Trainer Chris Straube mochte gegen Tölz ab und zu gar nicht mehr hinsehen.
Lausitzer-Füchse-Trainer Chris Straube mochte gegen Tölz ab und zu gar nicht mehr hinsehen. © © Thomas Heide
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Die Luft wird immer dünner: Hat Trainer Chris Straube nach dem misslungenen Start ins neue Jahr und der ohnehin anhaltenden Krise in Weißwasser noch eine Zukunft?

Weißwasser. Lief es bei den Lausitzer Füchsen in den letzten Wochen sportlich ohnehin nicht mehr rund, so füllte sich nun auch noch das Lazarett. Beim 1:3 daheim gegen Dresden mussten nach dem ersten Drittel Clarke Breitkreuz, Richard Mueller und Stéphane Döring passen. Breitkreuz setzte eine tiefe Schnittwunde am Finger außer Gefecht. „Richie“ Mueller laborierte (und laboriert) an den Folgen eines Checks. Döring plagten muskuläre Probleme. Er versuchte es beim letzten Spiel des alten Jahres in Selb noch einmal.

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Trotz der Ausfälle quälten sich die Weißwasseraner beim Tabellenletzten zu einem 2:0-Sieg. Der wahre Matchwinner dort war einmal mehr Torhüter Leon Hungerecker, der alle 47 Schüsse der Wölfe stoppte. Einen Zuwachs an Selbstbewusstsein löste der Jahresabschluss-Dreier aber nicht aus. Im ersten Spiel 2022 gingen die Blau-Gelben auf eigenem Eis gegen Bad Tölz mit 0:4 ein. Da musste neben Breitkreuz, Mueller und Döring auch noch Stürmer Eric Valentin erkrankt passen. „Diese Ausfälle können als Erklärung für die Heimpleite aber nicht herhalten. Was soll Bad Tölz denn sagen?“, war Co-Trainer André Mücke nach dem Spiel angefressen.

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Die „Buam“ waren mit lediglich zwölf Feldspielern in der Oberlausitz angereist. Da war der Spielplan offenkundig. Mit schnellem Spiel und Druck in der gegnerischen Zone sollte das „Häuflein der aufrechten 12“ müde gekämpft werden. Schließlich konnten die Füchse mit den Berliner Förderlizenzleihgaben Ilja Fleischmann und Daniel Visner vier Sturmreihen aufbieten. Doch nicht die Gäste fielen in Lethargie. Bis auf den Schlussabschnitt war die Performance der Ostsachsen erschreckend schwach. Bad Tölz spielte einfach, Weißwasser kaum bis gar nicht. Der Auftritt wirkte uninspiriert, viel zu behäbig, im Passspiel ungenau und nach vorn ohne Durchschlagskraft – die Mängelliste war verdammt lang. Und Stürmer Luis Müller brachte es nach der Partie auf den Punkt: „Die hatten zwölf Mann und wir ein volles Lineup. Aber wir haben abgewartet und sie kommen lassen. Das hat uns das Spiel gekostet.“

In der Tabelle verlieren die Weißwasseraner das ursprüngliche Saisonziel, die Qualifikation für die Playoffs (zumindest Rang zehn), zunehmend aus den Augen. Als aktuell Zwölfter beträgt der Rückstand auf Platz zehn, der gleichzusetzen wäre mit dem vorzeitigen Klassenerhalt, bereits sechs Zähler. Dort sind gegenwärtig die Allgäuer vom ESV Kaufbeuren gelistet, gegen die es am Mittwoch auswärts geht. Ob dann Chris Straube noch Trainer der Füchse ist, ist eher zweifelhaft. Der Stuhl des Deutsch-Kanadiers wackelte bereits kurz vor Weihnachten heftig. Nach der leb- und ratlosen Darbietung gegen Bad Tölz könnte er nun wohl kippen. jur