18. September 2017 / 11:46 Uhr

Nach Hurrikan Irma: Berliner Junioren-Nationalspielerin Dina Orschmann berichtet aus Florida

Nach Hurrikan Irma: Berliner Junioren-Nationalspielerin Dina Orschmann berichtet aus Florida

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Dina Orschmann erzielte im Spiel gegen Südkorea das 1:0 für die deutsche Mannschaft.
Dina Orschmann kickte für diverse Juniorinnen-Nationalteams und spielt jetzt in den USA. © imago/foto2press
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Frauenfußball: Dina, die Zwillingsschwester von Turbine-Neuzugang Katja Orschmann, kickt seit diesem Sommer in den USA. Dort erlebte sie die Auswirkungen des Jahrhundertsturms direkt mit und berichtet von ihren Eindrücken.

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Auf dem Campus der University of Central Florida ist wieder der Alltag eingekehrt. Auch bei Dina Orschmann. Unbeeindruckt von Hurrikan „Irma“, der in der vergangenen Woche den Sonnenschein-Staat im Südosten der USA in Atem hielt, fuhr die Berliner Fußballerin mit ihrem Team am Sonntag einen 12:0-Kantersieg gegen das Team vom Eastern Florida State College ein. Noch eine Woche zuvor war die Partie der UCF Knights bei den FIU Panthers in Miami wegen „Irma“ abgesagt worden.

Auswirkungen in Orlando nur gering

Dina Orschmann und ihre Zwillingsschwester Katja kickten bis zum Sommer beim 1. FC Union Berlin. Vor der Saison trennten sich die Wege der beiden 19-Jährigen. Katja wechselte nach Potsdam, wo sie sich in der Zweitliga-Mannschaft von Turbine für höhere Aufgaben empfehlen will. Dina, die erst zu Berlins Fußballerin der Saison 2016/17 gewählt wurde und im August gemeinsam mit Potsdams Caroline Siems und Vanessa Fischer bei der U19-Europameisterschaft in Nordirland am Start war, ging nach Florida. Dort kickt sie nun für die Knights. „Die Universität liegt ein bisschen nordöstlich von Orlando“, sagt sie. Auch, wenn sie nicht so heftig waren – die Auswirkungen von Hurrikan „Irma“ waren auch in der 238 000-Einwohner-Metropole zu spüren.

Difficult roads often lead to beautiful destinations. Gameday! Go for it.

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„Alle haben sich auf das Schlimmste vorbereitet, unsere Uni wurde auch für eine Woche geschlossen“, berichtet Dina Orschmann. Die Studenten sollten so nach Hause zu ihren Familien fahren können. Die deutsche Junioren-Nationalspielerin blieb mit einigen anderen auf dem Campus. „Aber außer einer windigen Nacht haben wir nicht viel mitbekommen“, sagt sie. „Am nächsten Morgen hat man dann ein paar Schäden mitbekommen, aber insgesamt verlief es ruhig für uns.“

Hochwasser und lose Straßenschilder

Einige Orte in der Stadt seien vom Hochwasser überflutet gewesen, Straßenschildern hingen auf halb acht. Nichts Gravierendes. „Aber ich habe Verwandte in Cape Coral“, sagt Dina Orschmann. Das liegt nahe Fort Myers, direkt an der Ostküste des Bundesstaates Florida. „Da ist ,Irma‘ direkt durchgegangen“, weiß die Fußballerin aus Berlin. „Bei denen steht kein einziger Baum mehr.“ Doch die US-amerikanische Mentalität hat auch die frühere Unionerin, die das Frauenteam der Eisernen in der Saison 2015/16 mit 22 Treffern in 19 Spielen zum Aufstieg in die 2. Bundesliga schoss, schon verinnerlicht: „Jetzt heißt es aufräumen und weiter geht’s!“

Hilfsorganisationen engagieren sich im Wiederaufbau, auch das Militär hilft mit. „Und auch wir Studenten“, berichtet Dina Orschmann, die in dieser Saison für die UFC Knights in der College-Liga vier Einsätze hatte und dabei zwei Tore erzielte. „Insgesamt ist alles gut organisiert, weil alle wissen, wie es ist, wenn ein Hurrikan kommt.“ Das Land kehrt schnell zur Normalität zurück. Die Zwangspause hat auch den Fußballerinnen scheinbar gut getan – das zeigt der deutliche Heimsieg vom Sonntag. Weiter geht es für Dina Orschmann und Co. schon am Donnerstag mit dem Auswärtsspiel in Cincinnati/Ohio.

Turbine-Reserve ist auf Kurs

Gut los ging es übrigens auch für Zwillingsschwester Katja. Aus zwei Spielen in der 2. Bundesliga Nord gab es zwei Siege für Turbine Potsdam II (2:1 gegen Wolfsburg II, 5:1 gegen Meppen). Für Katja Orschmann gab es nur einen neunminütigen Kurzeinsatz. In Orlando drückt Schwester Dina die Daumen, dass die Neu-Turbine bald mehr Spielzeit bekommt und in dieser Saison die Qualifikation für die eingleisige 2. Bundesliga schafft.

Bildergalerie: Die Turbinen beim Fallschirmspringen

Ein Selfie vor dem Abflug. Zur Galerie
Ein Selfie vor dem Abflug. © Christoph Brandhorst
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