15. Dezember 2020 / 15:13 Uhr

Nach Instagram-Wirbel: Glasner hat in Sachen Weghorst keine Bedenken

Nach Instagram-Wirbel: Glasner hat in Sachen Weghorst keine Bedenken

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wout Weghorst und Oliver Glasner
Wout Weghorst und Oliver Glasner © Boris Baschin
Anzeige

Mit einem fragwürdigen Corona-Post hatte Stürmer Wout Weghorst vom VfL Wolfsburg am Montag für Ärger im Netz gesorgt und einen Shitstorm ausgelöst. Dass den Angreifer das am Mittwoch beim Bayern-Spiel belasten könnte, glaubt Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner nicht.

Anzeige

Auf Instagram hatte VfL-Stürmer Wout Weghorst am Montag einen fragwürdigen Corona-Post einer amerikanischen Impfgegnerin geteilt. Im Netz gab es dafür einen heftigen Shitstorm. Dass dieser Vorfall nun Auswirkungen auf die Leistung des Niederländers haben könnte, glaubt Trainer Oliver Glasner nicht. Die Vorbereitung des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten auf das Spiel beim FC Bayern am Mittwoch (20.30 Uhr) habe der Ärger demnach auch nicht gestört.

Anzeige

Was war passiert? Auf seiner Instagram-Seite hatte Weghorst einen Beitrag der amerikanischen Gynäkologin Dr. Christiane Northrup geteilt, die als Impfgegnerin und Anhängerin von Verschwörungstheorien zuletzt in den sozialen Medien von sich Reden gemacht hatte. In den sozialen Netzwerken hagelte es für den Angreifer anschließend heftige Kritik, den Post löschte der VfL-Profi daraufhin und bezog Stellung. "Es tut mir sehr leid, wenn ich mit den Posts in meiner Instagram-Story jemanden verletzt oder verärgert habe. Das war nie meine Absicht." Es sei ihm lediglich darum gegangen, "aufzuzeigen, dass man sich bei diesem, wie auch generell bei allen anderen Themen so gut wie möglich selbst informieren sollte und sich dabei auch möglichst viele unterschiedliche Meinungen anhört".

Mehr zum VfL Wolfsburg

Am Dienstag bezog Glasner dann auf der Pressekonferenz vor dem Bayern-Spiel kurz Stellung zu dem Vorfall. "Ich habe es erst nicht wirklich mitbekommen, erst im Nachgang", so der Österreicher, der nicht glaubt, dass der Ärger nun Einfluss auf die Leistungen des Sturmriesen hat. "Ich habe keine Bedenken. Ich habe ihn im Training erlebt, er war wie immer und sehr ehrgeizig", beschreibt der Coach. Glasner selbst hält sich "aus gutem Grund" aus den sozialen Netzwerken fern, "weil ich nicht viel davon halte. Ich bin ein Freund von direkter Kommunikation. Oft werden Sätze nur irgendwo hingeschrieben."

Für Glasner ist der Vorfall abgehakt. "Ich kenne Wout, er ist ein absoluter Familienmensch. Und er hat klargestellt, wie er das gemeint hat. Ich brauche meinen Senf nicht mehr dazugeben", betont der Trainer, der sich voll und ganz aufs Sportliche konzentriert. Denn am Mittwoch trifft Weghorst im direkten Duell auf Top-Torjäger Robert Lewandowski. "Das sind zwei der treffsichersten Stürmer der letzten zwei Jahre. Lewandowski hat seine Treffsicherheit über einen noch längeren Zeitraum gezeigt und viele Titel gewonnen. Er ist der Stürmer der letzten Jahre in der Bundesliga und in der ganzen Welt", schwärmt Glasner, sagt aber auch: "Wout ist auf dem guten Weg, in Deutschland seine Fußstapfen zu hinterlassen."