13. Mai 2019 / 16:25 Uhr

Nach irrer Aufholjagd: Jetzt hat der MTV Gifhorn sein Endspiel

Nach irrer Aufholjagd: Jetzt hat der MTV Gifhorn sein Endspiel

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Foto: Sebastian Preuss, Fußball, Oberliga, MTV Gifhorn, VfL Oythe
Treibt seine Vorderleute an: MTV-Kapitän Tobias Krull (r.) will mit den Gifhornern den Klassenerhalt. © Sebastian Preuss
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Trainer, Spieler und Verantwortliche des MTV Gifhorn dürften noch am späten Sonntagabend voller Adrenalin gewesen sein. So aufreibend war der Last-Minute-Sieg des Fußball-Oberligisten gegen den VfL Oythe. Melvin Luczkiewicz hatte das Team von Coach Michael Spies in der siebten (!) Minute der Nachspielzeit zum Dreier geballert - und dafür gesorgt, dass die Mannschaft am Samstag (16 Uhr) beim MTV Wolfenbüttel ein Endspiel um den Klassenerhalt hat.

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Verrückter hätte die Schlussphase nicht laufen können. Erst in der 89. Minute waren die Gäste völlig unverdient durch ein Eigentor von Sören Saikowski mit 1:0 in Führung gegangen. Doch Maximilian Krüger und Melvin Luczkiewicz sorgten mit ihren beiden Treffern doch noch für grenzenlosen Jubel in der Flutmulde. "Nach der Champions-League-Woche habe ich an alles geglaubt", sagte der Siegtorschütze in Anlehnung an das 4:0 des FC Liverpool gegen den FC Barcelona und den späten Finaleinzug der Tottenham Hotspur in Amsterdam (3:2). Und der Glaube sollte belohnt werden. "Wir wussten, dass Oythe nach dem 1:1 noch mal alles nach vorn werfen muss. Ein Punkt hätte ihnen ja nicht gereicht", so Melvin Luczkiewicz.

Oberliga: MTV Gifhorn gegen VfL Oythe 2:1

Oberliga: MTV Gifhorn (l. Mathes Hashagen) gegen VfL Oythe 2:1 Zur Galerie
Oberliga: MTV Gifhorn (l. Mathes Hashagen) gegen VfL Oythe 2:1 ©
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Auch Torhüter und Kapitän Tobias Krull, der die Ecke zum Ausgleich mit einem artistischen Seitfallzieher zu Krüger weiterleitete, ist immer noch überwältigt: "Dass wir noch gewonnen haben, war natürlich krass. Wir hatten so viele Chancen, nutzen sie aber nicht. Geil, dass wir es am Ende doch noch geschafft haben." Den Glauben an den Erfolg hatte auch der Keeper selbst nach dem Rückstand nicht aufgegeben. "Ich habe Sören direkt gesagt: Komm', weiter! Wir gewinnen das noch!'"

Und genauso kam es, weil Melvin Luczkiewicz vor dem Tor eiskalt blieb. "Für mich war es noch mal etwas Besonderes, in meinem letzten Heimspiel für den MTV zu treffen", freute sich der 24-Jährige, der im Sommer zu Landesligist Vahdet Braunschweig wechselt. "Das war ähnlich wie bei Christian Pulisic von Borussia Dortmund." Auch Krull war happy: "Es war auf jeden Fall schön, dass Melle getroffen hat. Egal, wer bleibt oder geht - niemand will absteigen." Apropos gehen: Flügelspieler Albert Hajdaraj wird den MTV zum Saisonende verlassen, der SSV Kästorf wird die nächste Station sein.

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Um auf Nummer sicher zu gehen, braucht es für den Ligaverbleib noch einen Sieg in Wolfenbüttel. "Das ist eine ekelige Mannschaft", weiß Melvin Luczkiewicz, "aber wenn wir wieder bis zum Ende an den Sieg glauben, schaffen wir das." Auch Krull ist optimistisch: "Der MTV ist gewohnt kampfstark und sie müssen selbst gewinnen, sollte Wunstorf gewinnen. Die Euphorie aus dem Oythe-Spiel können wir aber definitiv mitnehmen." Und es bleibt noch eine weitere Hintertür: Auf Sportbuzzer-Nachfrage steht die Oberliga-Zugehörigkeit der Wunstorfer ohnehin auf dem Spiel. Da der erste Vorsitzende Andree Ullmann aus gesundheitlichen Gründen zurücktritt, bisher aber viel Geld in den Verein gesteckt hat, ist die Zukunft noch ungewiss. Eine Entscheidung soll nach dem letzten Spieltag fallen.

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