25. Februar 2021 / 14:36 Uhr

Nach Kampf-Absage: Wolfsburger Boxer Wojcicki peilt Ring-Rückkehr im Mai an

Nach Kampf-Absage: Wolfsburger Boxer Wojcicki peilt Ring-Rückkehr im Mai an

Benno Seelhöfer
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Brennt auf seine Rückkehr in den Ring: Wolfsburgs Box-Profi Patrick Wojcicki (l.).
Brennt auf seine Rückkehr in den Ring: Wolfsburgs Box-Profi Patrick Wojcicki (l.). © Sebastian Bisch
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Es ist eine Vorbereitung ohne richtiges Ziel. Fest steht nur: Der Wolfsburger Box-Profi Patrick Wojcicki wird im IBF-Eliminator-Kampf gegen Patrice Volny antreten. Nur wann und wo ist die Frage. Eine grobe Zielsetzung soll beim Training helfen.

Eigentlich wollte sich Patrick Wojcicki am 14. November beim Heimspiel im Congress-Park mit einem Sieg über den Kanadier Patrice Volny die Teilnahme an einem WM-Kampf sichern. Aber der IBF-Eliminator-Kampf fiel aus. Corona machte dem Wolfsburger einen Strich durch die Rechnung. Doch abgesagt ist der Fight nicht, nur verschoben. Ob er allerdings dann auch in Wolfsburg stattfindet, steht noch nicht fest. Ebenso wie ein neues Datum.

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Um sich etwas besser vorzubereiten, peilen Wojcicki und sein Team nun den Mai als möglichen Termin für einen Kampf an, "damit wir eine Richtung haben", sagt der Box-Profi. "Volny wird auch mein Gegner bleiben, das wurde von der IBF so festgelegt." Aber: Der Ort könnte sich ändern, je nachdem wo ein Kampf - am besten vor Zuschauern - möglich ist. "Mein Promoter Sauerland versucht, etwas auf die Beine zu stellen und wenn etwas geht, müssen wir zuschlagen", sagt Wojcicki. Ort und Zeit: erst mal zweitrangig. "Vielleicht geht's auch plötzlich ganz schnell, dann müssen wir bereit sein."

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Dafür hält sich Wojcicki derzeit natürlich fit. Dreimal die Woche wird trainiert - vor allem an Technik und Details -, dazu geht er viel laufen. Aber wie schwierig ist die Situation für einen Boxer? Schließlich arbeiten diese Sportler wie kaum andere auf genau einen Moment hin. "Eine große Umstellung ist das für mich nicht", bleibt Wojcicki cool, der im November kurz vor dem eigentlichen Fight-Termin bereits in Top-Form war und schon sein Kampfgewicht erreicht hatte. Denn: Das Schema aus Vorbereitung, intensivem Training und anschließender Pause sei für ihn grundsätzlich gleich geblieben. "Nur der Kampf fehlte dazwischen eben."

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Dass der nicht stattgefunden hat war für Wojcicki aber dennoch "enttäuschend". Die Motivation hatte danach ein wenig gelitten, gibt er zu. "Aber jetzt habe ich wieder richtig Lust, zu boxen." Schließlich geht es für Wojcicki im nächsten Fight auch um nichts Geringeres als um die Teilnahme an einem WM-Kampf. "Ich habe 22 Jahre lang trainiert, bin jetzt in einer Phase meiner Karriere, wo der Durchbruch möglich ist. Und dann kann ich diesen Schritt wegen Corona nicht gehen", ärgert sich der Wolfsburger, der sich aber deshalb umso motivierter auf diesen Kampf vorbereiten wird. "Ich habe mein Ziel fest vor Augen. So halte ich auch die Spannung aufrecht."