09. September 2019 / 18:24 Uhr

Nach Karriereende: Ex-Profi Björn Brunnemann kickt jetzt in der Landesliga

Nach Karriereende: Ex-Profi Björn Brunnemann kickt jetzt in der Landesliga

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
Björn Brunnemann kickt jetzt beim SV Siedenbollentin.
Björn Brunnemann kickt jetzt beim SV Siedenbollentin. © Matthias Schütt
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Kreis Prignitz/Ruppin: Der Kyritzer spielte für Union Berlin und St. Pauli, nun in Mecklenburg-Vorpommern.

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Rund 110 Kilometer Luftlinie beziehungsweise 160 Kilometer Fahrstrecke liegen zwischen den Orten Kyritz in der brandenburgischen Ostprignitz-Ruppin-Region sowie Siedenbollentin in Mecklenburg-Vorpommern. Für Fußballer Björn Brunnemann zwei wichtige Stationen in seinem Leben. Während der 39-Jährige in Brandenburg geboren wurde, dort aufwuchs und die ersten Schritte seiner Fußballkarriere machte, schließt sich nun in Mecklenburg-Vorpommern langsam der Kreis – es ist die erste Station nach dem Karriereende bei Nordost-Regionalligist VSG Altglienicke im vergangenen Sommer.

Denn der ehemalige Profi hat sich dem MV-Siebtligisten SV Siedenbollentin angeschlossen. „Der Kontakt nach Siedenbollentin ist über Christoph Haker (Sportlicher Leiter, Anm.d.R.) entstanden, den ich noch aus gemeinsamen Tagen bei Union Berlin kenne“, sagte Björn Brunnemann. „Schon damals haben wir darüber gesprochen, dass wir später irgendwann mal was gemeinsam machen wollen.“ Diese Zeit ist nun gekommen – lange nachdem der einstige Kyritzer mit dem Fußball begann.

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In Wusterhausen startete Björn Brunnemann einst mit dem Kicken, wechselte in der Folgezeit zum MSV Neuruppin und startete in die große, weite Fußballwelt – am Ende stehen 108 Einsätze in der 2. Liga für den FC Energie Cottbus, FC St. Pauli und Union Berlin auf dem Konto sowie 163 Partien in der Regionalliga. Doch diese Zeiten sind nun vorbei. Statt Profitum heißt es seit einigen Monaten Amateurfußball für Björn Brunnemann, der zusätzlich in der Geschäftsleitung der Fitnesskette „Skyfit“ arbeitet und zwischen seinem Lebensmittelpunkt Berlin sowie den Standorten Cottbus und München hin und her pendelt. Dazu kommt der Trainings- und Spielbetrieb in Siedenbollentin. „Die Strecke nach Siedenbollentin ist manchmal ätzend und eine Katastrophe“, so Brunnemann. „Aber wenn ich etwas mache, dann auch zu 100 Prozent. Es war die richtige Entscheidung.“

Und auch lohnenswert. Neben seinem ehemaligen Unioner Teamkollegen Haker traf der 1,83 Meter große Fußballer in Siedenbollentin auch Hagen Reeck wieder, der früher als Co-Trainer unter Eduard Geyer bei Energie Cottbus schon mit Björn Brunnemann zusammenarbeitete. „Wir kennen uns schon seit einiger Zeit und ich weiß, was er für Qualitäten besitzt. Nicht nur menschlich, sondern auch fußballerisch“, sagte Reeck, der sich sehr über die Zusage freute.

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Diese wurde nicht wie in den vergangenen Jahren üblich für „Brunne“ per Vertrag mit dem Verein geregelt, „sondern per Handschlag“, wie er sagte. „Erstmal bis zum Saisonende. Danach wird man weitersehen.“ In der laufenden Spielzeit in der Oststaffel der MV-Landesliga kommt der beidfüßige Kicker mit der Rückennummer 6 für den SV Siedenbollentin auf drei Liga- und zwei Pokaleinsätze. Dabei ist der Auftritt im MV-Landescup schon wieder vorbei. Mit 1:3 verlor „Bolle“ am vergangenen Wochenende in Runde 2 gegen den Verbandsligisten FSV Einheit Ueckermünde.

In der Oststaffel der Landesliga läuft es zudem noch nicht richtig rund. Mit sechs Punkten liegt der ambitionierte Verein, der vor einigen Jahren sogar noch im Kreisfußball unterwegs war, aktuell auf Platz sieben. „Sportlich hinken wir noch etwas hinterher. Wir brauchen noch etwas die Konstanz. Das ist aber ein Prozess, der nicht von heute auf morgen geht“, sagte Brunnemann, der mit seiner neuen Mannschaft am Sonnabend beim aktuellen Spitzenreiter TSV 1860 Stralsund antreten muss. „Es macht mir Spaß und im Verein sind alles gute Jungs dabei.“

Der Aufstieg in die Verbandsliga, der höchsten Spielklasse in Mecklenburg-Vorpommern, ist das erklärte Ziel des Vereins in dieser Spielzeit. „Da brauchen wir nicht drumherum reden. Wir wollen am Ende der Saison auf Platz eins stehen“, so der Ex-Profi, der nach wie vor zielstrebig auf und neben dem Platz zu Werke geht und eine Vorbildfunktion für seine Teamkollegen einnimmt – ob wie früher als Profi oder jetzt eben als Amateurfußballer. Vielleicht irgendwann auch noch einmal für ein Team aus seiner brandenburgischen Heimat.

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